Mitgliederversammlung beim Stadtsportverband Rheinbach e.V.
Ein neuer Vorsitzender wurde gewählt
Rheinbach. Unter dem Motto „Rheinbacher Sportvereine – vielfältig, attraktiv und fit für die Zukunft!“ haben sich 33 Sportvereine mit rund 7.500 Mitgliedern im Stadtsportverband Rheinbach e.V. freiwillig zusammengeschlossen. Vor Kurzem fand die diesjährige Mitgliederversammlung im Vereinshaus „Schöne Aussicht“ des FC 1920 Flerzheim e.V. statt. Neben den Vorstandsvertretern von 22 Sportvereinen waren auch der Bürgermeister der Stadt Rheinbach, Stefan Raetz, der Ausschussvorsitzende des Ausschusses Schule, Bildung und Sport, Dietmar Danz und als Gäste in „alter“ Verbundenheit zum Stadtsportverband Bernd Beißel und Helmut Loenenbach erschienen.
Ehrenamt in neuen Händen
Zusammen mit dem Vorstand des SSV waren 35 interessierte, vornehmlich ehrenamtliche Vertreter des Sports in und für Rheinbach erschienen. Für den Vorsitzenden, Jens Jensen, war es die „letzte“ Mitgliederversammlung, denn aufgrund seines in Kürze stattfindenden Umzuges nach Nordfriesland, gibt er sein Ehrenamt in neue Hände. Als Nachfolger wurde von der Versammlung Karl-Heinz Carle gewählt, der bisher im Vorstand des SSV Sportabzeichen-Beauftragter war und in Rheinbach als „Ehrenamtler“ in weiteren Funktionen bekannt ist.
Mehr Engagement gefordert
In seinem Rechenschaftsbericht ging Jens Jensen nicht nur auf die geleisteten Arbeiten und auf die vorgesehenen Projekte ein, sondern er forderte von den Vorständen der Sportvereine deutlich mehr Engagement im und für den SSV als bisher. Das kleine Vorstands-Team fand nicht die gebotenen und auch erforderliche Unterstützung und Mitarbeit durch die Vereine. Jens Jensen verkennt nicht die zunehmend hohe Belastung der Sportvereine und deren besondere Probleme, insbesondere auch, ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen. Gleichwohl ist eine gemeinsame Interessenvertretung, ein gemeinsames „Sprachrohr“ und ein wirksames „Unterstützungsorgan“ für die Sportvereine für die Zukunft wichtiger denn je, so Jens Jensen. In Swisttal haben sich unlängst die Sportvereine aus guten Gründen in einem Gemeinde-Sportver-band zusammengeschlossen, sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und verstanden. Die Rheinbacher Sportvereine, die eine hohe Wertschätzung genießen, sind bisher noch zu sehr mit sich selber beschäftigt. Sie erfüllen in vorbildlicher Weise für die Allgemeinheit - wie selbstverständlich - ihre „Pflichten“ bzw. „Funktion“, so die subjektive Wahrnehmung.
Gemeinsam zukunftsorientiert
Die Bedeutung und die Notwendigkeit von vereinsübergreifenden, gemeinsamen, zukunftsorientierten Initiativen und Projekten wird zwar erkannt, es fehlt aber der gemeinsame Wille und die Entschlusskraft zur Umsetzung! Dabei musste in aller Bescheidenheit festgestellt werden, dass die Rheinbacher Sportvereine eine faszinierende Vielfalt von Sportmöglichkeiten bieten. Sie verfügen über ein enormes Potenzial an Fähigkeiten und zeigen beispielhaftes, gemeinwohlorientiertes Engagement. Die Rheinbacher Sportvereine leisten in überzeugender Weise einen beachtlichen Anteil an der hohen Lebensqualität in Rheinbach und erzielen eine hohe Wertschöpfung. Auch für dieses Jahr können sich die vorgesehenen vereinsübergreifenden Projekte sehen lassen. Dank der Unterstützung durch RWE Sponsoring, durch die Unterstützungen der Partner-Kreditinstitute vor Ort (KSK und RaiBa) und sparsamer Kassenführung können für die sportliche Vereinsarbeit - Schwerpunkte Jugend & Senioren - wichtige Projekte umgesetzt werden. Herausragenden Stellenwert hat dabei die Förderung und finanzielle Unterstützung von Qualifizierungsmaßnahmen.
Sportlerehrungen im Dezember
Daneben werden die Abnahmen von Sportabzeichen und Ferienfreizeiten gefördert. Ein weiterer Schwerpunkt ist auch die traditionelle Sportlerehrung der Stadt Rheinbach, die mittlerweile einen überregional anerkannt, sehr guten Ruf genießt. Der Stadtsportverband organisiert diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Sportamt in der Stadthalle Rheinbach. In diesem Jahr findet die Sportlerehrung für Einzelsportler und Mannschaften am 4. Dezember 2015, wie bisher in zwei Abschnitten (Teil I – Kinder und Jugendliche, ab 18 Uhr, Teil II – Erwachsene, ab 20 Uhr) statt.
Projektbeauftragte gewählt
Es wurde ferner berichtet über den „Sportentwicklungsbericht 2014“ des DOSB, über die Möglichkeit der „Vereinsberatung“ durch Fachleute des LSB-NRW, über die Bedeutung/Notwendigkeit der „Mitarbeiter-Gewinnung“ und über die Teilnahme der Vorstände an „Management-Seminaren“, sowie über „Förderprogramme“ und über das „Bildungs- und Teilhabepaket“. Für die Umsetzung der Projekte wurden - zur Entlastung des SSV-Vorstandes - aus der Mitgliederversammlung Projektbeauftragte gewählt. Damit im nächsten Jahr durch die Mitgliederversammlung ein arbeitsfähiger Vorstand gewählt werden kann, wurde gemäß der Empfehlung von Jens Jensen eine „Findungskommission“ - bestehen aus Vorstandsmitgliedern Rheinbacher Sportvereine - eingesetzt. Diese soll dem Vorstand des SSV im Vorfeld der Mitgliederversammlung bei der „Suche“ nach geeigneten Kandidaten helfen, die bereit sind im Vorstand des SSV Verantwortung zu übernehmen. Denn eines steht fest, der Stadtsportverband Rheinbach e.V. ist für die Zukunft unverzichtbar und für die Vereine „über“-lebenswichtig.
Appell für die Zukunft
Die nächste, große Herausforderung steht bevor: Die Mitwirkung bei der „Gestaltung des Sanierungskonzeptes für die Rheinbacher Sporthallen“. Jens Jensen`s Appell für die Zukunft: „Der Stadtsportverband kann nur so gut sein, wie die angeschlossenen Sportvereine es wollen. Nur, wenn sich die Vereine einbringen und Verantwortung übernehmen, ist die sportliche Vereinsarbeit in Rheinbach zukunftsfähig.“ Aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen im Vereinsmanagement ist Jens Jensen in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich.
Karl-Heinz Carle wird in Zukunft die Geschicke des Stadtsportverbandes lenken.
