Basketball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
Dieser Überraschungssieg lässt hoffen
Trimmelter SV - TuS Treis-Karden 77:85 (28:26, 46:45, 64:68)
Trier. „Alles ist wieder möglich. Durch diesen Erfolg sind wir weiter im Rennen“, strahlte Marek Betz nach der Partie seines TuS Treis-Karden beim Tabellenzweiten Trimmelter SV. Durch diesen Sieg sorgten die Moselaner dafür, dass Spitzenreiter TV Bad Bergzabern noch vor der Schlusssirene der Partie in Trier die Meisterschaft feiern konnte. Doch dies interessierte an diesem Abend niemanden in der Halle des Trimmelter SV. Die Hausherren waren niedergeschlagen. Nicht wegen des verpassten Titels. Mit dem hatte aufgrund des großen Rückstands auf Bad Bergzabern eh keiner mehr gerechnet. Aber die erste Heimniederlage wurmte die Hausherren dann doch. Aber darauf konnte im Lager des TuS Treis-Karden keiner Rücksicht nehmen. Die Moselaner haben nun ihr eigenes Saisonziel vor Augen. Und daran wurde Stück für Stück gearbeitet. Viertel für Viertel arbeitete sich das Betz-Team heran. Nachdem der TuS zeitweise bereits neun Punkte hinten lag, hatte sich das Team bis zur Pause bis auf einen Punkt herangearbeitet. Im dritten Viertel erspielte sich der TuS dann erstmals sogar selbst einen Neun-Punkte Vorsprung (62:51), den die Gastgeber wiederum egalisierten. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und setzten sich durch zwei erfolgreiche Würfe wieder ab und hatten sich somit für das abschließende Viertel bereits vier Punkte plus erarbeitet. Am Ende hatten die Treis-Kardener diesen Vorsprung verdoppelt und somit den Überraschungserfolg eingetütet. „Anfangs kamen wir mit dem System der Gastgeber überhaupt nicht zurecht. Aber meine Mannschaft hat sich ins Spiel gekämpft und hatte somit das glücklichere Ende auf ihrer Seite“, freute sich Betz über den Sieg beim Liga-Zweiten. „Jetzt haben wir es eigentlich wieder selbst in der Hand. Wenn wir beide Spiele gewinnen, bleiben wir auch in der Oberliga.“
TuS Treis-Karden: Adams (4), Biller (6), Friedrich (6), Haupt, Küpper (14), C. Nitzsche (6), S. Nitzsche (18), Schmengler (15), Seimet (14), Sewenig (2).
Vorschau
An der Mosel heißt es: Rechenschieber raus. Der Klassenverbleib des TuS Treis-Karden ist nach dem Überraschungserfolg beim Trimmelter SV wieder möglich, aber eben schwierig. Mit den Moselanern zittern noch fünf weitere Teams um die Ligazugehörigkeit, wobei letztendlich zwei Teams am Ende wohl aussortiert werden. Mit zwei Siegen wären die Moselaner auf jeden Fall durch. Doch dies erscheint sehr unwahrscheinlich, da mit dem Besuch des Oberligameisters noch eine sehr schwierige Aufgabe auf die Mannschaft wartet. Bei Durchsicht der abschließenden beiden Spieltage ist allerdings davon auszugehen, dass Saarlouis und auch Nieder-Olm herausfallen werden, da diese beide mit zwei Punkten gegen den 1. FC Kaiserslautern, wovon auszugehen ist, bereits durch sind.
Einer der ersten Kandidaten wäre der BBC Fastbreakers Rockenhausen, der am nächsten Samstag Gastgeber des TuS Treis-Karden ist. Für den gewünschten Ligaverbleib ist ein Sieg des TuS in der Pfalz zwingend notwendig. Sollte der Sieg mit mehr als elf Punkten ausfallen, so wären die Rockenhausener, zumindest aus Sicht des TuS, weggefallen. Sollten am gleichen Tag auch der TVG Baskets Trier die Punkte in Speyer lassen, hätte sich der TuS in der Tabelle schon zwei Plätze nach oben gearbeitet. Das Schlüsselspiel wäre das Duell Trier gegen Saarlouis. Bei einem Sieg von Saarlouis würde Trier auf dem Abstiegsplatz verbleiben, da TuS Treis-Karden im direkten Duell mit den Basketballern aus der Römerstadt besser dasteht. Bei allen anderen Ergebnissen wäre für die Mannschaft von der Mittelmosel wohl vorerst die Oberligazeit beendet. TH
