Lokalsport | 04.05.2023

LG Rhein-Wied

Drei Rheinlandtitel, wettkampfhungriger Nachwuchs und deutscher Rekord für Adorf

Neuwied. Jetzt kann man getrost behaupten, dass die Leichtathletik-Freiluft-Saison läuft. Jung und Alt aus Reihen der LG Rhein-Wied begab sich auf eine hier etwas kürzere und dort etwas weitere Reise zu den Wettkämpfen.

Drei Rheinlandtitel sprangen bei der Meisterschaft über 10 000 Meter auf der Ochtendunger Rundbahn heraus. Manuel Becker (M30, 38:50,69 Minuten), Uwe Klein (M50, 40:55,78 Minuten) und Stefan Pulger (M55, 40:51,17 Minuten) kamen zu Titelehren. Becker gewann zudem im Rahmenprogramm die 1000-Meter-Distanz in 2:55,22 Minuten. 3000-Meter-Sieger Tim Waldstädt benötigte 9:40,09 Minuten, Marek Weißenfels setzte sich über 300 Meter in 39,68 Minuten durch und der U20-Jugendliche David Conze kam nach 2:48,37 Minuten als Schnellster im 1000-Meter-Ziel an.

Jüngsten scharrten besonders mit den Hufen

Die Jüngsten scharrten besonders mit den Hufen. Sie gingen in geballter Vielzahl bei den Bezirksmeisterschaften in Wittlich und bei der Bahneröffnung in Diez an den Start. In Wittlich stehen rund 80, in Diez sogar an die 100 (!) Leistungen der LGler in den Ergebnislisten.

In Wittlich gehörte den Altersklassen U16 und U14 die Bühne. Hier zeigten vor alle die ältere Jugend, was in ihr steckt. Samuel Lehnart (M15) war sowohl im flachen Sprint über 100 (12,69 Sekunden) als auch im Hürdensprint über 80 Meter (12,03 persönliche Bestleistung) der Schnellste und somit einer von insgesamt sechs Mehrfachsiegern der Rhein-Wieder. Samuel Plenert Fabing und Noah Seibel (beide M14) zeigten in den unterschiedlichen Sparten ihr vielfältiges Talent. Plenert Fabing gewann im Weitsprung mit 4,91 Metern und im Speerwurf (32,87), Seibel siegte über 80 Meter Hürden (13,21 Sekunden), über 100 Meter (12,92 Sekunden) und im Kugelstoß (10,88 Meter). Verdammt schnell unterwegs waren die drei gemeinsam mit Maximilian Überhofen auch in der 4x100-Meter-Staffel, die mit 48,72 Sekunden gestoppt wurde. Hier fehlen noch sieben Zehntelsekunden zur DM-Norm. Das könnte in nächster Zeit machbar sein.

Das Quartett startete genauso wie das weibliche Team mit Amelie Schmitt, Eva-Fabienne Stein, Lotta Meuter und Mira Franz (53,78) außer Wertung. Beide erreichten jedoch die schnellsten Zeiten des Tages in ihren Konkurrenzen. Im W15-Bereich freute sich Johanna Karst über den ersten Rang im Hürdensprint (12,88 Sekunden), Leonie Böckmann gewann den Hochsprung mit überquerten 1,54 Meter und Amelie Schmitt dominierte den Kugelstoß mit ihrer Siegerweite von 11,12 Metern. In der W14 gelang Eva-Fabienne Stein ein Doppelschlag aus Siegen im Hürdensprint über 80 Meter in 13,67 Sekunden und Speerwurf mit 32..27 Metern. Ida Stein als Speerwurf-Siegerin (20,31 Meter) war die einzige U14-Siegerin der LG.

Die noch jüngere Kombination aus W10/W11 und M10/11 schob sich in Diez in den Mittelpunkt. Julian von Eys (50 Meter: 8,25 Sekunden; Hochsprung: 1,27 Meter; Weitsprung Zone: 3,90 Meter) in der M11, Mateo Tavano (50 Meter: 8,03 Sekunden; 800 Meter: 2:58,99 Minuten; Weitsprung Zone: 3,60 Meter) in der M10 und Rebekka Raillard (Schlagballwurf: 23,00 Meter) sorgten mit acht ersten Plätzen für fette Beute. Die Altersklasse U14 schnitt vor allem bei den Mädels der W12 gut ab. Lina Forneberg erreichte das Ziel über 75 Meter als Erste (11,17 Sekunden), Klara Eichhorn entschied die 800 Meter für sich (2:43,83 Minuten), Amelie Summers absolvierte den besten Hochsprung (1,19 Meter) und Fine Schellinger war im Ballwurf die Nummer eins (34,00 Meter). Elias Uffmann (M13) führte den Hochsprung mit 1,43 Meter an, und in der Altersklasse M14 sammelte Seriensieger Philipp Veit über 800 Meter (2:12,17 Minuten - DLV Jahresbestleistung M14) genauso einen weiteren Sieg ein wie Maro Tamke als 100-Meter-Gewinner (13,67 Sekunden).

Erfolgreiches Comeback

Ein erfolgreiches Comeback nach sieben Monaten feierte M45-Senior Markus Paquée beim Werfermeeting in Leichlingen. Die Erwartungen hielten sich aufgrund mäßiger Trainings-Kraftwerte und mangelnden Sprinttrainings in Grenzen, aber frühlingshafte Temperaturen und starke Konkurrenz taten der Motivation gut. So zeichnete es sich schon bei den ersten Speerwurf-Versuchen mit 49,80 und 49,88 Metern ab, dass es ein guter Wettkampf werden würde. Der dritte Durchgang war mit 51,08 Metern auch der beste und gleichzeitig ein Stadionrekord in der Altersklasse M45. Im Kugelstoßen erreichte Paquée eine Serie rund um die 10-Meter-Marke mit dem besten Versuch von 10,31 Metern. Auch damit zeigte er sich sehr zufrieden. Der geplante Start Diskuswurf fiel aufgrund von Zeitplan-Überschneidungen ins Wasser.

Auch Leon Schwöbel konnte sich über seine Leistungen beim Saisonauftakt in Niederselters nicht beklagen. 17,95 Meter, und damit nur fünf Zentimeter unter der B-Norm zur deutschen Meisterschaft, können sich sehen lassen. Mit diesem Resultat ließ der Westerwälder im Rhein-Wied-Trikot alle Mitstreiter hinter sich.

Adorf sorgt für Höhepunkt

Und dann sorgte M80-Senior Friedhelm Adorf noch für einen Höhepunkt: Beim Walfried-Heinz-Sportfest in Konz musste er kurz nach der erfolgreich verlaufenen Hallen-Europameisterschaft gegen viele jüngere Teilnehmer antreten, weil nur wenige Senioren in der Eifel an den Start gingen. Das Tat Adorfs schnellen Beinen keinen Abbruch. Mit einer Zeit von 30,57 Sekunden verbesserte er den deutschen Rekord von Guido Müller um 0,23 Sekunden. Johanna Monschauer glänzte bei ihrem Weitsprung Sieg mit Bestleistung von 5,19 Meter. Über 100 Meter bedeuteten 14,05 Sekunden den dritten Platz.

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