Lokalsport | 30.08.2017

Fußball-Kreisliga A Rhein/Ahr

Eine Heimniederlage zum Saisonauftakt

SG Hocheifel Leimbach - SG Westum/Löhndorf 2:3 (0:1)

Adenau. Am ersten Spieltag der neuen Saison in der Fußball-Kreisliga A Rhein/Ahr hat die SG Hocheifel gegen die SG Westum/Löhndorf eine bittere 2:3 (0:1)-Heimniederlage hinnehmen müssen. Bei besten Rahmenbedingungen auf dem Rasenplatz in Adenau erwartete die Elf des neuen Spielertrainers Tobias Weiler mit der SG Westum/Löhndorf ein traditionell unbequemer Gegner, der aufgrund der Niederlage im Pokalfinale ohnehin noch eine Rechnung mit den Kombinierten vom Nürburgring offen hatte. Beiden Teams war anzumerken, dass sie noch nicht 100-prozentig eingespielt waren und dadurch in erster Linie darauf achteten, sicher zu stehen und keine Fehler zu machen. Dementsprechend entwickelte sich in der ersten Hälfte eine Partie, die kaum Höhepunkte zu bieten hatte, dafür aber von beiden Seiten sehr intensiv geführt wurde. Zwar hatten die Gastgeber im Eifelstadion deutlich mehr Ballbesitz und leichte Feldvorteile, konnten daraus gegen die sehr dicht gestaffelte Defensive der SG Westum/Löhndorf aber nur äußerst selten für Torgefahr sorgen. Lediglich ein Kopfball von Christian Baur sowie zwei Fernschüsse von Patrick Schneider und Lukas Knelke zwangen den Gästetorhüter zum Eingreifen. Im anderen Strafraum spielte sich bis zur 40. Minute ebenfalls praktisch überhaupt nichts ab, ehe die Gäste mit einer ihrer ersten Offensivaktionen im Anschluss an einen Eckball in Führung gehen konnten. Mit diesem für die SGH sicherlich sehr unglücklichen Zwischenresultat ging es in die Pause.

Der nächste Schock

Nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit mussten die Weiler-Schützlinge den nächsten Schock hinnehmen, als die SG Westum wiederum nach einem Eckball auf 0:2 erhöhen konnte. In der Folge wurde das Spiel naturgemäß abwechslungsreicher, da die Hausherren nun mit Wut im Bauch nach vorn spielten und sich dadurch gleichzeitig Räume zum Kontern für Westum boten. Auch die Intensität in den Zweikämpfen blieb weiterhin extrem hoch, wovon nicht zuletzt zehn Verwarnungen zeugen.

Während sich die SGH-Offensive auch weiterhin enorm schwertat, wirklich gute Tormöglichkeiten zu erspielen, musste Torhüter Thomas Schmitz gleich mehrfach Kopf und Kragen im Duell gegen einen Stürmer riskieren, um sein Team vor einem höheren Rückstand zu bewahren. In der 78. Minute setzte sich Moritz Hoffmann im eigenen Strafraum bei einem Rettungsversuch regelwidrig ein, weshalb der Unparteiische auf Foulelfmeter entschied. Diesen verwandelte der Gefoulte selbst und erhöhte damit auf 0:3. Praktisch alle Zuschauer und vermutlich auch die Gäste waren sich sicher, dass dieses Tor die endgültige Entscheidung darstellte. Die Hausherren zeigten jedoch eine tolle Moral und drängten trotz des praktisch aussichtslosen Spielstands weiterhin auf einen eigenen Treffer. In der Schlussphase überschlugen sich tatsächlich noch die Ereignisse: Zunächst traf Niklas Pauly im Anschluss an einen Freistoß von Luca Dederichs zum 1:3 (85.), ehe er nur zwei Minuten später sogar der Anschlusstreffer fiel. Plötzlich war das schon längst entschieden geglaubte Spiel wieder völlig offen. In der sechsminütigen Nachspielzeit warf die SGH alles nach vorn, um noch den dritten Treffer zu erzielen. Tatsächlich tauchte Lukas Knelke in der vierten Minute der Nachspielzeit plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Tor auf, jedoch wurde er zum Entsetzen der Heimmannschaft aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Den unrühmlichen Schlusspunkt des Spiels bildete eine Rote Karte gegen Dederichs, der wegen Meckerns des Feldes verwiesen wurde. Unmittelbar in Anschluss an diese Szene erfolgte der Abpfiff, sodass sich die SGH letztendlich mit 2:3 geschlagen geben musste.

Bitter und unglücklich

Alles in allem ist diese Niederlage sehr bitter und unglücklich für die Kombinierten vom Nürburgring, denn das Spiel war über weite Strecken sehr ausgeglichen und hatte eigentlich keinen Sieger verdient gehabt. Gleichwohl haben die Hausherren die Niederlage selbst zu verantworten, da sie bei den Gegentoren, die allesamt aus ruhenden Bällen resultierten, schläfrig wirkten. Außerdem gelang es trotz der hohen individuellen Qualität in der Offensive viel zu selten, zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Positiv zu bewerten ist hingegen sicherlich der unbändige Kampfgeist, mit dem die SGH in der Schlussphase beinahe noch ein Unentschieden erkämpft hätte. Nun gilt es für die Mannschaft, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen und am Wochenende die ersten Punkte einzufahren. Für das Spiel mussten mit Cedric Kötting, Hannes Schieler und Fabian Merten gleich drei Akteure kurzfristig absagen. Christian Baur (Oberschenkelprobleme) konnte zwar spielen, ist aber nach wie vor angeschlagen und kann nur sehr dosiert trainieren. Alle genannten Akteure sollten im nächsten Spiel jedoch wieder dabei sein. Fehlen wird dagegen Luca Dederichs aufgrund seiner Roten Karte und der daraus resultierenden Sperre. Die SGH tritt am Sonntag, 3. September, beim SV Remagen an. Anstoß zu dieser Partie ist um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Remagen.

SG Hocheifel: T. Schmitz, S. Schmitz, Baur (67. Prämaßing), Nguyen, Hoffmann, Hertel, Weiler, Dederichs, Pauly, Knelke, Schneider.

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