Lokalsport | 05.08.2024

Fußball-Rheinlandpokal, erste Runde

Die Gäste hatten das bessere Ende für sich

SV Eintracht Mendig unterlag der SG Vordereifel Müllenbach mit 5:6 (2:2, 1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen

Vollversammlung im Mendiger Strafraum.  Foto: SK

Mendig.Schon in der ersten Runde des Fußball-Rheinlandpokals war Schluss: Der in der Bezirksliga Mitte beheimatete SV Eintracht Mendig verlor gegen Rheinlandliga-Aufsteiger SG Vordereifel Müllenbach unglücklich mit 5:6 (2:2, 1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen. Die 240 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße im Baumaschinen-Junglas-Stadion sahen eine über weite Strecken emotionslose Partie, die erst nach einer guten Stunde Fahrt aufnahm und schließlich in eine vogelwilde Begegnung ausartete, inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen.

„In der ersten Halbzeit habe ich die Vorteile bei uns gesehen, im zweiten Abschnitt war der Gegner besser. In der Verlängerung standen wir ständig auf dem Gaspedal, wir hätten den Sack zumachen müssen“, fasste Eintracht-Trainer Damir Mrkalj zusammen. „Bitter war es für Lars Assenmacher: Zunächst hielt er uns am Leben, am Ende wurde er irgendwie zum tragischen Helden. Nichtsdestotrotz bin ich stolz auf die Mannschaft. Ein Elfmeterschießen ist immer eine Lotterie. In der Meisterschaft geht es zum Auftakt nach Oberzissen, danach kommt Metternich zu uns. Die Schlagzahl bleibt hoch bei uns.“

„Dass es wild werden kann, das wussten wir vorher. Der späte Ausgleich kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit und der Mendiger Führungstreffer in der Verlängerung waren zwei echte Nackenschläge für uns. Wir haben aber bewiesen, dass wir uns von solchen Dingen nicht unterkriegen lassen und wir immer zurückschlagen können. Das gibt uns ein gutes Gefühl, das nehmen wir mit“, atmete SG-Übungsleiter Tobias Jakobs auf.

Mit ihrer ersten richtigen Gelegenheit waren die Gäste in Führung gegangen, Julian Schmitz drückte eine Hereingabe von Lars Johann aus kurzer Distanz über die Linie (59.). Milan Rawert hatte das 1:1 auf dem Kopf, doch sein Versuch landete in den aufnahmebereiten Armen von SG-Schlussmann Dominik Brietz (81.). 120 Sekunden nach seiner Einwechslung gelang Joker Assenmacher mit einem abgefälschten Drehschuss der nicht mehr für mögliche gehaltene Ausgleichstreffer (87.).

In der 97. Minute profitierte Assenmacher von einem Missverständnis der SG-Defensive und spitzelte den Ball an Torwart Brietz vorbei über die Linie. Postwendend staubte der ebenfalls eingewechselte Dawid Koczyba zum 2:2-Ausgleich ab (112.). In der Folgezeit ließ Rawert zwei große Möglichkeiten liegen: Allein vor Brietz setzte er den Ball am rechten Winkel vorbei (113.), 60 Sekunden später fand Rawert nach einer Vorlage von Michael Koch aus zwei Metern in Brietz seinen Meister. Der Torhüter der SG Vordereifel hatte sein Team damit endgültig ins Elfmeterschießen gerettet. Dort hatten die Gäste das bessere Ende für sich.

SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Carsten Thelen, Kodai Stalph, Alexej Eberhardt, Nikolas Groß, Daniel Ley (78. Michael Koch), Jacob Groß (85. Lars Assenmacher), Leonard Zerwas (46. Milan Rawert), Brice Braquin, Tim Montermann, Meris Ramic (66. Julian Groß).

SG Vordereifel Müllenbach: Dominik Brietz, Lars Johann, Paul-Jordan Michels, Julian Schmitz, Daniel Kossmann, Jannis Gorges (106. Lukas Mey), Christoph Gerhartz (100. Dawid Koczyba), René Hanke, Jan Fritz, Marius Goebel (75. Manuel Daum), Fabian Windheuser.

Schiedsrichter: Manuel Mück (Koblenz).

Zuschauer: 240.

Torfolge: 0:1 Julian Schmitz (59.), 1:1, 2:1 Lars Assenmacher (87., 97.), 2:2 Dawid Koczyba (112.).

Elfmeterschießen: 1:0 Alexej Eberhardt, 1:1 Daniel Kossmann, 2:1 Milan Rawert, Robin Rohr hält gegen Lars Johann, 3:1 Brice Braquin, 3:2 René Hanke, Dominik Brietz hält gegen Tim Montermann, 3:3 Jan Fritz, Lars Assenmacher schießt über das Tor, 3:4 Lukas Mey.

Vollversammlung im Mendiger Strafraum. Foto: SK

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