Realschule plus Cochem
Die Farben Frankreichs würdig vertreten
Cochem. Nach der Jungen-WM 2014 und der Mädchen-WM 2015 nahm die Realschule plus Cochem zum dritten Mal am Schulfußballturnier in Blankenfelde-Mahlow (Ortsteil Dahlewitz) in der Nähe von Berlin teil. In diesem Jahr wurde die Europameisterschaft aus dem vergangenen Jahr nachgespielt. Wie bei den vorangegangenen Turnieren vertrat die Cochemer Delegation die Farben Frankreichs.
Neben der Teilnahme am Fußballturnier standen auch einige kulturelle Unternehmungen auf dem Programm. Den Auftakt machte am Dienstagmorgen der Besuch des Bundestags. Zunächst nahm die Gruppe an einem Vortrag auf der Besuchertribüne teil, dann wurde die Kuppel des Reichstagsgebäudes besichtigt. Im Anschluss daran waren die Realschüler auf Einladung von Heike Raab (SPD) in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz zu Gast. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler viele interessante Informationen über die Arbeit der Landesvertretung in Berlin und waren anschließend zum Mittagessen eingeladen.
Danach wurde den Wachsfiguren bei Madame Tussauds ein Besuch abgestattet. Nach einer kurzen Pause folgte der eigentliche Höhepunkt des Tages. Mit dem Bus machte sich die Gruppe, bestehend aus Fußballern, Tänzerinnen und Reportern, auf den Weg nach Dahlewitz, um dort an der Eröffnungsfeier der Schul-EM teilzunehmen. Die Gastgeber der Oberschule Blankenfelde-Mahlow, Matthias Stiller und Biggi Starke, hatten, wie bereits bei den vergangenen beiden Turnieren, ein buntes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, zu dem die Tänzerinnen der Realschule plus Cochem erneut einen Beitrag beisteuerten. Am Mittwoch fand die Vorrunde des Turniers statt. Da das Turnier, im Gegensatz zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich, nicht mit 24, sondern mit 18 Mannschaften gespielt wurde, spielten die Realschüler aus Cochem in einer Dreiergruppe in Hin- und Rückspiel gegen Rumänien (Oberschule Blankenfelde-Mahlow 4) und die Schweiz (Oberschule Werder/Havel). Nach vier Siegen aus vier Spielen qualifizierten sich die „Cochemer Franzosen“ ohne Gegentor souverän fürs Achtelfinale.
Ziel Viertelfinale
Am darauffolgenden Donnerstag wurden die K.-o.-Spiele bestritten. Bei den vergangenen beiden Turnieren war jeweils im Achtelfinale Endstation. Und so hieß das Ziel, mindestens ins Viertelfinale zu kommen. Dazu musste im Achtelfinale Belgien (Oberschule Ludwigsfelde) geschlagen werden. Nach anfänglicher Nervosität kamen die Cochemer Spieler immer besser ins Spiel und gewannen mit viel Einsatz und Leidenschaft mit 1:0.
Im Viertelfinale konnte die Mannschaft von der Oberschule Rangsdorf, die für Portugal antrat, mit 2:1 bezwungen werden. Mit dem gleichen Ergebnis wurde Spanien (Gymnasium Blankenfelde) im Halbfinale besiegt.
Im Finale traf die Realschule plus Cochem erneut auf die Schweiz (Oberschule Werder/Havel). In einem spannenden Spiel zeigte die Cochemer Mannschaft eine starke Leistung. Es war den Spielern anzumerken, dass sie dieses Finale unbedingt gewinnen wollten. Die Tänzerinnen und Reporter fieberten auf der Tribüne mit und feuerten lautstark an. Die Fußballer kämpften um jeden Ball und belohnten sich mit dem 1:0-Siegtreffer. Danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Die beste Mannschaft
Die Mannschaft steigerte sich von Spiel zu Spiel. So bescheinigten auch die gegnerischen Betreuer, dass die beste Mannschaft des Turniers den Pokal mit nach Hause nimmt. Ein tolles Lob für die Spieler aus Cochem.
Aber auch das Team hinter dem Team war mit vollem Einsatz dabei. Die Tänzerinnen feuerten nicht nur lautstark an, sondern führten vor dem Endspiel noch einmal ihren Tanz auf. Die Reporter führten Interviews, machten Fotos und drehten Videos, so dass sich die Fußballer mehrfach ihre Tore noch einmal auf dem Smartphone anschauen konnten.
Am Donnerstagabend blieb nicht viel Zeit zum Feiern. Das letzte Ziel der Reise war der Friedrichstadt-Palast, wo sich die Cochemer Schüler mit ihren Lehrern die Vorstellung „The one grand show“ anschauten. So ging eine schöne, ereignisreiche und vor allem erfolgreiche Berlinfahrt dem Ende entgegen. Betreuende Lehrer waren Kerstin Rott, Norbert Wetzstein und Stefan Elsen.
