SV Rot Weiß Queckenberg
Ein Rot-Weißes Fußballmärchen
Ein Rückblick auf das Fußballjahr 2012
Queckenberg. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen sich die beiden Trainer Uwe Müller und Stefan Kurek immer noch verwundert die Augen reiben, wenn sie auf die Hinrundentabelle der Kreisliga D Gruppe 3 schauen. Und jedes Mal stellen sie hoch erfreut fest, dass der SV Rot Weiß Queckenberg ungeschlagen die Herbstmeisterschaft gewonnen hat. Natürlich ist dieser „Titel“ gar nichts wert, wenn man ihn am Ende nicht mit dem Aufstieg vergolden kann. Doch wenn man die sportliche Bilanz der letzten Saison heranzieht, gleicht die Entwicklung am fußballbegeisterten Mount Queck beinahe schon dem viel zitierten und oftmals überstrapazierten Aufstieg des Phönix aus der Asche.
Als die beiden kurz vor dem Rückrundenbeginn 2011/12 zunächst übergangsweise und später dann hauptverantwortlich das Kommando auf der Trainerbank übernahmen, stand das Team im Niemandsland der Tabelle eher mit Blickrichtung „Rote Laterne“. Bis zum letzten Spieltag schwebte der drohende Absturz auf den letzten Tabellenrang über der Queckenberger Alm. Doch in einem wahren Fußballkrimi wurde der Aufstiegsaspirant SV Swisttal mit 2:1 niedergekämpft und man katapultierte sich gar auf den zehnten Tabellenplatz und etablierte sich somit doch noch in den Top Ten. Mit diesem versöhnlichen Saisonabschluss sowie dem Gewinn der Fair Play Wertung verabschiedeten sich Trainer, Mannschaft und Betreuer hochzufrieden in den wohlverdienten Sommerurlaub.
Als ob die Zeit ohne Fußball eine Höchststrafe darstellt, warteten die Queckies sehnsüchtig auf den Trainingsauftakt. Hier bewies Müller, dass er zum einen der gnadenlose Mann mit der Peitsche sein kann, zum anderen jedoch auch weiß, wann seine Jungs das Zuckerbrot benötigen. In vielen schweißtreibenden Übungseinheiten machte er zusammen mit Kurek die Truppe fit für die kommenden Aufgaben. Erste positive Resultate konnte die Mannschaft bei der Stadtmeisterschaft in Oberdrees verbuchen. Gegen ausnahmslos höherklassige Teams verkaufte sich der Underdog mehr als teuer. Im abschließenden Vorrundenspiel wurde der zwei Klassen höher spielende FC Flerzheim aus allen Halbfinalträumen gerissen. Bereits in diesem kleinen Sommermärchen entpuppten sich die Neuzugänge als wahre Leistungsträger und sind mittlerweile kaum mehr aus der Startelf wegzudenken. Mit Thomas Buchwald ), Sergio Raffino und Irfan Uygur, Sven Gräbe sowie den beiden Torhütern Jan Gerhard ) und Jürgen Roitzheim fügten sich alle sechs Neuverpflichtungen sowohl auf als auch neben dem Platz nahtlos in das einzigartige Mannschaftsgefüge ein.
Gute Frühform
Diese gute Frühform bestätigten die Rot-Weißen eine Woche später in der ersten Kreispokalrunde. Im wunderschönen Godesberger Stadion bot die Mannschaft dem gastgebenden GFV lange Zeit Paroli und schnupperte bis zur 70. Spielminute gar an einer Sensation. Doch am Ende setzte sich der Favorit verdient mit 3:1 durch.
Als im August das erste Ligaspiel in Altendorf-Ersdorf angepfiffen werden sollte, trat man mit gemischten Gefühlen die Auswärtsreise an. In der Vorbereitung erntete man gegen höherklassige Mannschaften stets viel Lob. Gegen Teams auf Augenhöhe schienen die Queckenberger dagegen das Fußballspielen verlernt zu haben und blamierten sich teilweise gründlich. Doch was die Müller/Kurek-Truppe auf der Meckenheimer Fußballasche darbot, versetzte jeden in höchste Verzückungen. In einem wahren Angriffsturm überrannten die Mundorf, Gräbe und Co den Gastgeber und der 4:0Halbzeitstand bedeutete schließlich das auch in dieser Höhe verdiente Endergebnis.
Was dieser Saisonauftakt nach Maß wirklich Wert war, sollte sich in den nächsten Partien herausstellen. Nachdem das erste Heimspiel gegen TuS Odendorf 1919 II 1:1 endete und von der nächsten Auswärtsfahrt nach Villip wieder drei Punkte mitgenommen wurden, stellte sich mit dem SC Ließem II das erste Schwergewicht der Kreisliga D auf dem Hochplateau von Queckenberg vor. Der Tabellenzweite war mit dem Ziel angereist, seine Position zu verteidigen. Doch der RWQ setzte alles daran, seinen ersten Heimsieg einzufahren. Am Ende einer nervenaufreibenden Partie siegten die Queckies nicht unverdient 2:1 und ließen den Kontrahenten hinter sich. Eine Woche später lief man erneut in Godesberg auf, diesmal jedoch gegen die dritte Reserve des GFV. Wie schon in der Vorbereitung taten sich die Männer von der Alm schwer gegen den vermeintlich schwächeren Gegner. Zwar war auf Mundorf, der im fünften Spiel in Folge seine Trefferausbeute erhöhte, und den Käpt`n Sven Gräbe Verlass, doch der 2:1-Auswärtssieg war alles in allem sehr schmeichelhaft.
