SV Rot Weiß Queckenberg ließ es qualmen
Die „alte Dame“ vom Mount Queck geschossen
SV Rot Weiß Queckenberg - Hertha Buschhoven 5:1 (1:0)
Queckenberg. Der goldene Herbst erwärmte den zuletzt doch recht arg erkalteten Mount Queck und bot Kaiserwetter an, als der SV Rot Weiß Queckenberg (RWQ) die Reserve von Hertha Buschhoven empfing. In der Woche davor musste sich der RWQ den Auswirkungen einer abermals deftigen 0:7-Klatsche beim FC Pech II stellen. Trainer Uwe Lohaus stellte unmittelbar nach Abpfiff sein Amt zur Verfügung. Verein und Spieler möchten sich bei ihrem bisherigen Übungsleiter für die gute Arbeit und das hohe Engagement bedanken, welches jedoch, warum auch immer, nicht von erfolgreichen Ergebnissen gekrönt wurde.
Es qualmte mächtig auf dem Hochplateau
Die Vorbereitung auf das Spiel sowie die Einstellung der Kerle von der Madbach übernimmt vorerst Stefan Bures, bis ein neuer Trainer gefunden ist. Gegen die alte Dame aus Buschhoven wurde er dabei hervorragend vom Fußballfuchs Uwe Müller an der Seitenlinie unterstützt. In der Spielansprache muss wohl viel Feuer gewesen sein, denn unmittelbar nach Anpfiff qualmte es mächtig auf dem Hochplateau und laut Augenzeugenberichten verdunkelten rot-weiße Wolken den Himmel über dem Heinrich-Kessel-Sportfeld. Der Spielertrainer zog emsig und gewieft alle Fäden in der Schaltzentrale und schmiss ständig neue Kohlen in den Queckenberger Hochofen. Bereits nach sechs Minuten legte Sturmtank Klimaszewski das Runde ins Eckige und verpasste nur Minuten später in aussichtsreicher Position das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Nach gut 25 Minuten brannte die Angriffsflamme nicht mehr ganz so lichterloh und der Gast befreite sich etwas, ohne jedoch den Watty-Kasten ernsthaft in Gefahr zu bringen. Gegen Ende der ersten Halbzeit bliesen alle Queckies nochmals kräftig in die Glut und spielten sich abermals Chancen heraus (Münch, Kansiray, Bures), es blieb allerdings bei der knappen, jedoch hoch verdienten Führung.
Eiskalt erwischt - Ausgleich
Im zweiten Durchgang wurde der RWQ zunächst eiskalt erwischt, als nach gerade einmal 180 Sekunden der Ausgleichstreffer erzielt wurde. Damit reizten die Herthaner das Queckenberger Gemüt allerdings doch zu sehr. Immer wieder flitzten jetzt die quirligen Flügelstürmer die Außenlinien entlang, wurden dabei meist prächtig von der Defensivabteilung auf Reisen geschickt. Und in der 51. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt, als Neuzugang Kansiray das Spielgerät nach Klemm-Flanke zwischen Schlussmann und Pfosten durchspitzelte. Auch danach spielte sich das Geschehen im Einbahnstraßenfußball gen Buschhoven-Gehäuse ab. Abwehrrecke Declair dirigierte seine Jungs wie ein Kapellmeister sein Orchester und gönnte den gegnerischen Stürmern keinen Zentimeter der heißen Asche. Nachdem sich Müller bereits mehrmals seine nur noch spärliche Haarpracht raufte ob der vergebenen Großchancen, brachte schließlich Münch den Fußballolymp zum Beben. Nachdem er bereits im ersten Durchgang das Leder an den Innenpfosten gedroschen hatte, belohnte er sich nun endlich für seine seit Wochen bestechende Form mit seinem Premierentreffer für den RWQ (69.). Weitere acht Minuten später ließ sich Jan „Waffenschmidt“ nicht lange bitten und zirkelte aus 15 Metern halbrechter Position die Kugel in den linken Gambel. Doch damit war es immer noch nicht genug; Klimaszewski schraubte seine Torausbeute weiter in die Höhe, als er nach Bures-Zuckerpass den Torwart zum Tänzchen einlud und nach dessen Schrittfehler den Endstand markierte (88.).
Das Spiel stand kurz vor einem Abbruch
Noch ein aufrichtiges Wort zu den unschönen Begleiterscheinungen: dass das Spiel kurz vor einem Abbruch stand, hatte weniger mit den 22 Akteuren auf dem Platz zu tun als mit einer absolut inkonsequenten Spielleitung des Schiedsrichters. So hatten beide Seiten ständig das Gefühl, dass er nicht unbedingt auf Ballhöhe agierte und so manche Entscheidung doch recht fragwürdig erschien. Leider geriet dadurch der nie in Frage stehende und auch in dieser Höhe vollkommen verdiente Sieg der Queckies etwas in den Hintergrund. Aber dafür kann man ja die nächste Gelegenheit nutzen, sich sportlich zu verewigen, wenn man am Sonntag, 22. Oktober ab 13 Uhr beim Ligaprimus SC Muffendorf II rot-weiße Fußballkost darbietet.
Aufstellung: P. Watty, Declair, S. Meixner, von Sturm, Breuer, Wappenschmidt, Klemm, Münch, Bures, Kansiray, Klimaszewski.
Verstärkung: T. Meixner, Kaya, O. Degirmen.
