Lokalsport | 02.03.2016

SV Rot Weiß Queckenberg

Das alte Lied der vergebenen Chancen

Katastrophale Platzverhältnisse beim 1:1 gegen VfL Meckenheim III

Meckenheim. Zum Rückrundenauftakt der Kreisliga D hatten die Vertretungen von VfL Meckenheim III und SV Rot Weiß Queckenberg die glorreiche Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder spielte man auf einem glitschigen, mit zahllosen gut getarnten Löchern übersäten Naturrasen im altehrwürdigen Preuschoff-Stadion, oder man setzte sich der Gefahr aus, sich auf dem benachbarten Tennenplatz sämtliche Gräten zu brechen, machte doch das knüppelhart gefrorene „Geläuf“ seiner Bezeichnung "Hartplatz" an jenem eiskalten Morgen alle Ehre. Letztlich entschieden sich die Verantwortlichen dafür, die Meckenheimer Asche weich zu treten. In einem Spiel, in dem es teilweise mehr darum ging, gute Haltungsnoten im Anlaufen, Abstoppen oder bei der Ballannahme zu erhalten, erspielte sich die Lohaus-Truppe schnell ein leichtes Übergewicht.

Viele vergebene Torchancen

Der RWQ, gegenüber der Hinrunde auf einigen Positionen leicht geändert, spielte forsch nach vorn und nistete sich recht bald am VfL-Strafraum ein. Und wenn dann tatsächlich einmal trotz der katastrophalen Platzverhältnisse der Ball gekonnt über mehrere Stationen nach vorn getragen wurde, zauberten die Queckenberger ihrem Anhang ein ums andere Mal den Torschrei auf die Lippen. Doch das altbekannte Lied der vergebenen Großchancen aus den vergangenen Spielzeiten wurde einmal mehr auch zu Beginn des Jahres 2016 angestimmt.

Der Offensivabteilung versagten die Nerven

Egal ob Geimer, Heiliger oder Neuzugang Degirmen – der kompletten Offensivabteilung versagten einmal mehr vor dem Kasten die Nerven.

Und so mussten sich alle höflich beim „alten“ Weinand bedanken, dass dieser zweimal mächtig auf der Hut war und die auf Konterchancen lauernden Gastgeber stoppte. Mit dem Spiel konnten alle Rot-Weißen mehr als zufrieden sein, allein das unnötige 0:0 zur Halbzeitpause trübte ein wenig die Stimmung. Auch im zweiten Durchgang bot sich das gleiche Bild: Vorn verschenkte man beste Einschussmöglichkeiten, hinten hielten Frank und Weinand sowie Abwehrchef Declair den Laden dicht. Außerdem gefiel Arlt im defensiven Mittelfeld mit einer großartigen Zweikampfquote sowie vielen klug durchgesteckten Bällen in die Spitze.

Hochverdiente Führung nach 58 Minuten

Nach 58 Minuten war dann endlich Schluss mit lustig. Der äußerst agile Klemm verwertete ein gekonntes Zuspiel von Sturms zur hochverdienten Führung. Zwar gönnten sich die Voreifler unmittelbar danach wieder einmal ihr übliches Nickerchen, doch in dieser Phase waren die Meckenheimer nicht entschlossen genug. Als dann die Gäste das Zepter wieder fester in die Hand zu nehmen schienen und man schon am Auswärtssieg schnuppern wollte, vermieste ein unnötiger Freistoß sowie ein Stellungsfehler in der rot-weißen Hintermannschaft Trainer, Fans und Spielern gehörig den Tag (65.). Da den Gästen auch in den letzten 25 Minuten zu wenig einfiel, um trotz weiterer guter Einschussmöglichkeiten noch den Siegtreffer zu erzielen, blieb es wie schon im Hinspiel bei einer Punkteteilung.

Spiel mitten im Angriff abgepfiffen

Zum Schiedsrichter, den allerdings keine Schuld am Queckenberger Chancentod traf, ist noch zu bemerken, dass er zumindest seine Linie konsequent gegenüber beiden Mannschaften durchzog, jeden langen Ball in die Tiefe mit einem Abseitspfiff zu unterbrechen.

Warum er allerdings genau in dem Moment das Spiel abpfiff, als Geimer mit dem Ball am Fuß in den Meckenheimer Strafraum einfiel, im Begriff, die aussichtsreich postierten Heiliger, Degirmen oder Becker zu bedienen, wird wohl für immer das Geheimnis des schwarzen Mannes bleiben.

Aufgrund der Spielpause am nächsten Sonntag haben die Queckenberger Männer genug Zeit, das Toreschießen zu üben, um bei der nächsten Auswärtsaufgabe bei FC Pech II am 13. März mehr Zählbares mit an die Madbach zu entführen. Aufstellung: Weinand – Rau, Declair, Frank, von Sturm – Becker, Arlt, Klemm, Geimer – Heiliger, Degirmen. Verstärkung: P. Watty. Eiserne Reserve: Jakobs.

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