Lokalsport | 01.06.2017

RSC Rückenwind e. V.

Eine Woche in den Weinregionen Rheinhessen und Rheingau unterwegs

Der RSC Rückenwind e. V. bei einer Planwagentour.Privat

Urmitz. Der RSC Rückenwind besteht nunmehr seit 22 Jahren und seit 2007 gehören jährlich stattfindende Wochentouren zum festen Programm. Viele gemeinsame Fahrradtouren wurden seitdem unternommen, an die man sich gerne zurückerinnert.

Für dieses Jahr hatten die Verantwortlichen eine Wochentour durch die Weinregionen Rheinhessen und Rheingau geplant. Neun Fahrradfreunde machten sich zunächst auf den Weg zum Bahnhof Neuwied. Von dort ging es mit dem Zug durch das wunderschöne Mittelrheintal bis nach Wiesbaden. Die Fahrt dorthin wurde mit Getränken und allerlei Leckereien kurzweilig gestaltet. Die Stimmung war sehr gut, die Vorfreude auf die Tour war allen anzumerken.

Ab Wiesbaden ging es mit den Fahrrädern weiter. Das erste Tagesziel war Nierstein. Die Sonne begleitete die Freunde auf der ganzen Strecke und die sommerlichen Temperaturen hielten die ganze Woche an. Es konnte nicht besser sein. Am frühen Nachmittag erreichten die Radler/innen das Weingut Julianenhof in Nierstein. Nach dem Bezug der Zimmer machten es sich die Freunde bei einigen edlen Tropfen von Barbara Reif gemütlich.

Weinprobe auf einem Planwagen

Für den späten Nachmittag stand eine Weinprobe auf einem Planwagen an. Bei der Fahrt durch die herrlich gelegenen Weinberge genoss man die edlen Tropfen vom Julianenhof. Durch den Winzer, der die Besonderheiten der dargebotenen Weine sowie die Beschaffenheit der Weinberge und vieles mehr fachkundig und in lockerer Art erklärte, wurde es ein besonderes Highlight.

Am nächsten Morgen starteten die Freunde mit ihren Fahrrädern zum nächsten Weingut nach Alzey-Dautenheim. Über eine ehemalige Eisenbahnstrecke, die inzwischen zu einem guten Fahrradweg ausgebaut worden war, ging es durch die verschiedensten Weinfelder. Steile Weinhänge wie am Mittelrhein oder an der Mosel gab es hier nicht. Die Weinlese kann hier mit Weinerntemaschinen durchgeführt werden, eine enorme Erleichterung.

Nach der Ankunft in einem schönen Winzerhof machten sich die Freunde zunächst mit dem Bus auf den Weg in die schöne Altstadt von Alzey. Der Spaziergang durch die Stadt war lohnenswert. Viele schöne Fachwerkhäuser waren zu sehen und in einem sehr gepflegten Zustand. Wieder zurück im Winzerhof, startete die nächste Weinprobe, welche bis in den späten Abend anhielt. Der Winzer bot verschiedene Weine aus seinem Sortiment an und würzte den Abend mit vielen schönen Anekdoten.

Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Osthofen

Osthofen, auf der Höhe von Worms gelegen, war das nächste Ziel und wurde auf wunderschönen Radstrecken und einer zünftigen Pause in einem Winzerhof am Nachmittag erreicht. An diesem Tag stand ein Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers an. Der Urmitzer Marco Hörnig, der in Worms lebt und auch in der Erinnerungsstätte arbeitet, erklärte den Fahrradfreunden die Entstehungsgeschichte des ehemaligen Lagers. Anders als bei vielen anderen Konzentrationslagern war Osthofen kein Vernichtungslager. Es diente dem Aufbau der Macht, vor allem durch systematische Schutzhaft/Inhaftierung von AndersdenkendDer Verein bei einer von mehreren Weinproben.en. Viele ehemalige Freigeister verließen schon nach einigen Wochen das KZ als gebrochene Menschen. Betroffen machten sich die Freunde nach fast zwei Stunden interessanter Führung auf den Weg zurück in die Unterkunft.

Am nächsten Tag ging es mit dem Fahrrad nach Oppenheim an. Die Stadt Oppenheim ist schon seit dem Mittelalter unterkellert. Die Keller mit ihren vielen Verbindungsgängen geriet im Laufe der Zeit, bedingt u. a. durch kriegerische Zerstörung der Wohn- und Geschäftshäuser der Stadt, nach und nach in Vergessenheit. Erst als es in der Neuzeit zu Straßeneinbrüchen kam und darunter alte Gänge oder Kellergewölbe entdeckt wurden, ging man mit Hilfe von Bergbauspezialisten aus dem Ruhrgebiet der Sache auf den Grund. Inzwischen wurden Gänge und Keller mit einer Gesamtlänge von etwa 38 km entdeckt. Die Experten gehen davon aus, dass noch etwa 20 % unentdeckt sind. Die geführte Besichtigung der alten Gewölbe war beeindruckend. Mit viel Fachwissen wurde den Besuchern das Entstehen und die Bedeutung der Kellergewölbe anschaulich erzählt.

Am nächsten Tag radelten die RSCler entlang des Rheins nach Eltville. Eltville, eine sehr schöne Stadt im Rheingau, lud die Freunde zum Verweilen ein. Am frühen Abend ging es weiter in den höher gelegenen Stadtteil Rauental. Der Anstieg war sehr anstrengend, aber lohnenswert. Den Abend ließen die Radsportfreunde in geselliger Runde bei einigen guten Tropfen aus dem Rheingau ausklingen.

Am Sonntag machte sich die Gruppe schließlich auf den Heimweg. Entlang des Rheins über Rüdesheim, Kaub, St. Goarshausen und Boppard erreichten sie am frühen Abend wieder das schöne Örms. Alle waren sich einig: Bei der nächsten Wochentour in 2018 sind alle wieder dabei. Bis dahin gilt es, wieder eine interessante Route mit neuen Zielen auszuarbeiten.

Eine Woche in den Weinregionen Rheinhessen und Rheingau unterwegs

Der RSC Rückenwind e. V. bei einer Planwagentour.Fotos: Privat

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