Lokalsport | 23.05.2016

Saisonrückblick Mendig/Bell

„Ende gut, alles gut“ - Klassenverbleib gesichert

Trotz der 1:3 (1:2)-Niederlage am 34. und letzten Spieltag bleibt die SG Eintracht Mendig/Bell in der Fußball-Rheinlandliga

Da war die Welt noch in Ordnung: Der Sportliche Leiter der SG Eintracht Mendig/Bell, Frank Schmitz (rechts), im Gespräch mit Tobias Bauer.SK

Mülheim-Kärlich. Ende gut, alles gut: Trotz der 1:3 (1:2)-Niederlage am 34. und letzten Spieltag bleibt die SG Eintracht Mendig/Bell in der Fußball-Rheinlandliga. Den Klassenverbleib hatten sich die Vulkanstädter bereits am vergangenen Wochenende durch das 1:1 (1:0) im Derby gegen den TuS Mayen gesichert. Da fiel die Niederlage vor 110 Zuschauern auf dem Rasenplatz im Schulzentrum Mülheim nicht mehr ins Gewicht. Es war sicherlich eine aufregende Saison, die die SG Eintracht Mendig/Bell verlebte. Nach wenigen Wochen und vielen unglücklichen Niederlagen sprach der Vorstand um Harald Heinemann dem Trainerduo Erkan Göktepeli und Thomas Brühl in einem offenen Brief das Vertrauen aus. Kurz vor Weihnachten trennte sich der Verein von Mittelfeldspieler Tobias Bauer, der als Königstransfer die Kohlen aus dem Feuer holen sollte. Nach der 4:5-Niederlage bei der SG Schoden am 23. Spieltag zog der Sportliche Leiter Frank Schmitz die Reißleine und ersetzte Trainer Göktepeli durch Routinier Thomas Esch. Was sich als Glücksgriff erweisen sollte. Bei drohenden fünf Absteigern hing permanent das Damoklesschwert über der Eintracht, die sich mal knapp über, mal knapp unter dem Strich einsortierte. Esch stärkte die Defensive, schaffte die Trendwende und am vorletzten Spieltag den Klassenverbleib. Schade nur, dass Esch dem Bezirksligisten FC Plaidt seine Zusage für die neue Saison gegeben hatte - und Wort hielt. In der neuen Saison wird Florian Stein, der zuletzt als Spieler beim Oberligisten SpVgg Burgbrohl aktiv war, an der Brauerstraße an der Seitenlinie stehen. Oder auf dem Feld, denn eine Funktion als Spielertrainer ist nicht ausgeschlossen. Über die Niederlage bei der SG Mülheim-Kärlich sah Esch großzügig hinweg: „Wir hatten in den vergangenen Wochen in jedem Spiel viel investiert. Nach dem geschafften Klassenverbleib war die Luft raus. Da kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Mein Nachfolger kann sich auf eine charakterlich einwandfreie Mannschaft freuen, hier in Mendig ist einiges zu bewegen.“ Torjäger Janek Ripplinger, der den Verein in Richtung TSV Schott Mainz (Oberliga Südwest) verlassen wird, brachte die SG Mülheim-Kärlich nach 22 Minuten in Führung, Ferhan Güngörmüs glich postwendend aus (24.). Erneut Ripplinger sorgte für die erneute Führung (32.) und in der 75. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter für die Entscheidung. Es waren an diesem Abend seine Saisontore 33, 34 und 35. Für die Torjägerkanone reichte es dennoch nicht. Lukas Kramp von der SG Schoden traf sage und schreibe 40 Mal ins Schwarze. Neben der SG Bad Breisig, TuS Mosella Schweich und dem SV Konz hat es als vierten Absteiger die SG Betzdorf erwischt. Die Westerwälder, in der Saison 2014/2015 noch in der Oberliga Südwest aktiv, müssen den bitteren Weg in die Bezirksliga Ost antreten. Ein Hintertürchen bleibt allerdings noch offen: Sollte sich die Reserve der TuS Koblenz in der Aufstiegsrunde gegen die Tabellenzweiten der Verbandsliga Südwest (SV Morlautern) und der Saarlandliga (SV Mettlach) durchsetzen können, verbleiben die Betzdorfer in der Rheinlandliga. Ein Szenario zwischen Hoffen und Bangen, das sich die SG Eintracht Mendig/Bell glücklicherweise ersparen konnte. SG Eintracht Mendig/Bell: J. Heinemann, Strahl (46. To. Schumacher), Schlich, Eberhardt, Schneider, Güngörmüs (88. Wetzlar), Rausch, N. Heinemann (65. Iino), Nürnberg, Rawert, Mrkalj.

Lukas Kramp (rechts) von der SG Schoden sicherte sich mit sage und schreibe 40 Saisontreffern die Torjägerkanone.

Lukas Kramp (rechts) von der SG Schoden sicherte sich mit sage und schreibe 40 Saisontreffern die Torjägerkanone.

Bei einem solch kuriosen Saisonverlauf konnte sich auch Alexej Eberhardt von der SG Eintracht Mendig/Bell nur an den Kopf fassen, links im Bild sein Mannschaftskollege Niklas Heinemann.

Bei einem solch kuriosen Saisonverlauf konnte sich auch Alexej Eberhardt von der SG Eintracht Mendig/Bell nur an den Kopf fassen, links im Bild sein Mannschaftskollege Niklas Heinemann.

Da war die Welt noch in Ordnung: Der Sportliche Leiter der SG Eintracht Mendig/Bell, Frank Schmitz (rechts), im Gespräch mit Tobias Bauer.Fotos: SK

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