Fußball - Hertha Buschhoven
Dreifacher Schröder und Oktopus-Stute bringen ersten Saisonsieg
SC Ließem - Herta Buschhoven 2:3 (0:2)
Buschhoven. Fünf Spiele Anlauf hat es gebraucht bis die Buschhovener Hertha am sechsten Spieltag beim SC Ließem endlich den sehnlich erwarteten ersten Dreier einfahren konnte. Die „Gallier“ aus Ließem, vor dem Spiel punktgleich mit Schlusslicht Buschhoven, hatten einem überragenden Mike Schröder in Diensten der Gäste nichts entgegenzusetzen und fanden in Schlussmann Simon Stute immer wieder ihren Meister.
Die Hertha mit ihrem Trainergespann Weber/Prior hatte in den letzten Wochen eine unfassbare Pleitenserie hingelegt und dabei insgesamt 22 Tore in fünf Spielen hinnehmen müssen. Die Spielpause wegen Kirmes am vergangenen Sonntag schien dem Team, allen voran dem nach Rotsperre wieder einsatzbereiten Mike Schröder, gut getan zu haben. Nach nur zwei Minuten nutzte der 27-Jährige eine erste Unordnung im Ließemer Aufbauspiel und vollendete frei stehend zur frühen Führung (2.). Keine Viertelstunde war gespielt, da setzte sich der agile Roschan Monsef im Mittelfeld gegen mehrere Gegenspieler durch und konnte erst an der Strafraumkante durch ein Foul gestoppt werden. Patrick Sowa und Mike Schröder positionierten sich zum fälligen Freistoß, den Schröder mit einem unglaublichen Traumtor in den Torwinkel zum 2:0 (14.) versenkte.
Selten hat man die Buschhovener Mannschaft in den letzten Wochen so selbstbewusst und präsent erlebt wie in dieser Anfangsphase, dennoch schlichen sich durch Unkonzentriertheiten in Folge von Hektik und Nervosität Fehler ein, die ein stärkerer Gegner sicher effektiver ausgenutzt hätte. So scheiterten die Gastgeber immer wieder an Hertha Schlussmann Simon Stute, der sich frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt in blendender Form bewies und mit teils spektakulären Reflexen aus kurzer Distanz, aber auch im Eins zu Eins und in der Luft die Hausherren zur Verzweiflung brachte.
Die vermeintliche Vorentscheidung für die Gäste aus dem Norden Swisttals erzielte einmal mehr Mike Schröder mit seinem vierten Saisontreffer (23.). Vorausgegangen war ein starker und fairer Zweikampf mit Ballgewinn von Marco Weber, der vor dem Tor auf den frei stehenden Schröder querlegte, der nur noch einschieben brauchte – Hattrick in 23 Minuten. Das Spielgeschehen verlagerte sich in der Folge ins Mittelfeld, gefühlt hatte die Hertha das Spiel nun im Griff. Wenn es gefährlich wurde, dann jedoch zumeist auf den Kasten von Stute.
Das Spiel blieb auch in der zweiten Halbzeit munter und wurde am Ende plötzlich wieder spannend, was Schallenberg - hätte er bei einem Konter den frei stehenden Monsef nicht übersehen - vermutlich hätte verhindern können. So war es die erste strittige Entscheidung des ansonsten guten Referees Fabian Stein, der nach einem Zweikampf in Strafraumhöhe zwischen Philipp Velten und einem Gegenspieler auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der sonst nicht als „Elferkiller“ bekannte Stute blieb aber auch in diesem Duell Sieger und bewahrte seiner Mannschaft vorerst die Null.
In der 65. Minute war aber auch Stute machtlos, als eine flache Hereingabe von der linken Seite am langen Pfosten Mariusz Kukuc erreichte, der den Anschlusstreffer erzielte. Ließem rannte nun an und Buschhoven stellte sein Spiel fast vollständig auf die Defensive um. In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang den Ließemern, erneut in Person von Mariusz Kukuc, tatsächlich noch das 2:3 durch einen unglücklich abgefälschten Freistoß, zu mehr reichte es aber nicht mehr.
Fazit: Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der Schröder und Stute herausragten, verdiente sich Hertha Buschhoven diesen ersten Saisonsieg, was auch Günter Weber nach dem Spiel bilanzierte. Für die Tabelle, besonders aber für die Moral und Motivation des Teams war dieser Erfolg im Kellerduell von enormer Wichtigkeit.
Vorschau: Am nächsten Wochenende ist der achtplatzierte Boluspor Bonn zu Gast in Buschhoven. Anstoß am Sonntag, 12. Oktober, ist um 15 Uhr.
Auch der zweiten Mannschaft der Hertha gelang am Wochenende der erste „Dreier“. Aus dem Duell beim FC Flerzheim II gingen die Herthaner trotz Rückstand mit 2:1 als Sieger hervor.
Es spielten: Stute, Schönenstein (73. Wolters), Monsef, Overkamp, Schlösser (46. Schallenberg), Weber, Velten (65. T.Meller), B.Meller, Schröder, Sowa, Brünagel
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Schröder (2.,14.23.), 1:3, 2:3 Kukuc (65.,92.).
Bes. Vorkommnis: Stute hält Foulelfmeter (60.)
