Sportfreunde Höhr-Grenzhausen
Doppelter Heimspiel-Sieg
Trotz Ausfall von Florian Ströher gewinnt das Team um Markus Ströher gegen Mülheim-Urmitz und Gau-Odernheim - Noch Aussichten auf den Titelgewinn in der Verbandsoberliga
Höhr-Grenzhausen. Mit zwei gewonnenen Heimspielen erfreute die 1. Tischtennis-Herrenmannschaft der Sportfreunde Höhr-Grenzhausen am vergangenen Sonntag ihre Fans. In der neuen Sporthalle der Grundschule in der Töpferstraße empfingen die Spieler aus der Kannenbäckerstadt den Gegner TTC Mülheim-Urmitz/Bahnhof um 11 Uhr am Vormittag und den TSV Gau-Odernheim gleich anschließend um 15 Uhr am Nachmittag. Die Sportfreunde Höhr-Grenzhausen spielen in der Verbandsoberliga Südwest. Nach bisher vier Begegnungen in dieser Saison steht der Verein aktuell auf Tabellenplatz zwei, hinter der TG Wallertheim.
Mannschaftsführer und Spieler Markus Ströher erklärt: „Die Verbandsoberliga ist eine Klasse unter der Oberliga. Unsere Spieler sind an Platz 1 Pierre Burger, der hat auch schon in Grenzau zweite Bundesliga gespielt und spielt jetzt in der dritten Saison bei uns. Auf der Position 2 spielt normalerweise mein Sohn Florian Ströher. Er kann aber leider heute nicht dabei sein, weil er im ersten Meisterschaftsspiel umgeknickt ist und eine Kapselentzündung auskurieren muss. Die Nummer drei ist Janus Horn aus Nauort, ein Linkshänder. Nummer vier ist Steven Brixius, er ist diese Saison aus Ochtendung neu zu uns gekommen. Er ist für uns eine Verstärkung, er macht uns stabil, gerade, wenn wie jetzt ein Spieler ausfällt. Die weiteren Spieler sind Sebastian Ströher, mein ältester Sohn, ich und Marc Gewehr aus Mülheim-Kärlich.“
Viel versprechender Auftakt
Bereits der Auftakt des ersten Spiels gegen Mülheim-Urmitz verlief erfolgversprechend. Die Gastgeber siegten in drei Doppel-Begegnungen zweimal (Burger/Ströher, Sebastian sowie Ströher, Markus/Gewehr) und mussten nur eine Niederlage hinnehmen, und die auch nur knapp mit 10:12 im fünften Satz, nachdem Höhr-Grenzhausen mit Horn und Brixius in dieser spannenden Partie zwei Matchbälle unglücklich abgeben musste. Später gewannen Burger und Horn im oberen Paarkreuz ihre Spiele deutlich mit 3:1 und 3:0. In der Mitte musste Sebastian Ströher ein Match mit 0:3 abgeben, wohingegen Brixius mit 3:2 einen weiteren Punkt holte. „Hinten“, bei den auf den Positionen 5 und 6 Spielenden, gewann Markus Ströher mit 3:1 Sätzen, wohingegen Gewehr mit 1:3 nicht erfolgreich sein konnte. Den Sack zu machten allerdings Burger, Horn und Brixius mit jeweils gewonnen Spielen, was zum Endstand von 9:3 für die Sportfreunde Höhr-Grenzhausen führte.
Im Grunde hatte Markus Ströher schon damit gerechnet, mit seinem Team als Sieger aus dieser Begegnung hervorzugehen. Dass es am Ende aber so deutlich wurde, übertraf dann doch die Erwartungen des Spielführers. Trotz der Schwächung durch die fehlende Nummer zwei betrachtete Markus Ströher sein Team auch als Favorit für das zweite Spiel am Nachmittag gegen den TSV Gau-Odernheim. Hier ging das Spiel mit 9:7 zwar deutlich knapper aus, aber die Höhr-Grenzhäuser wurden doch ihrer Favoritenrolle gerecht. Burger/Ströher, Sebastian gewannen das erste Doppel, Burger auch seine beiden Einzel gegen die Nummern eins und zwei des Gegners, Sebastian und Markus Ströher gewannen gegen die auf drei und sechs gesetzten Gegner, Horn gewann gegen die Nummer zwei von Gau-Odernheim und Ströher, Markus und Gewehr holten jeweils einen Punkt gegen die wie sie selbst auf fünf und sechs gesetzten Gegenspieler. Nerven wie Drahtseile mussten Pierre Burger und Sebastian Ströher im letzten Spiel, einem Doppel, beweisen, dass sie hauchdünn in fünf Sätzen mit 3:2 gegen das gegnerische Team retteten und damit den Gesamtsieg der Begegnung sicherten.
Eine Prognose für den Ausgang der Saison wagt Markus Ströher noch nicht, nur so viel: „Wir spielen um einen der ersten vier Plätze. Ob es für die Meisterschaft reicht, ist noch nicht klar. Wir sind noch jung in dieser Liga, haben seit August erst vier Spiele gespielt. Aber wir gehören schon zu den besten Mannschaften hier. Wenn wir in die Oberliga aufsteigen würden, dann wird es richtig schwer. Wir spielen aus Prinzip mit Eigengewächsen.
In der Oberliga spielt fast jede Mannschaft mit mindestens einem dazu gekauften Spieler, meistens aus einem osteuropäischen Land. Das können wir uns nicht leisten, wollen es auch gar nicht. So, wie wir jetzt aufgestellt sind, haben wir einen guten Mannschaftsverbund. Sportlich versuchen wir natürlich, so gut zu spielen wie es geht. Wenn es zum Aufstieg kommen sollte, dann muss man sich darüber unterhalten, wie es weitergeht.“
Tischtennis bei den Sportfreunden Höhr-Grenzhausen gibt es schon seit über 40 Jahren. Im Verein spielen sechs Herrenmannschaften. Insgesamt sind das knapp 50 aktive Tischtennisspieler. Trainiert wird immer dienstags und donnerstags in der Sporthalle der Grundschule.
