Lokalsport | 04.04.2018

SV Rot Weiß Queckenberg empfing den 1. FC Ringsdorff Godesberg II

Eisschränke, Einwurfmonster, Mücke und Speedy Gonzales

Die Rot-Weißen unterlagen im Spiel 1:2

Rheinbach. Als der SV Rot Weiß Queckenberg am Gründonnerstag den 1. FC Ringsdorff Godesberg II zum Nachholer aus der Hinrunde empfing, ward alles angerichtet. Das Osterfeuer wurde in den Holzkohlegrill gezwungen, und darüber brutzelten gar leckere Steaks und Würstchen der Metzgerei Merzbach, unter der fürsorglichen Obhut von Grillteufel Clemens.

Doch auch die Kerle von der Madbach brannten ab 19 Uhr ihr ganz eigenes, persönliches Fußballfeuerwerk ab. Am Ende stand zwar leider ein 1:2 gegen den Tabellenzweiten zu Buche, doch die Gäste wussten noch lange nach Abpfiff von Schiedsrichterfuchs Heinrich Harzem nicht, warum die 3 Punkte mit in die Bundestadt verschleppt wurden. Vielmehr gestand ein sichtlich erleichterter Thomas Knieps am Tresen, dass er sich über ein 2:5 oder gar 2:7 nicht hätte beschweren dürfen. Den schlussendlich unbelohnten rot-weißen Feuersturm kann man kaum in Worte fassen. Ein jeder Queckie lieferte sein eigenes (unbelohntes) Meisterstück ab. Daher muss jedes Kämpferherz der Bures-Buben einzeln vorgestellt werden, damit der geneigte Leser nur annähernd ein Gefühl dafür bekommt, welche Euphorie, welche Lust und Leidenschaft einmal mehr auf dem heiligen Fußballberg herrschte.

Jeder der SV-Spieler hatte seine Aufgaben

Ehrenlegion: „Feuerkopf“ Watty: die fliegende Katze vom Mount Queck wischte zweimal gefährliche Konter einfach so über den Querbalken, war bei den Gegentoren machtlos (0:1, 1:2), „If“ Uygur: so süß wie türkischer Honig waren seine Ballbehandlung, seine Zuckerpässe und seine Spieleröffnung, „Jerret“ Wappenschmidt: als Speedy Gonzales auf der rechten Außenbahn unterwegs, zündelte er immer wieder an der rot-weißen Rakete, „Dave“ Leifer: der Mann mit „de Pläät“ schädelte, grätschte, putzte aus und erfand den spielenden Sechser stets aufs Neue, „Marv“ von Sturm: krönte sein instinktives Stellungsspiel defensiv mit 100 Prozent gewonnener Zweikampfbilanz und offensiv mit seinem zweiten Saisontor zum zwischenzeitlichen Ausgleich (22.), „Flo“ Breuer: der links außen verteidigende Eisschrank hatte laut Gegenspielern angeblich „nie eine Option“, trotzdem startete er regelmäßig, zuverlässig und kreuzgefährlich die Maschinen, „Rapha“ Klemm: das Einwurfmonster hatte in der 70. Minute das Tor des Monats auf den Schlappen. Doch sein 45-Meter-Geschoss entschärfte der Gästekeeper mit einer Jahrhundertparade!, „Fetti“ Declair: der Kapitän spielte als Sechser einen außergewöhnlichen Part: in Liberomanier grätschte er an der Mittellinie, als Zehner regisseurte er, als Vollblutstürmer „müllerte“ er im gegnerischen Sechzehner, „Steve“ Bures: als unaufhaltsame Kurbelwelle im Angriffsspiel trat der Leitwolf immer wieder das Gaspedal durch bis aufs Bodenblech und ließ den rot-weißen Motor mit den Wölfen in der Voreifel um die Wette heulen, „Klima“ Klimaszewski: ließ sich tief fallen um Bälle zu ergaunern und anschließend gekonnt das Angriffsfädchen zu spinnen.

Zweimal hatte der Altmeister die Messe bereits gelesen, doch Gebälk oder der launische Fußballgott verhinderten mehr, „Hans Sarpei“ Watty: kaputte Knie, verkrampfte Waden – gezeichnet von seinem physischen Angriffswirbel in der 60. Minute vollkommen platt rausgegangen, leider achtmal nicht belohnt für seinen Torriecher und seine genialen Laufwege.

Selbst auf Auswechsel- und Ersatzspieler kann nicht verzichtet werden

Verstärkung: „Mücke“ Mücklich: der Bulle vom Mount Queck spritzte in jede Lücke, leider unbelohnt für sein unaufhaltsames Einbahnstraßenanrennen gen Gästegehäuse, „Vati“ Erol: rannte und brannte, rollte und wollte, rauchte und fauchte gegen seine offensiven Gegenspieler, „Stef“ Fahrenbruch: sorgte als vierter Rotschopf aufm Platz für mächtig Dampf, schirmte nach hinten ab, rollte unaufhaltbar nach vorne. Eiserne Reserve: „Chris“ Jentsch, „Jüggel“ Jörger, „Locke“ Kaya: hatten die Messer gewetzt und die Schilde poliert; waren allzeit bereit, in die Schlacht zu ziehen. Der zwölfte Mann: Bobby, Franky, Uli, Robert und jede Menge Weibsvolk: absolut bundesligatauglich, wenn nicht sogar Champions-League-reif! Man ist sich gar nicht so sicher: steht der Stolz des RWQ nun auf dem Platz oder vielleicht zusätzlich auch noch daneben. Am Ende klatschten sich alle einfach nur ab, lagen sich trotz oder aber wegen der Niederlage optimistisch in den Armen und gehen als eingeschworener Haufen die nächste Aufgaben an.

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