Fußball-Bezirksliga Ost
Ein Kantersieg mit fadem Beigeschmack
VfB Linz – Spvgg EGC Wirges II 11:0 (4:0)
Linz. Da der VfB Wissen am Wochenende spielfrei hatte, ist der VfB Linz nach seinem 11:0 (4:0)-Kantersieg gegen die Spvgg EGC Wirges II in der Fußball-Bezirksliga Ost alleiniger Tabellenführer. Die Gäste traten in der ersten Halbzeit zunächst nur mit neun Spieler an, zeigten aber eine tolle Moral und verkauften sich beachtlich. Die frühe 1:0-Führung des Linzer Simon Rösler (3.) beeindruckte die Wirgeser Youngster-Truppe nicht, die fortan verbissen Widerstand leisteten und sich gut verkauften. Das Spvgg-Team, das sich fast ausnahmslos aus den Jahrgängen 1997 und dem ältesten A-Junioren-Jahrgang zusammensetzte, resignierte auch nicht, als Valerian Skorobogatko (24., 42., 44.) mit seinen drei Treffern den 4:0-Pausenstand herstellte. Nach dem Wechsel spielten die Westerwälder vollzählig, die Widerstandskraft ließ aber mit zunehmender Spielzeit nach. Und wieder war es Skorobogatko (50., 52.), der mit zwei Treffern zum 6:0 das muntere Torschießen fortsetzte. Sehenswert war der Treffer zum 7:0 durch den eingewechselten Michael Fiebiger, der von Yannik Becker gekonnt per Lupfer in Szene gesetzt wurde und er gekonnt das Leder ins kurze Eck platzierte (58.). Als die Gäste nach einer Stunde völlig einbrachen, waren es erneut Skorobogatko (62., 71.), Fiebiger (77.) und Loenor Tolaj (83.), die das 0:11-Desaster der bedauernswerten Gäste perfekt machten. Einen Wirgeser Akteur durfte man besonders bedauern und das war Torhüter Luca Becker, der trotz der elf Gegentore bester Spieler seiner Mannschaft war und mit einer bewundernswerten Leistung seine Mannschaft noch vor einer höheren Niederlage bewahrte.
Im Lager der Linzer hatte VfB-Trainer Paul Becker zum Sieg seiner Mannschaft wenig zu sagen. „Als Sportler tut es mir leid, dass ein solcher Traditionsverein in einer solch misslichen Lage ist. Natürlich freut mich unser Sieg, aber es ist natürlich ein fader Beigeschmack dabei“, so der Linzer Übungsleiter.
Vorschau
Ein echter Prüfstein wartet auf die Becker-Truppe am Sonntag um 14.30 Uhr, wenn der Gastgeber TuS Montabaur heißt. Die Westerwälder besitzen zuhause noch eine weiße Weste und haben zuletzt beim Aufsteiger SG Emmerichenhain eine unglückliche 2:3-Niederlage erlitten. Die Linzer Elf trifft mit Sicherheit auf einen hochmotivierten Tabellensechsten, der nicht nur den Misserfolg vom letzten Spieltag wiedergutmachen möchte, sondern der auch dem Tabellenführer vom Rhein die erste Niederlage beibringen will.
VfB Linz: S. Seitz, Kastert, Lacher (57. Baars), Muders, M. Seitz (46. Fiebiger), Rösler, Kyrion, Y. Becker, Tolaj, Schuht (46. Friese), Skorobogatko.
Schiedsrichter: Franziska Hoffmann (Koblenz).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 1:0 Simon Rösler (3.), 2:0, 3:0, 4:0, 5:0, 6:0 Valerian Skorobogatko (24., 42., 44., 50., 52.), 7:0 Michael Fiebiger (58.), 8:0, 9:0 Skorobogatko (62., 71.), 10:0 Fiebiger (77.), 11:0 Leonor Tolaj (83.). LS
