Lokalsport | 09.04.2013

SV Wormersdorf 1946 e.V.: Fußball-Senioren, Kreisliga B

Derby endete mit 4 Feldverweisen

Wormersdorf. In einer hochemotionalen Partie erkämpfte sich die Reserve des VfL Rheinbach ein Unentschieden. Wie bereits eine Woche zuvor verschlief die Tomburg-Elf den Beginn. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung entblößte die Deckung und ein von Rheinbach quer gespielter Pass musste nur noch abgestaubt werden - 0:1 (3.). Nach einer Viertelstunde hat sich der Gastgeber gefangen und war spielbestimmend. Ein Fernschuss von Bastian Küpper wurde noch zur Ecke abgeblockt (15.). Kurz danach wurde Thorsten Declair von Felix Meyer steil geschickt. Declair lief alleine auf den guten Rheinbacher Schlussmann zu und zielte wohl etwas zu genau, links neben das Gehäuse (16.). Ein Foul an Daniel Schauf im Rheinbacher Strafraum bescherte einen Foulelfmeter, den Fabian Lülsdorf souverän zum 1:1 verwandelte (18.). Die Rheinbacher Offensive war in dieser Phase, gegenüber der ersten Viertelstunde, kaum noch vorhanden. Nur in der 21. Minute musste Luca Degen einen strammen und platzierten Ball entschärfen. Wormersdorf spielte fast nur auf das Rheinbacher Tor: Alex Mehl per Kopfball ans Außennetz (25.). Mehl auf Declair, der „schnibbelt“ aber am rechten Pfosten vorbei (26.). Schauf aus 16 Metern, zur Ecke abgelenkt (30.).

Erwähnenswert war noch eine Rheinbacher Gelegenheit, die aber von Degen in einer Eins-gegen-Eins-Situation abgewehrt werden konnte (36.). Mehl setzte sich über die rechte Angriffsseite durch, passte scharf in den 5-Meterraum und fand mit Nick Brachmann einen Abnehmer - 2:1 (38.).

Fazit 1:

Halbzeit: Die erste Viertelstunde war Rheinbach gefährlicher und führte verdient mit 1:0. Danach Wormersdorf mit mehr Elan und einer dann verdienten 2:1-Führung..

Der zweite Durchgang lief etwas aus dem Ruder. Rheinbach kam mit Vehemenz in diese Halbzeit, die noch einiges zu bieten hatte. Zunächst war es Lülsdorf, der über die linke Seite sein Glück versuchte, aber der Rheinbacher Keeper hielt (47.). Eine Flanke von Declair auf den Kopf von Mehl wurde ebenfalls von Nils Schauten vereitelt (53.). Rheinbach kam in der 59. Minute zum ersten gefährlichen Angriff aber knapp rechts vorbei. Dennoch hatte Rheinbach wiederum die ersten 15 Minuten bestimmt.

Nach einer guten Vorarbeit von Küpper konnte Lülsdorf auf 3:1 erhöhen (64.). In unmittelbarer Folge erhielt ein Rheinbacher Gelb-Rot. Die Emotionen waren nicht mehr so richtig unter Kontrolle. Durch eine starke Einzelleistung der Rheinbacher Nummer elf konnte auf 3:2 verkürzt werden (66.). Nach Vorarbeit von Lülsdorf erzielte Schauf das 4:2 (70.). Ob der Entscheidungen des Referees wurde heftig diskutiert und es hagelte gelbe Karten. In der 74. Minute dezimierte sich Rheinbach durch die zweite gelbrote Karte. Es wurde ein Krimi: 9 Rheinbacher gegen 4:2 führende Wormersdorfer. Aus abseitsverdächtiger Position erzielte der Gast das 4:3, wohlgemerkt in doppelter Unterzahl (79.). Declair mit Gelb in der 88. Minute. Durch den Schiedsrichter werden drei Minuten Nachspielzeit angezeigt. Kämpfende Gäste versuchten das beinahe Unmögliche und erzielten in der 93. Minute das 4:4. Im Anschluss bekamen dann nach verbalen Auseinandersetzungen Steffens rot und Declair gelbrot (93.).

