Lokalsport | 08.12.2018, 12:23 Uhr

Eintracht Esch hält Fünf-Punkte-Vorsprung auf direkten Verfolger: 2:2 beim Ahrweiler BC

Ein Topspiel auf Augenhöhe

Grafschaft-Esch. Das ersehnte Gipfeltreffen in der Kreisliga D zwischen dem Zweitplatzierten Ahrweiler BC gegen den Ligaprimus Eintracht Esch war in den Medien zwar nicht so präsent wie der G20-Gipfel in Buenos Aires, bot jedoch für über 200 interessierte Zuschauer genug Argumente. Die Gastgeber konnten aus ihren letzten beiden Auftritten mit einem Torverhältnis von 27:2 genügend Selbstvertrauen schöpfen. Die Anfangsphase bestimmte die Heimmannschaft, die in den ersten 20 Minuten zu guten Chancen kam. In den meisten Fällen war die sichere Abwehr Herr der Lage, jedoch konnte sich der starke Schlussmann Daniel Scheu bereits in der Frühphase der Partie mehrfach auszeichnen. In der 20. Spielminute vollzog das Trainergespann Söndgerath/Schüller einen taktischen Wechsel, um durch Christoph Hoffmann, der als Innenverteidiger begann, mehr Stabilität im defensiven Mittelfeld zu erzeugen. Personell kam hierbei Matthias Ley für Marc Roitzheim in die Partie. Fortan wurde die Eintracht stärker, kam wesentlich besser ins Spiel und kreierte mehrere Torchancen. Eine scharf auf das Tor getretene Ecke von Kenneth Friese konnte von Keeper Jan Welling gerade noch pariert werden (28.). Nach Flanke von Richard Gies legte Enrico Dresen den Ball am langen Pfosten per Kopf zurück auf Oliver Hoffmann, der aus sieben Metern Torentfernung den Winkel knapp verfehlte (32.). Erfolgreicher verlief sein Standard nur drei Minuten später bei einem Freistoß aus 20 Metern Torentfernung. Aus einer für einen Linksfuß nicht ganz optimalen Position drehte Hoffmann die Kugel mit schöner Flugbahn in die Torwartecke zum 0:1 (35.). Der ABC war nun gefordert und wurde nach der Drangphase der Gäste wieder stärker, kam jedoch zu keinen großen Chancen mehr und so ging es mit 0:1 in die Pause. Die zweite Halbzeit begann erneut mit einer rasant aufspielenden Mannschaft des ABC, die entschlossen den drohenden Acht-Punkte-Rückstand und die damit verbundene Vorentscheidung in der Meisterschaft zu verhindern versuchte. In der 51. Spielminute konnte der Ahrweiler Stürmer Aziz Abdo vom Escher Abwehrboss Jan Hoffmann im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden, Schiedsrichter Thomas Lühring zeigte ohne Zögern auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Routinier Mohamed Abou-Ayda souverän gegen den chancenlosen Eintracht-Keeper Scheu (52.). Ahrweiler wollte nun mehr, wodurch sich Räume für die Gäste ergaben. Gegen die aufgerückte Heimmannschaft eroberte Christoph Hoffmann den Ball, spielte auf seinen Bruder Oliver, der die Situation erkannte und Topscorer Dresen steil schickte. ABC Keeper Welling stürzte aus seinem Kasten, um Dresen am Torschuss zu hindern, jedoch ließ dieser sich die Chance nicht nehmen und spitzelte den Ball mit der Fußspitze zum 1:2 ins Tor (58.). In der 69. Spielminute sah aufseiten der Gastgeber Christian Hryk die Gelb-Rote Karte, genauso wie Dresen eine Minute später auf der anderen Seite. Beide Mannschaften mussten sich in Unterzahl neu formieren, was dem ABC besser gelang, denn in der 76. Spielminute nutzte Sascha Poestges die Chance bei einem Escher Abwehrfehler und traf zum 2:2 Ausgleich. Max Wuzél kam für Oliver Hoffmann in die Partie, wodurch Friese defensiver agierte und die Abwehr unterstützte. In der 87. Minute sah Jan Hoffmann ebenfalls die Ampelkarte, sodass die Gäste in den letzten Minuten noch einmal unter Druck gerieten. Nach einer Ecke in der Nachspielzeit hielt der überragende Escher Schlussmann Scheu den Punkt für die Eintracht mit einer Glanzparade fest, woraufhin der souveräne Schiedsrichter Lühring die resultierende Ecke nicht mehr ausführen ließ und die Partie beendete. Ein intensives, faires und ansehnliches Spiel endet mit einer leistungsgerechten Punkteteilung, mit der die Gäste aus der Grafschaft angesichts des weiterhin bestehenden Fünf-Punkte-Vorsprungs gut leben können.

Es kamen zum Einsatz: Daniel Scheu, Yusuf Yildiz, Jan Hoffmann, Christoph Hoffmann, Sebastian Haas, Kenneth Friese, Richard Gies, Daniel Schäfer, Oliver Hoffmann (77. Maximilian Wuzél), Marc Roitzheim (20. Matthias Ley), Enrico Dresen.

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