Mike Rockenfeller fuhr beim DTM Finale Hockenheim auf Rang 6 und 11
„Eine schnelle Crew gibt einem ein sicheres Gefühl“
Hockenheim. Bei herrlichem Spätsommerwetter sahen die Fans auf den voll besetzten Tribünen des Hockenheimrings spannenden Motorsport in der bekanntesten Tourenwagenserie der Welt, den Deutschen Tourenwagen Masters DTM.
In Rennen eins am Samstag über die Distanz von 55 Minuten plus einer Runde startete der Neuwieder Mike Rockenfeller nur von Startplatz 15, allerdings waren die Abstände zum Polemann Lucas Auer auf Mercedes nur sehr gering.
Es ging ja beim Finale auch noch um die Meisterschaft zwischen Rene Rast im Audi, Gary Paffett im Mercedes und Paul di Resta im Mercedes.
Ein Start ohne Zwischenfälle
Der Start verlief ohne Zwischenfälle und Rockenfeller blieb nach fünf gefahrenen Runden auf Rang 15. Es führte Paffett vor Rast und Auer, der kurze Zeit später mit einem technischen Problem ausfällt.
Die ersten Boxenstopps stehen an, dadurch rangiert Rockenfeller auf Position 13 nach 7 gefahrenen Umläufen. Bis auf vier Piloten, darunter auch Rockenfeller, waren alle anderen schon zum Pflichtboxenstopp, um neue Reifen aufziehen zu lassen. 25 Minuten vor Rennende liegt der Neuwieder schon auf Rang fünf.
Es führt Robin Frijns auf Audi vor Eung auf BMW und Wittmann vor Mike Rockenfeller. Das ändert sich, als der Audipilot aus Neuwied in Runde 22 an die Box kommt für neue Reifen zu holen. Mit seinen noch kalten Pneus reiht er sich als dreizehnter wieder ins Rennen ein. Es führt Rene Rast, der um den DTM Titel kämpft, vor Gary Paffett und Daniel Juncadella.
Weil der BMW Pilot Augusto Farfus mitten im Rennen seine Tür verlor, wurde das Safetycar auf die Piste geschickt, durch den Indyrestart (Zweierreihen nebeneinander) beginnt das Rennen von vorn. Rast gewinnt den Restart und setzt sich ab. Auch Mike Rockenfeller macht Boden gut. An der Spitze ist es spannend, da der Zweitplatzierte Paffett von Timo Glock im BMW überholt wird und auch Frijns geht an Paffett vorbei, was heißt, dass der Brite weniger Punkte in der Meisterschaft einholen kann.
Auch „Rocky“ macht mächtig Druck und kämpft sich bis auf Rang 6 nach vorne, holt somit viele Meisterschaftspunkte. Sieger wurde aber sein Markenkollege Rene Rast vor Robin Frijns und Glock. Somit ist die Meisterschaft 2018 immer noch offen und wird erst im zweiten Lauf am Sonntag entschieden. „Nach dem Rennen bin ich zufrieden mit Platz 6, es war ein spannendes Rennen für die Fans bei traumhaften Bedingungen“, so Rockenfeller.
Bestes Wetter für das zweite Rennen
Nur von Startplatz 16 startete der Neuwieder in das zweite DTM Rennen über die selbe Distanz von 55 Minuten plus einer Rennrunde. Ebenfalls bei traumhaften Wetterbedingungen und vollen Tribünen sahen die Fans einen Blitzstart von Audipilot und den um die Meisterschaft kämpfenden Rene Rast, der sich sofort nach dem Start an Polemann Marco Wittmann auf BMW vorbeischob.
Rast gab seine Führung nicht mehr her und sicherte sich so zum sechsten Mal hintereinander den Laufsieg in einem DTM Rennen und schreib somit DTM Geschichte.
Trotzdem reichte es am Ende nicht ganz für den DTM Titel, denn hinter dem Briten Gary Paffett auf dem Mercedes reichte es mit vier Punkten Rückstand nur zum Vizetitel. Paffett zeigte in Rennen zwei keine Nerven und fuhr schon in Runde 11 zum Pflichtboxenstopp, um neue Reifen zu holen. Nach 36 Umläufen überquerte er als dritter die Ziellinie und sicherte sich zum zweiten Mal die Krone in der DTM .
Mike Rockenfeller wurde elfter im Rennen und verpasste knapp die Punkteränge. „Natürlich hätte ich im zweiten Rennen besser abgeschnitten, trotzdem freue ich mich, dass mein Markenkollege Rene Rast DTM Geschichte geschrieben hat mit seinem sechsten Sieg in Folge. Ich gratuliere ihm ganz herzlich und auch meinem Team für die Superarbeit in der Saison 2018. Ich hoffe, dass die Fans die Rennen genossen haben in der DTM“, so Rockenfeller .
Endtabellenstand
In der Endtabelle ergibt sich somit der Endstand: Champion Gary Paffett auf AMG C63 Mercedes mit 255 Punkten vor Rene Rast auf Audi RS5 DTM mit 251 Zählern und dritter Paul di Resta auf AMG C63 Mercedes mit 233 Punkten.
Team Phoenix gewinnt den Titel Best Pit Stop Award. Mike Rockenfellers und Teamkollege Loic Duvals können stolz auf ihr Team Audi Sport Team Phoenix um Teamchef Ernst Moser sein, denn dieses war auch 2018 in der Boxenstraße nicht zu schlagen.
Die Crew aus Meuspath, einen Steinwurf von der Start-Ziel Gerade des Nürburgrings gelegen, wechselte in der DTM-Saison durchschnittlich am schnellsten die Reifen und machte so die schnellsten Boxenstopps.
Somit verteidigte das Team nicht nur den Titel aus dem Vorjahr, sondern gewann den Preis schon zum dritten Mal.
Seit 2011 wird der Titel „Best Pit Stop Award“ verliehen. Dadurch soll die harte und gute Arbeit der Mechaniker in der Boxenstraße belohnt werden, die bei der hohen Leistungsdichte im DTM Championat über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
Dazu Mike Rockenfeller: „Es ist schon beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit und Genauigkeit mein Team Phoenix in dieser Saison, aber auch in den vergangenen Jahren, in der Boxengasse harte Arbeit geleistet haben, das muss man einfach mal anerkennen. Mein Teamkollege und ich sind stolz darauf, in so einem Team am Start sein zu dürfen in der DTM. Den Titel „Best Pit Stop Awards“ hat sich das Team redlich verdient und es macht mich stolz. Als Fahrer trägt man nur einen geringen Teil zum Boxenstopp bei, in dem man ordentlich hin- und wieder wegfahren muss. Eine schnelle Crew gibt einem ein gutes Gefühl. Es ist toll, dass mein Team so hart und toll gearbeitet hat, deshalb freuen wir uns alle über diese Auszeichnung.“ DEB
Das Team Phoenix konnte den „Best Pit Stop Award“ gewinnen.Fotos: DEB Foto: Picasa
