Lokalsport | 24.10.2018

SV Rot Weiß Queckenberg

Der Medizinmann vom Mount Queck

SV Rot Weiß Queckenberg - SV Hertha Buschhoven III

Rheinbach-Queckenberg. Beim letzten Heimspiel des SV Rot Weiß Queckenberg meinten es die Wettergötter wieder einmal besonders gut. Zum Gastspiel des SV Hertha Buschhoven III begrüßten die Verantwortlichen um Ferdinand Kolvenbach neben Heinrich Kessel und Wolfgang Preuhs mit Günter Eichen ein weiteres Gründungsmitglied der rot-weißen Fußballfamilie. Gegen den Tabellenvorletzten erlaubte sich Döring den Luxus, Bures zunächst noch sitzen zu lassen. Zwar gab es einmal mehr Einbahnstraßenfußball zu bestaunen, doch anstatt flüssigem Kombinationsfußball walzte sich dicker, zäher, heiß brodelnder Lavabrei in Richtung Hertha-Kasten. So stellte das eindeutige Torschussverhältnis von 8:0 aufgrund der fehlenden Power und Energie im Abschluss kaum eine ernsthafte Bedrohung dar. Dann spielte jedoch das Schicksal den Rot-Weißen etwas in die Karten. So sah sich Döring verletzungsbedingt noch im ersten Durchgang zum Wechseln gezwungen und warf nun Bures ins Spiel. Bures entpuppte sich diesmal als Medizinmann für sein Team. Bereits 60 Sekunden nachdem er den Boden betreten hatte, spielte er den Ball in den SV-Sechszehner und in das Tor der Buschhovener (43.). Damit traf er auch im neunten Punktspiel in Folge, gleichbedeutend mit seinem 14. Saisontor. Nun fehlen ihm noch 5 Tore um den Saisonrekord aus dem Jahr 2012/13 des Jean Mundorf einzustellen. Diesmal jedoch hörten die Döring-Bures-Spieler ganz genau hin und ließen seinem Weckruf Taten folgen. In der 50. Minute zirkelte Wappenschmidt eine Traumflanke auf A. Watty, der den Ball ins Tor schoss. Acht Minuten später packte der seit Wochen in Galaform auflaufende Cipera ein und schlug aus 25 Metern unhaltbar ein zum 3:0. In der 73. drückte Klemm seinen Freistoßabpraller über die Linie. Damit beendete er eine Durststrecke von saisonübergreifend 12 Punktspielen ohne Torerfolg. Letzterer bewies er vier Minuten vor Schluss ein ganz feines Gespür und servierte von rechts direkt auf Savas, dessen Köpfchen den hoch verdienten 5:0 Endstand besorgte. Wohlgemerkt verdienten sich die Jungs von der Madbach diesen Sieg aufgrund einer Leistungssteigerung um 100 Prozent im zweiten Durchgang. Während P. Watty damit sein 14. Punktspiel ohne Gegentreffer feiern durfte, knackte der RWQ seinen Startrekord aus der Saison 2012/13. Damals standen nach 9 Spieltagen 23 Punkte zu Buche. Diesmal heimste der SV gar deren 25 Punkte ein. Und trotz dieser wirklich stolzen Bilanz muss ein leichter, zartbitterer Wermutstropfen geschluckt werden: Dass man auf Bures‘ Dienste kaum verzichten kann, war bereits vor der Saison allen Experten rund um Queckenberg bewusst. Dass man allerdings auch gegen einen Tabellenvorletzten und nun Schlusslicht der Kreisliga D quasi an diesem Tropf hängt, stimmt schon etwas nachdenklich. Dass auch alle anderen Queckenberger bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, kann der RWQ am Sonntag, 28. Oktober, beweisen. Dann gastiert der SV Rot Weiß Queckenberg ab 17 Uhr bei den Sportfreunden Ippendorf III, die das Tabellenmittelfeld anführen und mit 7 Punkten aus den letzten drei Spielen extrem aufhorchen ließen. Aufstellung: P. Watty – Wappenschmidt, Uygur, Leifer – Klimaszewski, Klemm, Declair, Cipera, Savas – A. Watty, Ring

Verstärkung: Bures, Fahrenbruch, Jörger

Reserve: Claßen, Erol, Breuer, von Sturm, Mücklich

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