Lokalsport | 10.08.2020

Karttalent Enrico Förderer ist wieder auf der Strecke

Eine Rennveranstaltung jagt die nächste

Enrico Förderer in seinem Element. Fotos: Storm photography

Leuterod. Auch im Motorsport hatte Corona für Stillstand gesorgt, doch nach mehreren Monaten Pause ging es endlich wieder los. 176 Teilnehmer zog es trotz einem strengen Hygienekonzept am Wochenende des 1./2. August wieder auf den traditionsreichen Erftlandring nach Kerpen. Hier fand die Auftaktveranstaltung des ADAC Kart Masters statt, eine der höchsten Kartserien, bei denen die besten Fahrer aus ganz Deutschland, sowie den angrenzenden Nachbarländern zusammen kamen.

Den Leuteroder Enrico Förderer zog es ebenfalls sehnsüchtig wieder auf die Rennstrecke. Am Wochenende zuvor nahm er bereits am Westdeutschen ADAC Cup teil, welcher er als Vorbereitung auf das große Rennen nutzte.

Ende 2019 stieg der Rok-Cup Doppelchampion von 2018 + 2019 auf den noch schnelleren OK-Junior Motor um. „Mit dem macht es noch mehr Spaß, da ich nun bis zu 120 Stundenkilometer fahren kann und mich in diesen Rennen mit den Besten messen kann,“ erzählt Enrico.

Bereits im Warmup zeigte der Pilot von Energy Corse Germany, dass er sich keineswegs hinter der hochkarätigen Konkurrenz verstecken muss. Mit nur 0,099 Sekunden Rückstand auf den Ersten stand er noch auf Platz vier von insgesamt 46 Fahrern in seiner Klasse. Pünktlich zum Zeittraining machte einsetzender Regen dem Team dann einen Strich durch die Rechnung. Bereits in Runde sechs rutschte Enrico auf nasser Fahrbahn raus und musste sein Kart abstellen. Dennoch brachte ihm das Platz 14 von insgesamt 46 Fahrern, was immer noch eine gute Ausgangsposition war.

Bei tropischen Temperaturen folgten dann die anschließenden Heats (sogenannte Qualifikationsläufe, denn nur die besten 36 Fahrer dürfen am nächsten Tag an den Finalläufen teilnehmen) in denen er sich Platz fünf und sechs sicherte, was ihm einen hervorragenden siebten Startplatz für die Finalläufe sicherte. Diese meisterte der 13-Jährige mit Bravour. In beiden Rennen zeigte er eine überaus starke Perfomance und manövrierte sich mit gekonnten Überholmanövern auf einen starken vierten Platz. Diesen sicherte sich der OK-Rookie auch in der Meisterschaftswertung. „Ich bin überaus glücklich, denn mit so einem Ergebnis hätte ich niemals gerechnet! Dass ich direkt einen so starken Einstieg feiern kann, zeigt auch, dass ich optimale Voraussetzungen hatte, bei denen das gesamte Team hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich danke Euch!“ berichtet der 13-jährige.

„Das ist das beste Ergebnis an diesem Wochenende, wir haben alle sehr viel und hart daran gearbeitet. Vor allem, weil das Testrennen eine Woche zuvor beim WAKC nicht nach unseren Vorstellungen lief. Aber wir haben alle unsere Hausaufgaben erledigt und Enrico hat wirklich eine hervorragende Leistung abgeliefert, worauf wir mächtig stolz sind!“ berichten Max Treffer und Andy Münch.

Die beiden Pokale brachte er anschließend seinem Großvater nach Solingen ins Krankenhaus. „Mein Opa kann leider bei meinem Rennen durch eine schwere Operation nicht dabei sein. Deshalb habe ich ihm die Pokale gebracht, um ihm zu zeigen, wofür er kämpfen muss. Genauso wie ich für ihn heute gekämpft habe, muss er es auch weiter tun, damit er mich bald wieder an der Strecke anfeuern kann,“ erzählt Enrico traurig.

Bereits ein Wochenende danach (8./9.8) stellte er sich Deutschlands höchster Kartserie, der DKM. Die deutsche Kartmeisterschaft veranstaltete ebenfalls ihren Auftakt in Kerpen. Hier traf Enrico auf noch mehr internationale Konkurrenz, denn von den 37 Teilnehmern waren nur 16 deutsche zu finden.

Nun stellte sich eine neue Herausforderung für Enrico auf. Alle Klassen fuhren die gleichen Reifen und diese legten extremen Gummiabrieb auf die Strecke, was ein anderes Fahrverhalten abverlangte. So etwas war bei den vorherigen Rennen, die er fuhr nie der Fall. Im Qualifying musste er sich deshalb mit Platz 30 zufriedengeben und im anschließenden Heat auch noch einen kompletten Ausfall durch einen Unfall hinnehmen. Im zweiten Heat schaffte er es dann jedoch, sich einen guten 10. Platz zu sichern. Dieses brachte ihm, durch den Ausfall bedingt dennoch nur Platz 26 fürs anschließende erste Finalrennen. In diesem hatte der Pilot vom AC Rübenach wieder Pech und musste bereits in der zweiten Runde unfallbedingt sein Kart abstellen. „Wenn du einmal hinten bist, ist es nur ganz schwer, da wieder raus zu kommen. Hier ist jeder Fahrer gut und wir liegen nur ein paar Zehntel auseinander. Da Plätze gut zu machen ist verdammt schwierig,“ erzählt Enrico. Dennoch belegte er im abschließenden Finalrennen Platz 20 von 36 Startern.

Nun wartet auf das junge Talent bereits das nächste Rennen. Am 16. August findet in Liedolsheim das zweite Rennen im Westdeutschen ADAC Kart Cup statt. Hier liegt er in der Meisterschaftstabelle auf Platz zwei, welchen er auf jeden Fall verteidigen, im besten Fall weiter ausbauen will.

Unterstützt wird Enrico weiterhin von: X-Direct Group, Frankfurt; Clean-XL GmbH & Co. KG, Leuterod; Hölzgen Betonsteinwerk GmbH, Leuterod; Kohlhaas Bau, Heiligenroth; TMK Gebäudereinigung & Facility Management GmbH, Neuwied; AXA Versicherung Alexander Leis, Ransbach-Baumbach; Jund & Wittlich Steuerberaterpartnerschaft, Dierdorf; GT-LST-Tiefbau GmbH, Heiligenroth; Storm Photography; Fitnesspark Charly, Ruppach-Goldhausen und von BLICK aktuell - die Heimatzeitung.

Eine Rennveranstaltung jagt die nächste

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