SV Rot Weiß Queckenberg
Ein grandioses Spiel endete mit einem haushohen Sieg
Queckenberg. Dennis, der ältere der beiden Uygur-Brüder, ohnehin seit Wochen in bestechender Form, war am ersten Adventssonntag beim Drittletzten SC Muffendorf II heiß wie Frittenfett. Bei absolut lausigen Temperaturen am Bonner Pennenfeld nutzte der Bomber vom Bosporus die sich im bietenden Freiheiten gnadenlos aus und legte mit seinen Saisontoren eins bis drei den Grundstein für den höchsten Erfolg der Queckies in dieser Spielzeit.
Trainerfuchs Abeling wollte hier unbedingt den dritten Erfolg in der Fremde erobern und setzte für dieses Ziel von Beginn an auf bedingungslose Offensive. In den ersten 30 Minuten spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab, von zwei oder drei Befreiungsschlägen abgesehen. Zunächst waren es die bekannten Gesichter Mundorf und Geimer, die der SC-Defensive fast unlösbare Rätsel aufgaben und eine beruhigende 2:0-Führung herausschossen (05./18.). Als danach der Rot-Weiße Motor vom sechsten in den vierten Gang zurückschaltete und sich das Geschehen etwas beruhigte, knipste Dennis Uygur in Gerd-Müller-Manier auch noch das letzte flackernde Lichtlein der Muffendorfer aus. Zunächst veredelte er eine Raffino-Vorlage, danach belohnte er Mundorfs punktgenaue Hereingabe mit dem 4:0-Pausenstand (40./43.).
Auch im zweiten Durchgang eroberte der RWQ die Herzen seiner mitgereisten Fans weiter im Sturm. Nach Mundorfs zweitem Streich (56.) ließ es zwanzig Minuten vor Ultimo einmal mehr Uygur nochmal ordentlich krachen und erhöhte auf 6:0. Geimer und schließlich „Klima“ Klimaszewski per Elfmeter schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe (78./87.). Nach dem Schlusspfiff durfte Abeling eine geschlossene Mannschaftsleistung registrieren. Dabei kann ihm jedoch unmöglich entgangen sein, dass Rau an jenem Tage den kompletten Kunstrasenplatz neu vermessen haben dürfte und dabei noch mehr Kilometer abgespult hatte als Dauerläufer Geimer! Im Gegensatz zur Vollbeschäftigung vorn im Sturm verlebte Torhüter Watty hinten einen extrem ruhigen Arbeitstag.
Einen ganz bitteren Nachgeschmack hinterlassen jedoch die frühen, verletzungsbedingten Ausfälle von I. Uygur und Declair. Zwar füllten die eingewechselten Dupin und Winkel die entstandenen Lücken absolut tadellos aus, doch werden die beiden Leistungsträger die letzte Auswärtsfahrt nach Ippendorf lediglich als Zuschauer antreten können. Co-Käptn Klemm widmete schließlich den hochverdienten Dreier seinen beiden Mannschaftskameraden verbunden mit dem Wunsch des ganzen Teams auf möglichst rasche Besserung.
Aufstellung: Watty - Rau, Klemm, Declair, Becker - Geimer, I. Uygur, Raffino, Klimaszewski, Mundorf - D. Uygur
Verstärkung: Dupin, Winkel, Kurek
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