SG Eintracht Mendig/Bell: Auch Florian wechselt zum FC Plaidt
Der Kapitän geht von Bord
Mendig. Der Kapitän geht von Bord: Nach John Rausch (vor der Saison) und Milan Rawert (in der Winterpause) wird auch Florian Schlich den abstiegsgefährdeten Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell nach der Saison verlassen und für den Bezirksligisten FC Alemannia Plaidt auflaufen. Dort gibt es für den 28-jährigen Mannschaftsführer der Vulkanstädter ein Wiedersehen mit seinem Bruder Max, der sich - über den Umweg TuS Fortuna Kottenheim - vor der Saison 2016/2017 ebenfalls der Mannschaft vom Pommerhof angeschlossen hatte und bisher 20 Meisterschaftsspiele absolviert hat.
„Meine Entscheidung hat ausschließlich persönliche Gründe“, erklärte Florian Schlich nach dem 5:0 (1:0) der SG Eintracht Mendig/Bell am vergangenen Mittwoch bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich. „Im November beginne ich in Kaiserslautern mit der Meisterschule“, verdeutlichte der Schornsteinfeger, der sich kurz vor dem Jahreswechsel noch einer Bandscheibenoperation unterziehen musste und der Eintracht verletzungsbedingt wochenlang gefehlt hatte. „Wenn ich von Montag bis Freitag in der Pfalz bin, lassen sich drei Trainingseinheiten in der Woche nicht mehr realisieren. In Plaidt habe ich die Zusage, auch mit weniger Training am Wochenende in der Bezirksliga spielen zu können.“
Kleine Pikanterie am Rande: Die Zusage hat ihm mit Thomas Esch vermutlich derjenige Trainer gegeben, der die SG Eintracht Mendig/Bell im vergangenen Jahr als Feuerwehrmann vor dem Abstieg gerettet und den Mendiger Spielern ein Engagement in der Pellenz schmackhaft gemacht hat. Und ob es für Florian Schlich die Bezirksliga sein wird, bleibt abzuwarten, schließlich ist die Alemannia als Viertletzter der Tabelle noch in den Abstiegskampf verstrickt.
Innenverteidiger Schlich wollte aber kein Öl ins Feuer gießen: „Es waren fünf tolle Jahre hier in Mendig. Ich werde alles dafür tun, dass der Verein auch im nächsten Jahr in der Rheinlandliga spielt.“ Frank Schmitz, der Sportliche Leiter der SG Eintracht Mendig/Bell, wollte zunächst „keinen Kommentar“ abgeben, ließ mit seiner anschließenden knappen Aussage aber viel Raum für Spekulationen: „Dieser Wechsel ist aus den spektakulärsten Gründen zustande gekommen.“
