Fußball-Bezirksliga Ost
Der VfB Linz baut die Tabellenführung aus
SG Hundsangen/Steinefrenz-Weroth – VfB Linz 1:2 (0:2)
Linz. Am 18. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost hat der VfB Linz nach einem 2:1 (2:0)-Auswärtssieg bei der SG Hundsangen/Steinefrenz-Weroth die Tabellenführung auf fünf Punkte Vorsprung ausgebaut, profitierte von der gleichzeitigen 1:2-Heimniederlage des Tabellenzweiten TuS Burgschwalbach gegen die SG Neitersen/Altenkirchen und der ebenso überraschenden 2:4-Auswärtsniederlage des Tabellendritten SG Westerburg in Lautzert-Oberdreis.
Das Spitzenspiel auf dem Hundsangener Kunstrasenplatz war nichts für Fußball-Ästheten. Es war aber eine hart umkämpfte Begegnung, die mit viel Leidenschaft geführt wurde und einen interessanten Spielverlauf bot.
Die 280 Zuschauer erlebten vom Anpfiff weg eine aggressive und mutige Heimelf, die auf einen frühen Treffer drängte. Die Kaiserberger beschränkten sich zunächst auf eine kontrollierte und zweikampfstarke Abwehrarbeit, ließen sich nicht in Verlegenheit bringen. Mitte der ersten Halbzeit ließ der Schwung der Platzherren nach und die Linzer kamen besser ins Spiel. Bis zur Pause entwickelten beide Seiten gute Offensivaktionen, in der sich die Schuster-Elf in der Verwertung ihrer Einschussmöglichkeiten effektiv zeigte. So war es VfB-Routinier Michael Krupp (36.), der mit einem abgefälschten Freistoß zur 1:0-Führung traf. Sein Mannschaftskollege Meris Siljkovic (45.+2) sorgte ebenfalls mit einem Freistoß für die 2:0-Pausenführung. Die Gastgeber besaßen aber auch gute Tormöglichkeiten. So hatte Marc Henkes (43.) Pech mit einem Lattenschuss und der Freistoß von Dirk Hannappel (45.+3) wurde von VfB-Keeper Jan Lück mit einer Glanzparade entschärft. In der zweiten Halbzeit verlegten sich die Westerwälder auf Brechstangen-Fußball, gegen eine Linzer Elf, die sich zunehmend defensiv orientierte und im Stil einer Spitzenmannschaft Paroli bot. Mit der Einwechslung des SG-Spielers Robin Stahlhofen in der Schlussphase wurde das Angriffsspiel der Einheimischen noch einmal schwungvoll und Hannappel (84.) war es auch, der den 1:2-Anschlusstreffer markierte. Danach stand VfB-Keeper Lück noch zweimal im Mittelpunkt, als er gegen Stahlhofen (86.) und Marc Henkes (88.) seine Klasse bewies und den Ausgleich verhinderte. „Es war das erwartet schwere Spiel. Meine Mannschaft war vom Kampf her 90 Minuten eine Einheit“, analysierte der Linzer Coach Thomas Schuster nach dem Abpfiff und fuhr fort: „Die zweite Halbzeit ging klar an Hundsangen. Trotzdem war unser Sieg nicht unverdient.“ Die Freude bei der Kaiserberger Mannschaft war groß, wurde aber noch größer, als sie von den Niederlagen der Verfolger aus Burgschwalbach und Westerburg erfuhren.
SG Hundsangen/Steinefrenz-Weroth: P. Weimer, Hanke, Dietz, Hannappel, Steinebach, Bruch (72. Silberzahn), T. Weimer, Omotezako (67. Gloning), Leber (78. Stahlhofen), Tautz, Henkes.
VfB Linz: Lück, Dillmann, Becker, M. Siljkovic, Krupp (67. Böcking), Tücke (85. Schlebach), Zlatkov, Moritz Rott, Juniku, A. Siljkovic (89. Schönhals), Schopp.
Schiedsrichter: Jan Schmidt (Koblenz).
Zuschauer: 280.
Torfolge: 0:1 Michael Krupp (36.), 0:2 Meris Siljkovic (45.+2), 1:2 Robin Stahlhofen (84.).
Vorschau: Am Sonntag um 15 Uhr erwartet der VfB Linz den Tabellenachten SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau, der nach der Winterpause noch ungeschlagen ist. Der Aufsteiger versteckt sich auch in der Fremde (vier Auswärtssiege) nicht und bevorzugt einen rustikalen und unkomplizierten Spielstil. Im Hinspiel landeten die Kaiserberger einen schwer umkämpften 2:1-Erfolg. Die Westerwälder werden sich mit Sicherheit auch auf dem Kaiserberg nicht verstecken. Auf Krupp & Co. wartet eine Menge Arbeit.
LS
Da lacht das Herz – Riesentorjubel der Schuster-Schützlinge.
