Vierter Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring
Erfolg für Mayener Fahrergarde
Region. Bei dem vom MSC Adenau ausgerichteten vierten VLN-Lauf sicherten Norbert Siedler (Österreich) und Lance David Arnold (Duisburg), dem Team von Frikadelli Racing aus Barweiler, zum zweiten Mal in Folge den Gesamtsieg. Nach über 4 Stunden Fahrzeit betrug der Vorsprung des Duos im Frikadelli Porsche 1:29,174 Minuten auf den Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau. Der italienische Bolide wurde von den Fahrern Leonard Weiss (Monschau), Christian und Nico Menzel (beide Kelberg) zu diesem Erfolg pilotiert. Das Podium komplettierte die Besatzung des Schwesternfahrzeugs vom WTM-Team mit Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Mayen) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Hinter den drei erstplatzierten Fahrzeugen entbrannte in der Schlussphase des Rennens noch ein spannender Dreikampf um die weiteren Positionen, zwischen dem Phoenix-Audi und dem zweiten Frikadelli-Porsche. Beim Überqueren der Ziellinie betrug der Vorsprung von Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Vincent Kolb (Frankfurt) im Audi R8 LMS gerade einmal 0,13 Sekunden auf Felipe Fernandez Laser (Leipzig), Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) im 911-er von Frikadelli Racing. Christian Hohenadel (Quinschied) und Patrick Assenheimer belegten im Mercedes-AMG GT3 den sechsten Platz. Insgesamt hatten bei bestem Sommerwetter nur 135 Fahrzeuge das Rennen auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife in Angriff genommen, von denen 107 das Ziel erreichten.
Dabei verlief das vierte Rennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft auch für einige der Piloten aus Mayen anders als erhofft. Nachdem Marc Hennerici beim Lauf zwei Wochen zuvor in der neuen eingeführten Klasse „CUPX“ für KTM X-Bow GT4 Fahrzeuge einen Klassensieg verbuchen konnte, endete dieses Rennen mit einer gebrochenen Radmutter schon in der ersten Runde. Noch früher kam das Aus für das Team von Nett Racing. Bereits bei der Zufahrt in die Startaufstellung bemerkte Jürgen Nett (Mayen) einen Leistungsverlust des sonst so zuverlässigen Peugeot 308 Racing Cup, worauf hin er das Fahrzeug vorsorglich in der Box abstellte. Damit setzte sich nach dem Unfall von Bradley Philpot (Großbritannien) beim 3. VLN-Lauf auch im vierten Rennen die Pechsträhne des Mayener Teams nahtlos fort. Nach ebenfalls einem Unfall im Rennen zuvor und dem damit verbundenen Aus des BMW 325i e90, ereilte auch bei der Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy das Fahrerduo Karsten Knechtges (Mayen) und Marcel Mannheller (Döttingen) ein ähnliches Schicksal. Aufgrund einer sich selbstständig öffnenden Motorhaube wurde die Frontscheibe des Fahrzeugs so zertrümmert, worauf Marcel Mannheller erneut den Boliden vorzeitig abstellen musste. Die beste Positionierung in den Klassenwertungen konnte für die stark vertretene Mayener Fahrergarde neben Oliver Kainz, Josef Knechtges verbuchen. Der Vater von Karsten Knechtges pilotierte gemeinsam mit Beate Schmitz (Nürburg) in der Klasse VT2 einen neu von seinem Sohn aufgebauten BMW F30 auf die dritte Klassenposition. Mit Rang 5 in der Porsche Cayman GT4 CS belegte auch Torleif Nytroeen eine hervorragende Platzierung. Der Tierarzt aus Mayen bestritt das Rennen gemeinsam mit Thorsten Jung (Niederzissen) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr) in einem Porsche von Teichmann Racing. Mit diesem Rennen verabschiedet sich die VLN erst einmal bis 19. August in die Sommerpause, nach der dann mit dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen die Akteure in die zweite Saisonhälfte starten.
Die genanten Ergebnisse spiegelten bei Redaktionsschluss aber nur die Reihenfolge des Zieleinlaufes wieder, da aufgrund mehrerer möglicher Verstöße gegen das Überholverbot bei Gelber Flagge die Wertungen des vierten VLN-Laufes noch unter Vorbehalt sind. Den Sportkommissaren des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) wahr es nicht möglich die große Anzahl noch am Renntag zu überprüfen. „Die Sportkommissare werden die Geschehnisse, bei denen auch Fahrzeuge aus der Spitzengruppe involviert waren, aufarbeiten und das Resultat erst dann finalisieren“, sagt Michael Bork, Leiter Sport der VLN. Schon nach dem Zeittraining hatte die Rennleitung ein deutliches Zeichen gegen die immer wieder vorkommenden Missachtungen der Flaggenzeichen gesetzt. Wegen eines Verstoßes dieser Art wurde der Schweizer Rennfahrer Jonathan Hirschi von der gesamten Veranstaltung ausgeschlossen, zudem wurde ihm der Entzug der sogenannten Nordschleifenlizenz, mitgeteilt. Hirschi hatte zuvor in einer mit Flaggensignalen auf 120 KM/h begrenzten Zone, die Geschwindigkeit nicht wie die anderen Teilnehmer ordnungsgemäß reduziert. BURG
Torleif Nytroeen mit dem Porsche Cayman GT4 CS. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Eine sich selbstständig öffnende Motorhaube zerstörte während des Rennens die Frontscheibe des BMWs von Karsten Knechtges und Marcel Mannheller.
Marc Hennerici im Cockpit des KTM X-Bow GT4 von Teichmann Racing. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
