Lokalsport | 13.06.2022

Fußball-Rheinlandliga, 34. und letzter Spieltag

Ein Spiegelbild der gesamten Saison

SG Eintracht Mendig/Bell unterlag beim Vorletzten TuS Montabaur nach durchwachsener Leistung mit 2:3 (1:1)

Niklas Heinemann bleibt der SG Eintracht Mendig/Bell ein weiteres Jahr erhalten.  Foto: SK

Montabaur. 14 Siege, drei Unentschieden, 15 Niederlagen, Platz zehn in der Endabrechnung mit 45 Punkten: So liest sich die Bilanz der SG Eintracht Mendig nach dem 34. und letzten Spieltag in der Fußball-Rheinlandliga. Es war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen, von einer gewissen Konstanz gab es in keiner Phase etwas zu sehen. Passenderweise setzte es zum Abschluss beim Vorletzten TuS Montabaur eine ernüchternde 2:3 (1:1)-Niederlage für die Mannschaft von der Brauerstraße, die auch eine knappe Woche zuvor bei der 1:6 (0:2)-Heimschlappe gegen den VfB Wissen vor allem in der Schlussphase regelrecht vorgeführt wurde. Sage und schreibe 85 Gegentore in 32 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

„Diese Partie war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wir hatten viele verletzte Spieler und waren hinten wieder einmal verdammt offen. Über 90 Minuten war unsere Leistung erneut sehr schwankend“, analysierte Eintracht-Spielertrainer Kodai Stalph, der ebenso wie Manuel Oster zum letzten Mal im grünen Trikot der SG Mendig/Bell auflief. Dabei ließ es sich vor nur 40 Zuschauern auf dem Rasenplatz im Mons-Tabor-Stadion gut an für die Gäste: André Marx traf nach gerade 35 Sekunden zum 0:1, als er den zu weit vor seinem Kasten stehenden TuS-Torhüter Luca Beck mit einer Bogenlampe von der Mittellinie aus überraschte. Im Anschluss zeigten die Hausherren eine beherzte Leistung, das 1:1 nach einem Solo von Christoph Weiser kam nicht von ungefähr (14.). Beck, früher auch in Diensten der SG Mendig/Bell, machte seinen Fehler vor dem 0:1 mit einer Glanzparade gegen Ali Mirzaie wieder wett (23.). Bei einem Distanzschuss von Milan Rawert, der an den Pfosten klatschte, stand ihm nach exakt einer halben Stunde das Glück zur Seite.

Die Eintracht war vor der Pause leicht feldüberlegen, was sich nach Wiederanpfiff aber ändern sollte. Nach einer Ecke von Robin Reifenberg musste Khaled Jnid beim 2:1 aus kurzer Distanz nur noch den Kopf hinhalten (68.). Mit einem weiteren Alleingang erhöhte Weiser gegen aufgerückte Gäste auf 3:1 (80.). Nur 60 Sekunden später konnte Marx auf 3:2 verkürzen, was aber letztendlich nur noch Ergebniskosmetik bedeutete. Für den TuS Montabaur war dieses Tor der 118. Gegentreffer der Saison, am Sieg sollte es aber nichts mehr ändern.

Der zweifache Torschütze der Eintracht wird auch in der neuen Saison für die SG auflaufen. Marx, der die Trikotnummer 16 trägt, soll als spielender Co-Trainer fungieren und Cheftrainer Salvatore Nizza und Co-Trainer Bernd Pauly unterstützen. Marx kam vor zwei Jahren vom Oberligisten FC Karbach an die Brauerstraße und nahm sofort auf und neben dem Platz eine Führungsrolle ein. In der abgelaufenen Saison erzielte der Routinier, der in allen Mannschaftsteilen eingesetzt wurde, in 27 Spielen acht Treffer.

Seine insgesamt elfte Spielzeit als Akteur der ersten Mannschaft (nur unterbrochen von einem Jahr beim TuS Mayen) wird in der Saison 2022/2023 Niklas Heinemann absolvieren. Der eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatete Linksfuß musste in der gesamten Rückrunde als Linksverteidiger aushelfen. Trotzdem erzielte er in 20 Begegnungen acht Treffer.

TuS Montabaur: Luca Beck, Khaled Jnid, Maximilian Kannegieser, Robin Reifenberg, Steffen Klöckner, Christoph Weiser (87. Berkan Yavuz), Luca Serdarusic, Elmin Selman, Antonio Brugnano (79. Almin Selman), Fabio Scumaci, Lorenz Marquardt.

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Jakob Breil, Kodai Stalph, Lars Assenmacher, Philipp Pohl, Shiki Hanyu, André Marx, Manuel Oster, Niklas Heinemann, Ali Mirzaie, Milan Rawert.

Schiedsrichter: Maximilian Fohr (Niederfischbach).

Zuschauer: 40.

Torfolge: 0:1 André Marx (1.), 1:1 Christoph Weiser (14.), 2:1 Khaled Jnid (68.), 3:1 Weiser (80.), 3:2 Marx (81.).

Niklas Heinemann bleibt der SG Eintracht Mendig/Bell ein weiteres Jahr erhalten. Foto: SK

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