Lokalsport | 03.09.2019

SG Puderbach/Daufenbach/Urbach-Dernbach in der Saison 2019/20

Die Zukunft liegt in der Jugend

Wolfgang Biegel will mit dem eigenen Nachwuchs den Altersdurchschnitt senken

Puderbach. Seit drei Wochen läuft nun die Saison in der Kreisliga A. Mit dabei ist natürlich auch die SG Puderbach/Daufenbach/Urbach-Dernbach. Und das bisher sehr erfolgreich, denn durch den 7:1-Erfolg am letzten Sonntag beim Tabellenführer VfL Oberbieber steht das Team nun auf Platz zwei in der A-Liga. Die Kombinierten gehören zu den Traditionsvereinen in der Region. Grund genug, einmal beim sportlichen Leiter des Clubs Wolfgang Biegel vorbei zu schauen, um mit ihm über die sportlichen Ziele des Clubs und seine Zukunftsvisionen zu sprechen.

„BLICK aktuell“: Nach drei Pflichtspielen auf Kreisebene ist das Team der SG Puderbach noch immer ungeschlagen. Dies bestätigt die Vorschlusslorbeeren der Konkurrenz, die den Club als einen der Favoriten auf den Titel in dieser Saison ansehen.

Wolfgang Biegel: Natürlich wäre das ein schöner Saisonabschluss. Aber so vermessen sind wir nicht. Wir haben hier ein gewachsenes Team, welches im Vorjahr mit Platz fünf ein gutes Ergebnis ablieferte. Dieses konnten wir mit fünf Akteuren, davon auch zwei Ehemalige verstärken. Wenn wir verletzungsfrei bleiben, haben wir das Potenzial, vorne mitzuspielen. Ob es für ganz oben reicht, muss sich dann noch herausstellen. Was viel wichtiger wird, ist, das wir endlich den Fokus wieder auf den eigenen Nachwuchs legen. Aktuell laufen wir Gefahr, zu überaltern. In unserem 24 Mann starken A-Klassenkader befinden sich sieben Spieler, die 30 Jahre oder älter sind. So rückte zum Beispiel in dieser Saison kein einziger A-Jugendspieler in den Seniorenbereich auf. Da müssen wir den Hebel ansetzen und das werden wir auch. Ich persönlich würde schon nochmal gerne in die Bezirksliga aufsteigen. Dies wäre für den Verein nicht unbedingt ein größerer Aufwand, weil Puderbach recht zentral liegt. Für noch höhere Ziele wie Rheinlandliga haben wir aber keine finanziellen Möglichkeiten. Dies war schon zu Zeiten der SG Holzbachtal ein Balanceakt. Auch damals profierte der Verein vom eigenen Nachwuchs. Seinerzeit hatten wir über Jahre eine hervorragende Jugendarbeit, die jedes Jahr 3 - 4 Spieler für die erste Mannschaft herausbrachte.

„BLICK aktuell“: Die SG Holzbachtal war, mit der SG Ellingen, über einige Jahre im Westerwald auf Augenhöhe mit Wirges, Betzdorf und Eisbachtal, wäre sowas nochmal möglich?

Wolfgang Biegel: Ich glaube nicht, wir bekommen heute z.B. schon E Jugendspieler abgeworben, es ist unheimlich schwer, gute Jugendspieler zu halten, wenn die 1. Mannschaft nur A-Klasse spielt. Außerdem ist der Kostenfaktor für die weiten Fahrten bis in den Trierer Raum Stand heute nicht zu stemmen. Wenn wir die Jugendmannschaften jeweils in der Bezirksliga etablieren, wäre schon viel erreicht.

„BLICK aktuell“:  Nach dieser erfolgreichen Zeit hat die SGP lange gebraucht, um wieder Fuß zu fassen. Ende des letzten Jahrtausends ging es sogar bis hinunter in die B-Klasse. Mittlerweile hat sich der Club ja wieder in der A-Klasse etabliert und konnte sogar nach einem neuerlichen Zwischenhoch mit fünf Jahren Bezirksliga auch dem Abstieg 2015 verkraften. Worin lagen seinerzeit die Probleme?

Wolfgang Biegel:  Ich möchte da nur von den letzten fünf bis sechs Jahren sprechen, es waren die Strukturen, die ich bereits anfangs angesprochen hatte. Nach dem Abstieg in die A-Klasse mit der Verpflichtung von Marc Oding gab es hier eine Wende. Marc hat wieder Ordnung und Struktur reingebracht und nutzte seine Kontakte zur Jugend. So baute er seinen A-Jugend Jahrgang 1996/97, den er mal trainiert hat, in das Team mit ein. Davon profitieren wir heute auch noch. Wir haben auch eine gute Stimmung in der Truppe, trotz größeren Altersunterschieds.

„BLICK aktuell“:  Allerdings gehört der Verein auch zu den Clubs, die in Sachen Infrastruktur im Westerwald bestens aufgestellt sind.

Wolfgang Biegel: Das stimmt. Das sind fast schon paradiesische Zustände. Wir haben zwei Kunstrasenplätze in Urbach und Puderbach sowie in Raubach einen nagelneuen Rasenplatz. Dazu sind die Kunstrasenplätze durch die Schulen mit Übungsgerätschaften sehr gut ausgestattet. Allerdings habe ich persönlich den Platz in Daufenbach auch noch nicht aufgegeben. Ein vierter Platz würde, bei insgesamt zwölf gemeldeten Mannschaften, davon drei Seniorenteams, manches erleichtern. Unsere Trainer aber haben sich auch noch nie über die Bedingungen beschwert.

„BLICK aktuell“: Zurück zum aktuellen Geschehen. Wie schätzt Du die Konkurrenz in diesem Jahr in der A-Klasse ein?

Wolfgang Biegel: Die Klasse ist wesentlich breiter aufgestellt als noch vor einigen Jahren. Vor allem spielerisch haben sich hier die Teams weiterentwickelt. Dazu haben auch die beiden Aufsteiger aus Sankt Katharinen und Ransbach-Baumbach beigetragen. Viele Spieler, die bereits höherklassig aktiv waren, haben mittlerweile im Oberhaus des Kreises ihre Heimat gefunden. Die Liga ist somit ausgeglichener als letzte Saison.

„BLICK aktuell“: Persönliche Frage zum Schluss. Gibt es durch das Engagement bei der SGP keine terminlichen Engpässe? Wer Dich kennt, weiß, dass du früher Europa bereist hast, um deine Bayern zu unterstützen?

Wolfgang Biegel: Das ist richtig, ich bin aber letztes Jahr mit Mitgliedsnummer 2091 nach rund 40 Jahren ausgetreten: Der Profifußball ist nicht mehr meine Welt. Ich habe großen Spaß mit unseren Jungs und das nicht nur mit der ersten Mannschaft. Wenn ich dies noch ein paar Jahre mitmachen kann, ist das auch ok. Ich muss nicht mehr mittwochs nach Madrid oder London fahren, mir reicht auch Ellingen oder Neitersen.

TH

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