Sportverein „Hertha“ 1911 Buschhoven, Abteilung Nordic Walking
Ein Blick hinter die Kulissen
Buschhoven. Die Nordic-Walking-Gruppe des SV „Hertha“ 1911 Buschhoven unter der Führung von Franz Josef Wappenschmidt ist nicht nur im Wald unterwegs. Regelmäßig werden Ausflüge zu attraktiven Zielen in der näheren und weiteren Umgebung organisiert. Kürzlich besuchten über 50 Mitglieder den WDR in Köln. Vor dem Spaß haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Ausgerechnet morgens früh am Ausflugstag schneite es ergiebig und erschwerte beträchtlich die Anfahrt, obwohl die meisten mit Bus und Bahn nach Köln reisten. Aber diese Anstrengungen haben sich gelohnt. Der WDR ist nicht nur die größte Sendeanstalt der ARD, sondern der größte Sender seiner Art in Europa.
Die Führung begann im Besucherzentrum in der Elstergasse. Ein etwa zehnminütiger Film stimmte auf die Führung ein. Der Film gab einen verständlichen Überblick über Aufgaben, Organisation und Arbeitsweisen des WDR. Während der folgenden zwei Stunden ging es durch scheinbar endlose Gänge über unzählige Stockwerke. Es erforderte einige sportliche Anstrengungen, allein schon wegen der vielen Treppen. Weil alle WDR-Gebäude durch Brücken und Tunnel miteinander verbunden sind, schlenderten die Teilnehmer während der Führung durch weite Teile der Kölner Innenstadt.
Erstes Ziel waren die Räumlichkeiten des Hörfunks, der derzeit wieder höhere Beachtung in der Bevölkerung erfährt, was sicherlich auch dem Hörbuch geschuldet ist. Der Raum mit seinen unzähligen Besonderheiten war genauso spannend wie die ausgeheckten Methoden und Materialien, mit denen im Studio die unterschiedlichsten Situationen und Geräusche vertont werden. Das nächste Ziel war der Keller des Fernsehhauses. Hier befinden sich mit den Kulissen bekannter TV-Sendungen und der umfangreichen Fernsehtechnik genau die Dinge, die für die meisten Führungsteilnehmer am spannendsten sind. Es ging zuerst in das bereits aufgebaute Studio der ARD-Talkshow „hart aber fair“. Auf der Tribüne breitete sich unmerklich Ernüchterung aus. Das Studio wirkte abgenutzt und klein. Die Führerin versicherte, dass durch die vielen Scheinwerfer unter der Decke die Kulisse während der Sendung in gewohntem Farbenglanz erstrahlen werde und die Abnutzungserscheinungen nicht zu sehen sind.
Nur ein paar Schritte weiter sah es besser aus, wo bereits alles für die kurz bevorstehende Sendung der Sportschau vorbereitet wurde. Ein Team, bestehend aus Regisseur, Assistenten und Kameraleuten, besprach detailliert den Ablauf der Sendung und die Kameraeinstellungen.
Bevor die Führung beendet wurde, machten die Teilnehmer einen Abstecher in den „Großen Sendesaal“. Der Konzertsaal mit seiner schönen Holztäfelung und der prächtigen Orgel bietet Platz für rund 800 Gäste. Im gleichen Gebäude befindet sich auch der „Kleine Sendesaal“. Die Führerin beschrieb anschaulich, dass dem Publikum durch diese intime Atmosphäre die Musik besonders nahekommt. Die Führung endete im Funkhaus am Walraffplatz. Der berühmte Paternoster im Foyer wurde ausgiebig fotografiert.
