Lokalsport | 13.05.2014

SV Rot Weiß Queckenberg

Der Rot Weiße Patient atmet wieder

Queckenberg. Wie er es geschafft hat, wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben. Fakt ist jedoch, dass Chefarzt Stefan Kurek dem vor zwei Wochen noch für klinisch tot erklärten Komapatienten SV Rot Weiß Queckenberg neues Leben eingehaucht hat.

Hätte man ihm vor der schwierigen Auswärtsaufgabe beim SC Widdig 1922 kampflos ein Unentschieden angeboten, hätte er diesen Pakt des Teufels wohl sofort unterschrieben. Doch nach 90 Minuten Kampf und Leidenschaft an der Teutonenstraße war für die Queckies sogar noch mehr drin gewesen.

Durch Tore von Uygur und Abeling (36./80.) drehten die Männer von der Madbach das Spiel nicht unverdient zu ihren Gunsten, und der erste Auswärtsdreier seit 259 Tagen war zum greifen nahe. Jeder der am Seitenrand mit dem RWQ mitfieberte, konnte die Spannung spüren, die in der Luft lag. In den letzten zehn Spielminuten knisterte es an allen Ecken und Enden; Haare wurden gerauft, bange Blicke mit Stoßgebeten gen Himmel gerichtet, immer bereit, den jederzeit fälligen Siegesschrei freizulassen.

In der 95. Minute führte der Schiedsrichter die Pfeife an seinen Mund und ein jeder hoffte jetzt auf die endgültige Erlösung. Stattdessen entschied der Referee zu allem Übel der Gäste nochmals auf Eckball für den Gastgeber. Und als der Minutenzeiger schließlich zum sechsten Male die Nachspieluhr umrundet hatte, lag tatsächlich das Runde im Eckigen... Völlige Leere, blankes Entsetzen, totale Fassungslosigkeit machten sich breit. Zwar entsprach dieses Endergebnis dem Spielverlauf. Doch wenn man so spät Punkte liegen lassen muss, dann zürnt man doch sehr dem angeblichen Fußballgott.

Nach Spielende resümierte Kurek kurz das eigentlich Unfassbare und bediente sich dabei der Worte einer Trainerlegende aus den 90er Jahren. Hannes Bongartz pflegte nach solchen Schlägen in die Magengrube immer zu sagen: Mir ist der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach. Denn immerhin bleibt man mit diesem Punkt der Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt auf den Fersen. Auch die Art und Weise, wie die Mannschaft endlich wieder Fußball ackert, kämpft und lebt, macht Mut in dem vor 14 Tagen noch aussichtslos scheinenden Kampf um den Ligaverbleib.

Vorschau: Lange Zeit zum Hadern oder Grübeln bleibt ohnehin nicht. Gilt es doch am kommenden Sonntag, daheim gegen den Namensvetter aus Lessenich die Schmach aus dem Hinspiel wieder gutzumachen. Verlassen kann sich der Coach dabei sowohl auf seine angestammten Leistungsträger als auch auf die mittlerweile über 80 Lenze zählende, jedoch stets gut aufgelegte Torwartgilde.

Es spielten: Weinand - Dupin, Abeling, Pesch, Haas - Rücker, Declair - Mundorf, Uygur, Geimer - Raffino, Verstärkung: Kolvenbach, Zurek.

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