Lokalsport | 04.03.2013

Turn- und Rasensportverein Germania 1912 Oberdrees

Ein fast perfektes TuRa-Wochenende

Siege für die zweite und dritte Mannschaft - Unentschieden für die Erste in Wachtberg

Muffendorf/Wachtberg/Oberdrees. Am vergangenen Wochenende waren die drei Fußball-Senioren-Teams der TuRa aus Oberdrees allesamt auswärts unterwegs.

3:0-Sieg der dritten Mannschaft

Die dritte Mannschaft der TuRa reiste zum Tabellen-Schlusslicht SC Muffendorf II und fuhr erwartungsgemäß einen klaren 3:0-Erfolg ein. Damit münzt das Team um Trainer Walter Otten seine gute Form weiterhin in Punkte um. Mit diesem Erfolgserlebnis geht man nun gestärkt in das kommende Spiel, wenn man mit dem FC Pech II den derzeitigen Tabellenführer der Liga empfängt. Die Dritte eröffnet den Heimspiel-Sonntag wie immer bereits um 10:30 Uhr.

Zweite: Hauptsache gewonnen

Für die zweite Mannschaft stand das Spiel beim Schlusslicht SV Wachtberg III auf dem Plan. Kurzfristig musste Trainer Schumann dabei auf die kranken Alexander Sauk, Daniel Strömer, Ibi Gül und Björn Schneider verzichten. Andreas Wassong fehlte zudem krankheitsbedingt. Doch mit Andreas Dienstknecht kehrte endlich wieder die etatmäßige Nummer 1 zwischen die Pfosten zurück. Und zum ersten Mal in dieser Saison bildeten die Herren Hoinke, Geister und Klein die eigentliche Wunsch-Abwehr der TuRa. Das Team ging von Beginn an hochkonzentriert zu Werke und erspielte sich schnell die ersten Torchancen. Doch schnell wurde klar, dass die TuRa aus dem Spiel heraus wohl kein Tor erzielen würde. So mussten Standardsituationen herhalten. Fabian Seidel drang mit einem tollen Solo in den Wachtberger Strafraum ein und konnte nur per Foul gestoppt werden - klarer Elfmeter. Dennis Ratzke, in der letzten Woche noch Torwart, blieb wie immer cool und traf rechts unten zum 1:0. Wachtberg agierte total harmlos und suchte sein Heil in langen Bällen, doch die TuRa-Defensive ließ gar nichts anbrennen. Doch trotzdem kam der Gastgeber zum sehr schmeichelhaften Ausgleich, als ein Wachtberger einen Freistoß über die Mauer zirkelte und der Ball im Oberdreeser Kasten einschlug. So ging es mit einem unnötigen 1:1 in die Pause.

Nach der Pause das gleiche Bild. Die TuRa klar überlegen, wollte den Ball aber scheinbar ins Tor tragen. So musste wieder ein Ratzke-Standard her, als Fabian Seidel an der Strafraum-Grenze gefoult wurde. Ratzke knallhart in die Torwartecke - 2:1. In der folgenden Phase versäumte es die TuRa, den Sack zuzumachen und Wachtberg gab daher noch lange nicht auf. Erst zehn Minuten vor Schluss die Entscheidung, als Libero Hoinke einen langen Ball über die aufgerückte Wachtberger Hintermannschaft schlug, den Ratzke sehr stark mitnahm, den Torwart umspielte und von diesem festgehalten wurde - Elfmeter. Ratzke nahm sich wieder selber den Ball und traf dieses Mal links unten zum 3:1. Erst Sekunden vor dem Abpfiff gelang Wachtberg noch das 2:3, als die Oberdreeser Hintermannschaft zum ersten und einzigen Male an diesem Tage schlief. Man war sich nach dem Spiel einig - Hauptsache gewonnen.

TuRa II: Dienstknecht - Hoinke, Klein, Geister - Ratzke, Meier, Bolde, Barth (60. Euskirchen), Seidel (80. Petri) - Esser (46. Scharrenbroich), Cichy.

Am kommenden Wochenende empfängt die TuRa II um 12:30 den SV Oedekoven II und will Wiedergutmachung für eine unglückliche Hinspiel-Pleite.

Erste: Unentschieden in Wachtberg

Die Oberdreeser TuRa musste am Sonntag auswärts beim SV Wachtberg antreten. Man hatte sich nach Wochen der Spielabsagen vorgenommen, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen und somit den Vorsprung auf die unteren Tabellenplätze auszubauen.

Und so begann die TuRa auch konzentriert und diszipliniert, ließ den Gegner bis zur Mittellinie kommen, um dann aber bei Ballgewinn schnell umzuschalten. Insbesondere die Abwehr zeigte sich in der ersten Halbzeit zweikampfstark und sattelfest, sodass man kaum Gefahr durch die Wachtberger in der Nähe des eigenen Tores verspürte.

Oberdrees hingegen konterte geschickt und hätte fast durch Benni Lamm das 1:0 erzielt, als dieser den Ball, an dem herauseilenden Wachtberger Keeper vorbei, an den langen Pfosten setzte. Die TuRa kam jetzt mehr und mehr auf und zu weiteren guten Einschussmöglichkeiten.

Eine davon nutzte Kokott (40.), der sich am linken Strafraumeck stark durchsetzte und den Ball in den rechten Giebel schlenzte. Und so ging es dann auch mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause.

Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten recht fahrig, keine der beiden Mannschaften konnte zu ihrem Spiel finden.

Der Ballbesitz wechselte ständig, Angriffe wurden zu schlampig ausgespielt und hohe Bälle flogen quer über den Platz. Nach und nach besann sich Oberdrees aber wieder auf das in der ersten Halbzeit gezeigte Spiel und so konnte man mit der Zeit das Spielgeschehen wieder an sich reißen und kam immer öfter zum Abschluss.

Der Gastgeber kassierte im weiteren Verlauf eine gelb-rote Karte, doch wer gedacht hätte, dass das dem Spiel der Oberdreeser weitere Sicherheit geben sollte, sah sich getäuscht. Man hatte jetzt zwar mehr Ballbesitz, wusste aber nichts mit dem sich nun bietendem Raum anzufangen. So wurden zahlreiche Kontermöglichkeiten leichtfertig hergeschenkt.

Eine Möglichkeit nutzte aber Bong mit einem schönen Drehschuss in die linke Ecke zur vermeintlich sicheren Führung - 2:0 (80.).

Die Gastgeber stemmten sich weiter gegen die drohende Heimniederlage und kamen kurz vor Schluss, nach einem gut vorgetragenen Angriff über die rechte Seite, zum 2:1 (89.) Anschlusstreffer.

Bei Oberdrees begann nun das große Zittern, man ließ einen weit nach vorn geschlagenen Ball in den Sechzehner zu, und kassierte nach einem Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft das 2:2.

Sicherlich ein glücklicher Punkt für den Gastgeber und zwei verlorene Punkte für Drees.

TuRa I: Jansen, D. Lamm, Braga, Binder - Zolfaghari, Baltzer, Bong (Petri), Weiss, B. Lamm - Kokott (90. Ruberg), Lünenbach (57. Altergot)

Am kommenden Wochenende empfängt die TuRa mit den Sportfreunden Ippendorf um 15 Uhr ein Spitzenteam der Liga. Doch gegen Spitzenteams tut sich die Ruberg-Elf leicht, wie Spiele gegen den MSV und Niederbachem bereits zeigten.

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