Fußball-Rheinlandliga
Ein hartes Stück Arbeit für den Tabellenführer
TuS Oberwinter - SV Morbach 1:2 (1:1)
Oberwinter. Am vorletzten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga unterlag der TuS Oberwinter nach einer starken Vorstellung dem Tabellenführer SV Morbach unglücklich und nur knapp mit 1:2 (1:1). Die Morbacher bauten mit dem knappen Sieg die Tabellenführung weiter aus und feierten die vorzeitige Herbstmeisterschaft. Somit gelang ihnen das Kunststück, alle bisherigen Auswärtsbegegnungen zu gewinnen. Der Sieg beim Vorletzten war allerdings mit einem harten Stück Arbeit verbunden. Die 150 Zuschauer sahen von Beginn an eine selbstbewusste und kampfstarke Heimelf, die das Aufbauspiel der Gäste früh störte und nicht zur Entfaltung kommen ließ. Erst nach zehn Minuten verzeichneten die Morbacher durch Heiko Weber ihre erste nennenswerte Tormöglichkeit, die aber TuS-Keeper Benjamin Kauert vor keine Probleme stellte. Die Platzherren behielten die Partie im Griff und gingen verdient in Front. Nach einer Flanke von Maurice Lefevre war Thomas Enke zur Stelle und netzte zur 1:0-Führung ein. In der Folgezeit prägten intensive Zweikämpfe und ein enormer Einsatz das Geschehen. Eine zweifelhafte Elfmeterentscheidung durch die Schiedsrichterin Christina Hehn verhalf dem Favoriten zum 1:1-Ausgleich. Weber kam nach einem leichten Kontakt mit Fabian Groß zu Fall. Für die Unparteiische ein elfmeterreifes Foul. Unbeeindruckt von den Protesten der Oberwinterer verwandelte Sebastian Schell (39.) den Strafstoß zum 1:1-Pausenstand. Nach der Halbzeit setzte sich der aggressive und enge Spielverlauf fort, in dem sich die Gastgeber weiterhin als gleichwertiger Kontrahent präsentierten. Und wieder stand Schiedsrichterin Hehn im Mittelpunkt, als sie dem TuS-Spieler Jonas Jaber (52.) wegen einem vermeintlich wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte zeigte. Die bis dahin starken Platzherren verloren danach den Faden, agierten aber trotzdem in Unterzahl weiterhin engagiert und mutig. Es fehlte aber die Durchschlagskraft, um die Morbacher Defensive in Verlegenheit zu bringen. Der Favorit dominierte fortan die Begegnung und markierte folgerichtig durch Florian Knöppel (70.) die schmeichelhafte 2:1-Führung. „Wenn das eine Rote Karte war, muss jeder Schiedsrichter in jedem Spiel mindestens zehn ziehen“, ärgerte sich TuS-Trainer Tomas Lopez über den Platzverweis seines Spielers Yannick Schweigert (80.) wegen einem vermeintlich groben Foulspiel in der Schlussphase. Danach war die Partie zugunsten der Gäste entschieden. „Beide Platzverweise waren nicht nur unnötig, die darf man so nicht geben“, schimpfte Lopez nach Spielende und fuhr fort: „Solange wir nicht in Unterzahl gespielt haben, habe ich keinen Unterschied zwischen uns und dem Spitzenreiter erkennen können. Im Gegenteil, ich habe große Chancen für uns gesehen, das Spiel verdient zu gewinnen.“ Im Lager des Meisterschaftsaspiranten freute sich Coach Thorsten Haubst über die drei Punkte. „Insgesamt war es kein überragendes Spiel. Dass es hier keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt, war uns vorher klar. Solche Spiele muss man dann einfach mal gewinnen. Unter dem Strich bin ich glücklich, dass wir gewonnen haben“, so der Morbacher Cheftrainer.
Vorschau: Am Samstag ist die Lopez-Elf um 16 Uhr beim Tabellenzehnten SG Malberg zu Gast. Wenn Oberwinter an die starke Leistung der Partie gegen Morbach anknüpfen kann, sollte ein Erfolgserlebnis möglich sein und für drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf sorgen.
TuS Oberwinter: Kauert, Koll, Schweigert, Groß, Pal, Jaber, Lefevre, Enke, Nuhn, Ebersbach, Klein.
SV Morbach: Görgen, Hoffmann, L. Weber, Schell, Ercan (84. Steinbach), Marx, H. Weber, Schultheis, Kaut, Ruster (88. Zurgeihsel), Heckler (66. Knöppel).
Schiedsrichter: Christina Hehn (Vallendar).
Zuschauer: 150.
Torfolge: 1:0 Thomas Enke (27.), 1:1 Sebastian Schell (39., Foulelfmeter), 1:2 Florian Knöppel (70.).
Besondere Vorkommnisse: Gelb/Rot gegen Jonas Jaber (52., Oberwinter) wegen wiederholten Foulspiels. Rote Karte gegen Yannick Schweigert (82., Oberwinter) wegen groben Foulspiels. LS
Oberwinter war lange auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
