Im Halbfinale um den Fußball-Rheinlandpokal 2020/2021 gab es eine unglückliche Niederlage
Der große Traum ist ausgeträumt
SG Eintracht Mendig/Bell unterlag beim Ligakonkurrenten FV Morbach mit 1:4 (1:1, 0:1) nach Verlängerung
Morbach.Es sollte nicht sein: Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell hat durch eine äußerst unglückliche 1:4 (1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung beim Ligakonkurrenten FV Morbach den Einzug in das Finale des Rheinlandpokals der Saison 2020/2021 verpasst. Im Endspiel, das voraussichtlich erst Mitte September unter der Woche im Stadion Oberwerth in Koblenz ausgetragen wird, treffen die Hunsrücker auf den Regionalligisten FC Rot-Weiß Koblenz, der sich in der zweiten Begegnung der Vorschlussrunde im Stadtderby beim Oberligisten TuS Koblenz vor 968 Besuchern mit 2:0 (1:0) durchsetzen konnte.
„Diese Niederlage war überflüssig wie ein Kropf, das deutliche Ergebnis spiegelt den Spielverlauf natürlich in keiner Weise wider“, zeigte sich Bernd Brück, neben Frank Schmitz einer der beiden Sportlichen Leiter bei der Eintracht, auch einen Tag später noch sehr enttäuscht. „Es war Spitz auf Knopf. Ich bin mir sicher, dass wir die Partie in 100 Jahren nicht verlieren, wenn Spielertrainer Kodai Stalph und Torhüter Robin Rohr in der 102. Minute nicht dieses Missverständnis passiert. Zumindest nicht in der Verlängerung, höchstens im Elfmeterschießen. Es ist sehr schade, aber das ist Fußball, wir sind ausgeschieden.“
Sebastian Schell hatte in der Extra-Zeit von einem Verständigungsproblem zwischen Rohr und Stalph profitiert und die Gastgeber mit 2:1 in Führung gebracht. Die Mannschaft von der Brauerstraße setzte anschließend alles auf eine Karte, zwei Kopfbälle von Kapitän Florian Schlich (108.) und André Marx (111.) verfehlten das anvisierte Ziel jeweils nur um Zentimeter. Lorenz Schmitt (114.) und Maurice Wrusch (120., Foulelfmeter) schraubten das Ergebnis gegen nun resignierende Eintracht-Spieler weiter in die Höhe.
Vor 200 Zuschauern auf dem Rasenplatz im Sportzentrum erwischte die Mendig/Bell den besseren Start: Milan Rawert drosch den Ball nach nur drei Minuten an die Unterkante der Latte. Der erste Treffer fiel jedoch sechs Minuten später auf der Gegenseite, als Dominik Schell nach einem Eckball am kurzen Pfosten per Kopf zur Stelle war. Danach verwaltete Morbach die Führung, zog sich zurück und ließ die SG kommen. Die Gäste fanden jedoch zunächst keine Lücken im Morbacher Abwehrbollwerk.
Im zweiten Abschnitt war es dann schließlich der starke Tim Montermann, der nach 56 Minuten den verdienten 1:1-Ausgleich besorgte. Es folgte ein offener Schlagabtausch, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. In der regulären Spielzeit waren die Gäste dem Siegtreffer näher, doch den längeren Atem hatten schließlich die Hausherren.
Keine Auswirkungen auf die Meisterschaft
„Auswirkungen auf die Meisterschaft hat diese Niederlage nicht. Wir schauen nicht nach hinten, sondern nach vorn“, erklärte Brück, der allerdings die prekäre personelle Situation trotz der beiden bulgarischen Neuverpflichtungen Antonio Donkov und Petar Milkov Shopov beklagte. In Morbach standen nur drei Auswechselspieler zur Verfügung, Alexander Court hatte kurzfristig auf die Mannschaftstour der Reserve verzichtet, um dem Team bei diesem wichtigen Spiel bei der FV Morbach zu helfen.
Nächstes Spiel am 8. August
Der Pokal der Saison 2020/2021 ist für die Eintracht nun Geschichte, doch schon rückt der neue Wettbewerb der Spielzeit 2021/2022 in den Mittelpunkt. Am Sonntag, 8. August, können die Vulkanstädter beim SV Masburg (Bezirksliga Mitte) einen neuen Anlauf nehmen. Die Partie wird um 14.30 Uhr auf dem Rasenplatz in Masburg angepfiffen.
SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Kodai Stalph, Björn Gilles, Florian Birnstock (106. Kenan Sehic), Antonio Donkov (106. Alexander Court), Tim Montermann (74. Petar Milkov Shopov), André Marx, Angelo Heid, Manuel Oster, Florian Schlich, Milan Rawert.
Auch André Marx (links) und Björn Gilles konnten das Blatt in Morbach nicht mehr wenden.
