SV BG Dernau und TC Grafschaft vereinbaren Spielgemeinschaft
Ein starkes Tennis-Doppel – Tennisvereine zeigen SolidAHRität
Kreis Ahrweiler.Für die meisten Sportvereine im Ahrtal hat vor gut einem halben Jahr eine neue Zeitrechnung begonnen. Auch sechs Monate nach den dramatischen Ereignissen Mitte Juli gibt es bei vielen kaum Planungssicherheit. Das gilt auch für viele Tennisplätze, die der Flutkatastrophe zum Opfer gefallen sind. Neben der Suche nach Langfristperspektiven geht es darum, wie man kurzfristig das Sportangebot wieder hochfahren kann. Schließlich wollen die Tennisspielerinnen und -spieler auch in dieser Saison nicht auf den geliebten Sport und die Wettkämpfe verzichten. Dazu ist es wichtig, dass die Vereine zusammenstehen und Solidarität zeigen.
So wie jetzt die Tennisabteilungen des SV Blau Gelb Dernau und des TC Grafschaft-Nierendorf. Die beiden Abteilungsleiter Tennis – Jürgen Zörner, SV Blau Gelb Dernau und Ulrich Pohl, TC Grafschaft – haben dazu Einzelheiten für eine gemeinsame Spielsaison beider Vereine geklärt. Beide Vereine nehmen in der kommenden Saison gemeinsam mit insgesamt sieben Mannschaften am Spielbetrieb des Tennisverbandes Rheinland teil und hoffen auf eine erfolgreiche und gewinnbringende Sommersaison. Auch für den Trainingsbetrieb wurden Zeitpläne erstellt, so dass alle Spielerinnen und Spieler möglichst konfliktfrei Plätze belegen können. Jürgen Zörner dazu: „Wir sind dankbar, unseren Mitgliedern unter diesen Randbedingungen Spiel- und Wettkampfmöglichkeiten über den Sommer hinweg bieten zu können.“ Die freundschaftliche Beziehung beider Vereine, die nach der Ahrflut auf eine neue Basis gestellt wurde, besteht schon über Jahre. Für Ulrich Pohl ist es daher mehr als nur SolidAHRität: „Ich hoffe, dass dies der Beginn einer umfassenden Partnerschaft ist.“
Es gilt allerdings der Herausforderung zu begegnen, dass in der Spielzeit 2022 nur zwei statt bisher acht Tennisplätze nutzbar sein werden. Denn nicht nur die vier Plätze in Dernau sind der Flut zum Opfer gefallen, auch zwei Plätze der Clubanlage in Leimersdorf stehen durch die Überbauung mit provisorischen Sanitäranlagen für das Helfercamp derzeit nicht zur Verfügung. Die Verantwortlichen sind sich daher bewusst, dass der Trainings- und Spielbetrieb organisatorische Herausforderungen mit sich bringt. Sie bauen darauf, dass der Tennisverband diese Notlage bei der Terminplanung berücksichtigt und die Heimspieltermine ausreichend entzerrt.
