TuS Weibern - Handball - Damen
Ein intensives und hitziges Derby
TuS Weibern - Welling 24:25 (11:9)
Weibern. Die rund 200 Zuschauer in der Robert-Wolff-Halle sahen ein intensives und hitziges Derby zwischen dem Aufsteiger aus Weibern und dem amtierenden Rheinlandmeister aus Welling. Dabei waren die Damen aus Weibern die spielerisch bessere Mannschaft, mussten sich aber leider unglücklich und auch ein wenig unverdient am Ende mit 24:25 (11:9) geschlagen geben. „Welling war die letzten fünf Minuten der Spielzeit einfach cleverer“, bilanzierte Trainerin Mela Mannebach. Aber zunächst von Beginn an: Die Gastgeberinnen starteten stark in die Partie und konnten in der siebten Minute mit 5:2 in Führung gehen. Angetrieben durch die lautstark unterstützenden Zuschauer ließ man auch im Laufe der Spielzeit nicht nach, über ein 9:5 und 10:6 wechselte man die Seiten jedoch lediglich mit einer 11:9-Führung. „Es war uns bewusst, dass Welling in Halbzeit zwei nochmals eine Schippe drauf legen muss und wird, aber wir haben den Kampf angenommen und wollten unbedingt die zwei Punkte Zuhause behalten“, fasste Mannebach die Halbzeitansprache zusammen. In der 34. Minute könnten die Gäste aus Welling bei einem Stand von 11:12 zum ersten Mal der Partie in Führung gehen. Auch in der Abwehr probierten die Gäste nun mit der Manndeckung gegen Bina Jöhnk eine neue Variante aus. Doch auch hier konnte vor allem Anne Bininda die dadurch aufkommenden größeren Lücken nutzen und die Weiberner Damen mit 22:19 (49. Minute) weiter in Front halten. Die spannende Schlussphase war somit eingeläutet. Die erneute Abwehrumstellung des Wellinger Trainergespanns auf eine defensive 5:1-Deckung war in dieser Phase wohl ausschlaggebend für den späteren Sieg der Gäste. In der 54. Minute konnten diese bei einem Stand von 23:23 ausgleichen und anschließend zum erst zweiten Mal der Partie mit 23:24 in Führung gehen. In der letzten Minute sollte es nochmals hitzig und vor allem undurchsichtig werden. Bei einem Stand von 24:25 und Ballbesitz für Welling führten diese einen Freiwurf aus. Während der Schiedsrichter anschließend allerdings ab- und Freiwurf für die Weiberner Damen pfiff, warf die Gästespielerin den Ball trotzdem aufs Tor, anstelle ihn unmittelbar abzulegen. Das Regelwerk sieht hierbei – aufgrund der letzten 30 Sekunden – unter anderem einen 7 m für die gegnerische Mannschaft, also für Weibern, vor. Dies wollte der Unparteiische auch zunächst pfeifen, entschied im Anschluss jedoch lediglich auf einen Freiwurf für die Gastgeberinnen, der aufgrund der nur noch zwei übrig gebliebenen Sekunden keinen Erfolg mehr versprach. Eine Ansetzung von zwei Schiedsrichtern wäre bei solch einem Derby sinnvoll und eigentlich unabdingbar gewesen.
Der Aufsteiger aus Weibern war über die meiste Zeit der Partie die spielerisch bessere Mannschaft und hat mit der gezeigten Leistung vor allem Werbung für den Damenhandball in Weibern gemacht.
Es spielten: Tor: Lau, Caspers, Durwen; Feld: Bininda (6), Jöhnk (6/1), Bröhl (4), Klapperich (2), Buhr (2), Berresheim (2), Bell (1), Nett (1), Schäfer und Maxein.