Tabellenführer
Nachdem alle Spieltagergebnisse vorlagen, stand unwiderruflich fest: Der SV Rot Weiß Queckenberg ist der neue Tabellenführer und damit nach Jahren in der absoluten Bedeutungslosigkeit wieder ein leuchtender Farbtupfer in der Bonner Fußballlandschaft, sei es auch nur in der Kreisliga D. Selbst die älteren Semester im Verein mussten lange in ihren Erinnerungen graben, um sich an eine letztmalige Spitzenposition des Vereins zu erinnern.
Mit dem Sieg in Godesberg und dem damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze war es vorbei mit der komfortablen Rolle des Jägers. In dieser für alle Spieler eigentlich ungewohnten Position fühlte sich das Team jedoch pudelwohl, wie die nächsten Partien und Ergebnisse noch zeigen sollten. So erzielten Markus Becker und Sergio Raffino beim 3:2-Sieg gegen SC Volmershoven-Heidgen II sowie Benjamin Schorn und Cyril Wyrzykowski in Adendorf (4:1) gegen die zweite Vertretung des SV Alemannia jeweils ihre ersten Saisontore.
Dies spiegelt die Ausgewogenheit in der Truppe wieder. Auch in den nächsten Partien ließ der mittlerweile zum Kreise der Favoriten um den Aufstieg zählende Spitzenreiter nichts anbrennen. Durch Siege gegen 1. SF Brüser Berg III sowie im prestigeträchtigen Derby bei TuRa Oberdrees III verteidigte man den Platz an der Sonne erfolgreich gegen alle Angriffe der ratlosen Konkurrenz. Gerade die Auswärtspartie in Drees stellte einen Höhepunkt der Hinrunde dar. Das eigentliche Feindesland war vor allem neben dem Platz fest in rot-weißer Hand. Die Gesänge der zahlreich angereisten RWQ-Fans blieben unbeantwortet, sodass auch der Gästesupport drei Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.
Doch selbst in der Kreisliga D ist das Fußballgeschäft schnelllebig. Die ganze Konzentration der Trainer und der Mannschaft galt nun der Vorbereitung auf das anstehende Spitzenspiel. Im November war es dann endlich so weit. Das lang ersehnte Duell der ungeschlagenen Ligagiganten wurde bei herrlichstem Kaiserwetter in Pech gegen die Reserve des heimischen FC angepfiffen. Und jede der anschließenden 90 Minuten bot absolute Hochspannung, Kampf, Leidenschaft und Torraumszenen. Beide Mannschaften waren von Beginn an gewillt, drei Punkte mitzunehmen und so die Tabellenführung für sich zu beanspruchen. Bereits nach zwei Minuten hatten alle Queckenberger Fußballfreunde den Torschrei auf den Lippen. Doch Jean Mundorf versemmelte eine tausendprozentige Möglichkeit. Das war der Weckschuss für den Gastgeber, und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während die Heimelf mit brandgefährlichen Standards aufwartete, wirbelten die spielstarken Queckenberger durch klug eingeleitetes und schnell ausgeführtes Kombinationsspiel die gegnerischen Abwehrreihen kräftig durcheinander. Das jederzeit faire Spitzenspiel endete schließlich leistungsgerecht 3:3. Doch konnte der Gast wohl besser mit diesem Unentschieden leben als sein ärgster Rivale im Kampf um Platz eins.
Dass die nächste Partie auf der heimischen Alm bereits die letzte im Jahre 2012 sein sollte bei drei noch verbleibenden Ansetzungen, konnte zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen. Gegen den, zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier liegenden, SV Rheinwacht Fritzdorf hielt Keeper Gerhard zum dritten Male seinen Kasten sauber, am Ende hieß es ebenfalls zum dritten Male in der Saison 4:0. Dabei beendete Dawid Wisniewski seine seit sechs Spielen andauernde Torflaute und belohnte sich unter großem Jubel der treuen Anhänger für seine mannschaftsdienlichen und laufstarken Leistungen der letzten Wochen. Auch der ewige Kurek, der aufgrund der angespannten Personalsituation seine Töppen schnürte, holte sich mit einem Tor und einer Vorlage das verdiente Trainerlob seines Kollegen Müller ab.
Der Kapitän geht
Nach Abschluss der Hinrunde verkündete Kapitän Sven Gräbe seinen Abschied, ihn zieht es zurück zu seinem Heimatverein SV Münstereifel-Iversheim. Der Verein wünscht seinem scheidenden Leistungsträger für seine sportliche und private Zukunft alles Gute. Neben Gräbe verpassten Wyrzykowski und Abwehrrecke Haas keine einzige Minute der Hinrunde.
Dauerläufer Geimer, der in seinen elf Einsätzen trotz einer Auswechslung wahrscheinlich dreimal die Erde umrundete, erzielte drei Tore. Je zehnmal liefen Irfan Uygur und Dominic Declair für ihre Farben auf, ebenso wie Mittelfeldmotor Jean Mundorf. Der nimmermüde Antreiber ballerte sich zudem mit 14 Treffern auf Platz eins der internen Torjägerliste. Auch mit Torhüter Nummer zwei Jürgen Roitzheim, den „Kampfschweinen“ Patrick Rücker, Manuel Nordt und Stefan Frank sowie dem Österreicher Emil „Eisenfuß“ Themel haben die Trainer weitere heiße Eisen im Kader. So sollte der Abgang von Gräbe durch die mannschaftliche Geschlossenheit und Ausgewogenheit in jedem Falle kompensiert werden.
Der größte Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte wurde schließlich mit einer grandiosen Weihnachtsfeier in der vereinseigenen Sportklause ausgiebig und gebührend gefeiert.
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