Fazit 2:

Zu viele negative Emotionen bestimmten dieses Spiel. Wormersdorf gab in den letzten Minuten den Dreier aus der Hand.

Es spielten:

Degen, Meyer, Hinz, Gammel, Mattick, Lülsdorf (70. Brüggemann), Brachmann, Schauf (70. Steffens), Declair, Küpper, Mehl (80. Rader)

Tore: 0:1 - (3.), 1:1 - Fabian Lülsdorf (FE) (18.), 2:1 - Nick Brachmann (38.), 3:1 - Fabian Lülsdorf (64.), 3:2 - (66.), 4:2 - Daniel Schauf (70.), 4:3 - (79.), 4:4 - (90. + 3).

Am nächsten Sonntag, 14. April, folgt das Spitzenspiel beim FC Pech, wo eventuell eine kleine Vorentscheidung fallen könnte.

Kreisliga C

Die Zweite punktet weiter und hat das wichtige Spiel gegen einen direkten Konkurrenten nicht verloren: Dieses Spiel hatte eigentlich auch keinen Sieger verdient. Die Effizienz beider Angriffsreihen war signifikant schlecht. Riesengelegenheiten auf beiden Seiten wurden ausgelassen und die Torleute hatten genügend zu tun.

Erste Gelegenheit durch die Gäste in der 14. Minute: Fehlpass in der Wormersdorfer Abwehr, ein Swisttaler nutzt dies, aber Torwart Jürgen Breitkopf mit einer guten Reaktion. Danach hatte Stefan Moog mehrfach die Tomburg-Führung auf dem Fuß. Eine weitere Großchance wurde durch Breitkopf vereitelt (39.). Sascha Wenn versuchte es aus 20 Metern, der Ball landete knapp links über der Latte (43.). Achim Keet`s Versuch streift den Pfosten (44.).

Es war die Halbzeit der vergebenen hundertprozentigen Möglichkeiten, die gar nicht alle aufgeführt werden können. Es hätte auch 5:5 stehen können, aber es blieb beim 0:0.

Die zweite Halbzeit glich der Ersten: Chancen auf beiden Seiten zuhauf. Kris Schnau eröffnete nach Pass von Keet das Scheibenschießen in Durchgang zwei (46.). Erneut Keet aus 16 Metern, knapp vorbei (50.). Chance für Swisttal in der 60. Minute - links vorbei.

Die bis dahin äußerst faire Partie wurde ruppiger und kampfbetonter. Moog über links, beinahe ein Eigentor der Gäste (61.). Danach konnte, 20 Minuten lang, keinem der beiden Teams mehr etwas Besonderes gelingen. Nach einer scharfen Gästeflanke von links grätschte, der sonst souveräne, Matthias Bremmekamp unglücklich ins eigene Gehäuse (86.), 0:1. Der Bann war gebrochen: Ein umstrittener Handelfmeter ermöglichte Thorben Declair den Ausgleich (88.) zum 1:1. Dazu gab es Rot für den Swisttaler Kapitän, der dem sonst gut pfeifenden Referee „etwas“ entgegnete.

Fazit:

Die Partie hatte keinen Sieger verdient und so ist dieses Unentschieden als gerecht zu verbuchen. Über ein 10:10 hätten sich die Zuschauer mehr gefreut.

Es spielten:

Breitkopf, Markovic, Schmitz, M. Bremmekamp, Wenn, B. Bremmekamp, Steffen-Lunnebach, Keet (85. Ibraimi), Moog, K.Schnau (62. Declair), Liß.

Tore: 0:1 - ET (86.), 1:1 - Thorben Declair - HE (88.).

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