Koblenzer Hockeyspielerin fährt nach Rio
Die olympische Atmosphäre hautnah erleben
Alina Rinke nimmt am Deutschen Olympischen Jugendlager teil
Koblenz. 50 Jugendliche aus 14 Bundesländern sind dabei, wenn die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro eröffnet werden und das Deutsche Olympische Jugendlager beginnt. Durch ihre sportlichen Leistungen sowie ihr freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in ihrem Sport haben sich die Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren für die Teilnahme am Olympischen Jugendlager empfohlen. Damit sind über 30 Sportarten in Rio de Janeiro vertreten. Neben den klassischen Sportarten wie Leichtathletik oder Schwimmen sind die Teilnehmer auch in den Disziplinen Triathlon, Badminton, Golf und Hockey vertreten.
Seit ihrem neunten Lebensjahr ist Alina Rinke im Hockeysport beim Hockeyclub Rot-Weiß Koblenz aktiv. Angefangen hat sie bei den Mädchen C und nach Zwischenstationen bei den Mädchen B und A sowie der weiblichen Jugend B spielt sie nun als Stammkraft und wichtige Stütze in der Damenmannschaft der Koblenzerinnen. Doch die meiste Freizeit verbringt sie mit der Leitung des Trainings zusammen mit Christian Hauer bei den Mädchen- und Knabenmannschaften in allen Altersklassen. Neben zahlreichen Übungsstunden im Sommer auf dem Platz und im Winter in der Halle organisiert sie die Wettkampftage der Mädchen sowie die Teilnahme an Hockeyturnieren und das vereinseigene Hockeycamp für den Nachwuchs.
Im vergangenen Winter führte sie zusammen mit ihrer Vereinskameradin Laura Scherer einen Sporterlebnistag für Flüchtlinge in Koblenz mit dem Schwerpunkt Hockey und Fußball durch. Viele Flüchtlinge waren sehr dankbar für diese Abwechslung im eintönigen Lageralltag.
Bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft erhielten die beiden Sportlerinnen vom Deutschen Hockeybund vor dem Finalspiel das Zertifikat für junges Engagement im Verein als Anerkennung für ihren Einsatz als Trainer, Betreuer und Organisator.
Eine ganz besondere Über- raschung zum 18. Geburtstag
Aus über 150 Bewerbern aus ganz Deutschland wurden 50 junge Menschen aus den verschiedensten Sportarten ausgewählt. Alina Rinke erhielt die Mitteilung über ihre Auswahl als besondere Überraschung anlässlich ihres 18. Geburtstages in diesem Jahr. Sie freut sich schon sehr auf den 16-tägigen Aufenthalt in Brasilien, denn damit ist sie zusammen mit den anderen Jugendlichen ein Teil der deutschen Olympiamannschaft und repräsentiert die Vielfalt Sportdeutschlands.
Als Vorbereitung diente ein Treffen im Mai in Köln. Dort lernten sich die jungen Leute kennen und durch Vorträge und Workshops erhielten sie einen umfassenden Einblick auf das Jugendlager in Rio.
Ein buntes olympisches Programm aus Sport, Kultur und Bildung
Hintergrund des Projekts: Das Deutsche Olympische Jugendlager unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes wird anlässlich der jeweiligen Sommer- und Winterspiele schon seit über 100 Jahren durchgeführt. Es richtet sich an Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren. Junge erfolgreiche und sozial engagierte Sportlerinnen und Sportler im Nachwuchsbereich bekommen die Chance, die olympische Atmosphäre hautnah zu erfahren. Die Jugendlichen erleben während der Spiele ein buntes olympisches Programm aus Sport, Kultur und Bildung, das sie für ihr weiteres Engagement motiviert.
Aufenthalt in Brasilien
Vom 4. bis 20. August 2016 werden die Jugendlichen in der Deutschen Schule Corcovado in Rio untergebracht sein. Auf dem Programm stehen Besuche von Wettkämpfen und eigene sportliche Aktivitäten, kulturelle Unternehmungen, Dialogforen, Workshops und Diskussionsrunden mit Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmern.
„Zentrales Anliegen ist auch das Kennenlernen der Lebensrealität von Jugendlichen vor Ort. Der Sportnachwuchs bekommt unter anderem Einblicke in soziale Projekte der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) und soll sich in Rio ein eigenes Bild von der Situation in Brasilien machen“, sagt Benny Folkmann, der Leiter des Deutschen Olympischen Jugendlagers und Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend. „Die olympischen Einrichtungen stehen im Einklang mit dem interkulturellen Austausch vor Ort. Für alle Beteiligten sind Werte wie Fairness, Toleranz und Freundschaft auch über das Ereignis hinaus von Bedeutung“, ergänzt Tobias Knoch, der Direktor der Deutschen Olympischen Akademie und stellvertretender Leiter des Jugendlagers in Rio.
Pressemitteilung
Hockey Rot-Weiß Koblenz
