VfL Bad Ems
Endlich wieder Tore
Trotz Niederlage ein Lebenszeichen des VfL Bad Ems
Bad Ems. Über 450 Minuten hatte der VfL Bad Ems kein Tor mehr in der Bezirksliga geschossen. Und ausgerechnet gegen den neuen Tabellenführer aus dem Westerwald glückte dann Andreas Stoffels das 1 : 0 für den VfL Bad Ems. Zwar kamen die Westerwälder immer wieder zu Chancen, doch das war alleine ihrem hochkarätigen Sturm zu verdanken. Dieser dürfte der Beste der Bezirksliga sein.
Der VfL Bad Ems war kaum wieder zu erkennen, die Mannschaft spielte ohne Schnörkel schnell nach vorne und versuchte immer wieder in eine gute Schussposition zu kommen. Es waren schon fast 30 Minuten gespielt und der VfL Bad Ems führte immer noch. In der 28. Minute gab es dann einen Strafstoß für den VfL Bad Ems. Hier hatte der Schiedsrichter wohl ein Handspiel der Gäste gesehen. Und diese Chance nutzte Andreas Stoffels zu seinem zweiten Tor und zum überraschenden 2 : 0. Die Gäste schienen zunächst etwas geschockt, doch dann besannen sie sich auf ihre Qualitäten und machten nun ihrerseits wieder mehr Druck.
Nach einen Foul von Vernatius Emeka gab es Freistoß an der Strafraumgrenze und den zimmerte in der 37, Minute Mario Pavelic unhaltbar für Konstantin Smirnow zum 1 : 2 ins Netz. Der VfL Bad Ems glaubte schon, die Führung mit in die Pause nehmen zu können, doch dann rutschte Vernatus Emeka bei einem Rettungsversuch aus, der Gegner war durch und es hieß in der 44. Minute 2 : 2. So ging es in den Pausentee. Die Zuschauer hatten bis dahin einen couragiert spielenden VfL Bad Ems gesehen. Die Gäste hatten sich nun vorgenommen, das Spiel für sich zu entscheiden. Aber die immer noch stark ersatzgeschwächte VfL Elf hatte sich bis dahin gegen den Hochkaräter, der in Bestbesetzung antrat, sehr gut verkauft. Und das sollte auch so bleiben. Hälfte zwei war allerdings gerade zwei Minuten alt, da kam der Mittelstürmer David Quandel in aussichtsreicher Position zum Schuss und es hieß 2 : 3. Das war Schade für den VfL Bad Ems. Aber die Gäste hatten auch einen derart hochkarätigen Sturm aufzubieten, und die Spieler kamen immer wieder zu Torgelegenheiten.
Aber der VfL Bad Ems kam noch einmal zurück – und in der 53. Minute erzielte Julian Bär mit einem sehr platzierten Kopfball den umjubelten 3 : 3 Ausgleich. Fünf Minuten später war dann der bärenstarke Japaner der Gäste Keigo Matsuda in guter Position und erzielte die erneute 3 :4 Führung für die Gäste in der 58. Minute. Und vier Minuten später erhöhte dann noch Sherif Rexhaj zum 3 : 5. Das sollte es nun gewesen sein.
Doch der VfL erzielte eigentlich erneut das 4 : 5, das Tor gab der Schiedsrichter nicht wegen angeblicher Abseitsstellung. Pech für den VfL Bad Ems, der sich aber weiter mühte und immer noch mit gutem Einsatz dagegen hielt. In der 74. Minute erzielte aber erneut David Quandel das wohl endgültig entscheidende 3 : 6. Aber auch jetzt gab der VfL Bad Ems nicht auf. Einen scharfen Schuss von Cosmin Laurentiu konnte der Schlussmann der Gäste noch gerade entschärfen. In der 81. Minute war dann nochmals Julian Bär zum 4 : 6 erfolgreich. Wann hatten die Gäste in der Saison schon einmal vier Tore in einem Spiel gefangen? Dies rückten sie aber gleich beim nächsten Angriff schon wieder gerade, in dem sie aus kurzer Distanz das 4 : 7 erzielten. In der 81. Minute. Jetzt erst schien der VfL Bad Ems von dem übermächtigen Gegner geschlagen. Und fast mit dem Abpfiff glückte den Gästen sogar noch das 4 : 8, das zwar verdient, jedoch zu hoch ausfiel.
Der VfL Bad Ems konnte trotz der deutlichen Niederlage erhobenen Hauptes vom Platz gehen, hatte man dieses Mal doch alles gegeben. Vor allem in kämpferischer Hinsicht überzeugt.
Diese Spielweise sollte sich der VfL Bad Ems gut für künftige Aufgeben merken. Wichtig wäre ein ähnlich guter und kämpferischer Auftritt beim nächsten Auswärtsspiel in Nauort. Denn hier handelt es sich eindeutig um ein sogenanntes Sechs-Punkte Spiel. Der VfL Bad Ems spielte mit: Konstantin Smirnow, Vernatius Emeka, Kay Tups, Stefan Fuselbach, Darius Werner, (ab 78. Victor Gebel), Cosmin Laurentiu, Etienne Kecskemeti, Christian Richter, Philipp Seimel, ( ab 65. John Melvile Ziegert), Andreas Stoffels, Julian Bär.
