Mike Rockenfeller aus Neuwied belegte in beiden Rennen Rang 15 in Zandvoort
„Der Verlauf war bisher anders, als ich ihn mir erhofft hatte“
Neuwied. Es ist eine seiner Lieblingsstrecken in der DTM, der 4,307 km lange Circuit Zandvoort in den Duenen an der Nordsee in den Niederlanden. Dort siegte er in der vergangenen Saison im Sonntagsrennen vor Teamkollege Loic Duval aus Frankreich. Und auch in diesem Jahr rechnete sich der 34-jährige Audipilot gute Chancen, um möglichst viele Punkte mitzunehmen oder gar aufs Siegerpodest zu fahren. Doch das anspruchsvolle Streckenlayout ist nicht nur eine Herausforderung für ihn, sondern für alle 18 DTM Piloten. Erschwerend waren die Bedingungen mit dem feinen Sand, der auf den Asphalt geweht wurde und somit für die Reifen Schwerstarbeit bedeutete.
„Zandvoort ist einer meiner Lieblingsstrecken in der DTM mit vielen positiven Erinnerungen für mich. Mein Sieg im vorigen Jahr im zweiten DTM Lauf und mein allererster Sieg im Jahr 2011 in der Deutschen Tourenwagen Masters und das beim 44. DTM Rennen seiner Karriere. Der größte Triumph aber in der Saison 2013, als ich vorzeitig den Meisterschaftssack zuschnürte und im neunten Saisonrennen DTM Champion wurde. Auch im letzten Jahr habe ich gute Erinnerungen an den Dünenkurs, denn wir fuhren für unser Team Phoenix Racing einen Doppelsieg ein. So erhoffe ich mir wiederum tolle Ergebnisse, gewinnen will ich ja immer.“
Nun, es fing auch alles vielversprechend an, zumindest in den drei freien Trainings, in denen der schnelle Mann aus Neuwied mit vorne dabei war. Man sollte wissen, das die Deutsche Tourenwagen Masters von den Zeiten her zu den engsten Rennserien der Welt zählt, d.h., dass die Platzierungen der 18 DTM Piloten nur von wenigen hundertstel Sekunden abhängen. Im ersten Qualfying zu Rennen eins startete der Neuwieder von der elften Postion, allerdings nur 0,699 Sekunden hinter Polemann Gary Paffett auf Mercedes.
Ebenfalls neu in dieser Saison sind der Pflichtboxenstop für neue Reifen, die dürfen auch nicht mehr vorgeheizt werden. Rockenfellers Start war gut, und er hatte schon am Ende der Runde eins den 9. Platz inne. In den ersten vier Umläufen dann die ersten Pflichtboxenstopps von Wittmann, Juncadella, was zur Folge hatte, dass Rockenfeller bis auf Platz 5 gelistet wurde. Weitere Stopps der Konkurrenz folgten. Führender zu diesem Zeitpunkt Gary Paffett vor Ex F1 Pilot Pascal Wehrlein und Lucas Auer, alle auf Mercedes Boliden. Der Führende Paffett kommt zum Stopp und reiht sich danach wieder als fünfter in das Rennen ein. Nach 11 gefahrenen Runden liegt Mike Rockenfeller mit seinem Audi RS 5 an der dritten Position, allerdings war er noch nicht zum Reifenwechsel an der Box. Das passiert in Runde 12, der Stop( 5,8 Sek.) war superschnell, Kompliment ans Team, „Rocky“ reiht sich als neunter wieder ins Rennen ein. Das Rennen geht über 55 Minuten Zeitdauer plus einer Rennrunde, und noch sind 34 Minuten zu absolvieren. Da Rockenfellers Reifen noch nicht warm gefahren sind, fällt er etwas zurück, Markenkollege Rene Rast führt das Rennen an. Doch plötzlich kommt das Safety Car auf die Piste in der 19. Runde, es musste das Auto von Nico Müller geborgen werden, der in die Reifenstapel crashte. Nach dem fliegenden Neustart einige Runden später führt weiter Rene Rast, der aber auch noch nicht zum Pflichtstopp reinkam. In der letzten Runde kommt er in die Box und somit feiert der Brite Paffett seinen insgesamt 23. DTM Sieg. Mike Rockenfeller wird als 15. im Ziel abgewunken, sicherlich nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Doch es gab ja noch den zweiten Lauf am Sonntag. Und nach einem hervorragenden Qualifying mit Rang 6 und somit einer guten Ausgangsposition für das Rennen 2 war Rockenfeller optimistisch. Doch auch im zweiten DTM Rennen in Zandvoort sprang am Ende der für ihn enttäuschende 15. Platz raus.
„Ich hab alles gegeben, aber am Ende hat es für eine gute Platzierung nicht gereicht. Überhaupt war der DTM - Verlauf 2018 ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Jeder von uns will der Beste seiner Marke sein, doch das nützt dir nichts, wenn du elfter, zwölfter oder fünfzehnter wirst. Mein Ziel ist es nur um Siege mitzukämpfen, was in der aktuellen Saison nicht möglich ist. Mein persönliches Highlight waren die beiden Rennen zum Auftakt in Hockenheim. Wie ich mich da nach vorne gekämpft habe und am Ende zweiter wurde, einfach klasse. Danach war die Saison bis einschließlich Zandvoort ziemlich durchwachsen.“
Mit 34 Zählern liegt der Audipilot RS 5 DTM aus Neuwied auf dem elften Gesamtrang der DTM Tabelle. Gary Paffett (Mercedes AMG C63) führt mit seinen tollen Rennen in Zandvoort die Tabelle mit 148 Punkten an vor Paul di Resta (Mercedes AMG C63) mit 121 Punkten und Timo Glock (BMW M4 DTM) mit 101 Zählern. Jetzt ist erstmal Sommerpause , bevor es dann im englichen Brands Hatch in der populärsten Tourenwagenserie der Welt weitergeht mit den Rennen 11 und 12. DEB
Gary Paffett (Mercedes AMG C63) führt die Tabelle mit 148 Punkten an vor Paul di Resta (Mercedes AMG C63) mit 121 Punkten.
