Gewerbeverein Swisttal ehrte zwei Persönlichkeiten aus dem Sport
Dimitrios Lautenschläger und Angelika Hansen wurden ausgezeichnet
Swisttal-Buschhoven. Auf dem Swisttaler Sportlertag ehrte der Gewerbeverein Swisttal mit einem geteilten Sonderpreis zwei Persönlichkeiten des Swisttaler Sports. Es sollte damit die langjährige und außerordentliche Leistung einzelner ehrenamtlich tätiger Funktionsträger in den Sportvereinen gewürdigt werden. Der geteilte Sonderpreis wurde Angelika Hansen (SV Hertha Buschhoven) und Dimitrios Lautenschläger (Taekwondo-Verein Swisttal) verliehen.
„Wir können das ehrenamtliche Engagement nicht hoch genug schätzen. Deshalb ehren wir in diesem Jahr Angelika Hansen und Dimitrios Lautenschläger für ihr vorbildliches Engagement in ihren Vereinen und für unsere Gesellschaft mit dem Ehrenpreis über 250 Euro, gestiftet vom Gewerbeverein Swisttal“, führte Winfried Hündgen, Vorsitzender des Gewerbevereins, aus und fügte hinzu: „Wichtig über den Ehrenpreis hinaus ist die kontinuierliche Unterstützung der Sportvereine mit Ideen, Sponsoring und Kontakten. Der Gewerbeverein und seine Mitglieder können und wollen dazu beitragen, dass Sport seine kreative Kraft zur Förderung von Inklusion, Integration und dem gesellschaftlichen Miteinander entfalten kann.“
Angelika Hansen leitet seit neun Jahren die Abteilung Reha-Fitness-Gesundheitssport. Sie hat das Ziel, durch das Angebot im Rehabilitations- und Behindertensport in Swisttal den Teilnehmern eine Teilhabe am sozialen Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu nimmt sie regelmäßig an Fortbildungen teil. Sie baut über den Rehasport hinaus Brücken in die dörfliche Gemeinschaft durch die Integration von durch Krankheit, Hinfälligkeit und Alter isolierten Menschen. Diese erhalten die Möglichkeit, Schritt für Schritt wieder am sozialen Leben durch Bewegung und Sport teilzunehmen. Auch bietet Angelika Hansen zusätzliche Sportangebote für geistig und/oder mehrfach behinderte Menschen aus den Swisttaler Wohnhäusern der Lebenshilfe Bonn an. Gemeinsame Reisen, Ausflüge, Konzerte und ein monatliches Picknick gehören dazu. Angelika Hansen lebt Inklusion vor und leistet über den Sport hinaus einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben in Swisttal.
20-jähriges Bestehen
Dimitrios Lautenschläger feiert im kommenden Jahr das 20-jährige Bestehen des Taekwondo in Swisttal. Gegründet als Abteilung des SV Swisttal, überführte er im Jahr 2000 das Taekwondo in den Taekwondo-Verein Swisttal und leitet ihn seitdem als Vorsitzenden. Zwischenzeitlich etablierte er seinen Verein und damit Swisttal als Olympiastützpunkt. Als Trainer entwickelt und fördert er die Kinder und jungen Erwachsenen und steht als Trainer jeden Tag drei bis vier Stunden in der Halle. Daneben baut er Kooperationen mit Schulen, Universitäten und Unternehmen auf, um Talenten und Leistungssportlern duale Sportlerkarrieren durch sportgerechte Rahmenbedingungen zu bieten. So stellen Unternehmen, auch in Swisttal, den Sportlern Lehrstellen und Arbeitsplätze zur Verfügung, und Partnerschulen bilden spezielle Sportklassen.
So werden den Sportlern genügend Freiräume gegeben, um Taekwondo als Leistungssport trainieren zu können. Sein Anliegen ist es, Taekwondo sowohl für den Breitensport als auch für den Leistungssport für alle Kinder und Jugendliche zu öffnen: Talentierten Sportlern ermöglicht er die Perspektive, sich qualifiziert weiterzuentwickeln bis hin in die Weltelite des Taekwondo. Darüber hinaus integriert der Verein erfolgreich junge Flüchtlinge und Menschen mit Behinderungen. Dimitrios Lautenschläger schlägt die Brücke zwischen Spitzen- und Breitensport und öffnet Taekwondo allen interessierten jungen Menschen.
Im Vorfeld zum Sportlertag besuchte der Gewerbeverein das neu eröffnete Spitzensportzentrum des Taekwondo-Vereins in Swisttal-Buschhoven. Dabei wurde vereinbart, sich künftig häufiger zu treffen und die Zusammenarbeit auszubauen. Seit einigen Jahren intensiviert der Gewerbeverein seine Kontakte zu den Swisttaler Vereinen mit dem Ziel, im Gespräch zu bleiben. Der Sonderpreis für den Swisttaler Sporttag ist daraus entstanden.
Ehre, wem Ehre gebührt (von links): Dimitrios Lautenschläger, Winfried Hündgen, Petra Kalkbrenner und Klaus Jansen.
