VLN auf dem Nürburgring
Erfolgreicher Saisonhöhepunkt für das Black Falcon Team
Nürburgring. Bei wechselnden Wetterbedingungen mit Regen bis hin zu Sonnenschein hatte das Eifelwetter beim Saisonhöhepunkt der VLN alles zu bieten und bescherte damit den Boxencrews der 144 gestarteten Teams reichlich Arbeit. Am Ende waren es die Teams aus der Region, die sich am besten auf diese Bedingungen einstellen konnten. Nachdem das Team von Black Falcon schon beim vierten VLN Lauf den Sieg einfahren konnte, setzten die Piloten der Schwarzen Falken auch beim ROWE 6-Stunden-ADAC Ruhr-Pokal-Rennen mit den Positionen 1 und 2 ihre Siegesserie fort. Beim traditionell prestigeträchtigsten Rennen im Jahreskalender der VLN Langstreckenmeisterschaft fuhren Patrick Assenheimer (Heilbronn) und Maro Engel (Monaco) nach 31 zurückgelegten Runden und einer Fahrzeit von 6:00:48 Stunden im Mercedes-AMG GT3 der Mannschaft aus Meuspath den Sieg ein. Nur 35 Sekunden später sahen Hubert Haupt (München), Adam Christodoulou (Großbritannien) und Luca Stolz (Brachbach) mit dem Schwesterfahrzeug als Zweite die Zielflagge und perfektionierten damit das Ergebnis für die Mercedes Mannschaft. Auf Position drei platzierten Vincent Kolb (Frankfurt) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) den Audi R8 LMS, des ebenfalls in Meuspath beheimateten Team von Phoenix Racing.
Auf den Rängen vier und fünf komplettierten Nick Catsburg (Niederlande) und Philipp Eng (Österreich) im Rowe BMW M6 GT3, sowie Christian Krognes (Norwegen), David Pittard (Großbritannien) und Jody Fannin (Großbritannien) mit einem Walkenhorst-BMW das Feld der ersten fünf Fahrzeuge des Rennens.
Vom Start weg waren es die zwei AMG GT3 von Black Falcon sowie der Phoenix Audi, die dem Rennen ihren Stempel aufdrückten und immer wieder mit packenden Rennszenen die zahlreichen Fans zu begeistern wussten. Nach dem Start spurtete zunächst bei noch nasser Strecke Maro Engel dem Feld davon. Mit abtrocknendem Fahrbahnbelag und dem Wechsel von Regenreifen auf die profillosen Slicks änderte sich das Bild jedoch rasch. Christodoulou im zweiten Black Falcon Mercedes und Frank Stippler mit dem Phönix Audi rückten immer näher an Marco Engel heran. Dass es im Team von Black Falcon keine Stallorder gab, zeigten die darauf folgenden spektakulären Duelle, der beiden Mercedes Boliden. Wenn zwei sich streiten freut sich der dritte und so mischte wenig später auch noch Frank Stippler mit dem Phoenix-Audi im Kampf um die Führungsposition mit, die er zeitweise sogar übernehmen konnte. „Da haben wir wieder Werbung für den Motorsport gemacht“, kommentierte Rennsieger Maro Engel diesen Abschnitt des Rennens. Der Triumph von Assenheimer und Engel bescherte dem in Meuspath beheimateten Rennstalls zugleich auch der zehnte Gesamtsieg in der VLN.
Wechselnd wie das Wetter, war auch die Erfolgsbilanz der Piloten aus dem Raum Adenau.
So musste Andy Gülden (Reifferscheid) schon nach der zweiten Rennrunde die Hoffnungen auf eine Wiederholung des Sieges von Lauf 4 begraben, nach dem er mit dem VW Golf TCR von Max Kruse Racing aufgrund eines technischen Defektes ausgerollt war. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendete das Team von Manheller Racing das Rennen. Nachdem man den BMW F30 von Carsten Knechtges (Mayen), Bernd Kleeschulte (Büren), Marcel Manheller (Döttingen) und Florian Quante (Seeheim-Jungenheim) in Führung liegend, mit einem gerissenen Keilriemen nach 19 Runden, abstellen musste, gab es für das Team dennoch Grund zur Freude. Die Piloten des zweiten Fahrzeuges Markus Fischer (Österreich), Ronny Lethmate (Lingen), Martin Owen (Lauterbach) und Kurt Strube (Wietmarschen) sprangen in die Bresche und beendeten mit der Startnummer 495 das Rennen auf Platz 2 in der Klasse VT2. „Einerseits haben wir uns nach der langen Führungsphase in der VT2 natürlich etwas mehr erhofft, trotzdem freut es uns besonders, dass unser neues Auto mit einem recht neuen Fahrerquartett schon so weit vorne mitfährt. Das Team hat einen grandiosen Job gemacht!“, kommentierte Teamchef Stefan Manheller den Rennverlauf.
Ebenfalls über einen Podiumsplatz konnte sich das Team von Scheid Honert Motorsport freuen, Nico Otto, Lars Peucker (beide Grevenbroich) und Florian Naumann (Idstein) positionierten den BMW M240i Racing Cup auf der dritten Position in dieser Cup Klasse. Vor dem Rennen durfte Johannes Scheid (Kottenborn) noch einen ganz emotionalen Moment erleben. Anlässlich seines 50-jährigen Motorsportjubiläums kletterte er noch einmal in den legendären „Eifelblitz“ BMW M3 GTR S aus der Saison 2009 und drehte mit diesem, unter dem Jubel der Fans eine Ehrenrunde auf der Nürburgring-Nordschleife.
„Das war traumhaft, da werde ich mich noch lange dran erinnern“, sagte Scheid überwältigt.
In der CUPX-Klasse waren für das Team von Teichmann Racing in den 3 eingesetzten KTM Boliden, Georg Griesemann (Bornheim), Florian Bodin (Heuchelheim) und Reinhard Kofler (Österreich) mit der Startnummer 930 sowie Maik Rönnefarth (Bad Neuhenahr), „Maximilian“ (Witten) und als Doppelstarter ebenfalls Reinhard Kofler in der Nr. 929 unterwegs. Den dritten KTM pilotierten Stephan Brodmerke (Waldesch) und Karl-Heinz Teichmann. In der CUP3-Klasse kämpften Daniel Bohr (Luxemburg), „Max“ (Berlin) und „Jens“ (Zossen) um Punkte in der Cayman-Trophy. Die Piloten im Teichmann Cayman konnten nach drei Podiumsplatzierungen in den zurückliegenden 4 Läufen, an diesem Tage aber nicht immer das Tempo der Kontrahenten mitgehen und belegten am Ende Platz vier in der Klasse, sowie 19. Gesamtrang. In der CUPX-Klasse fuhren die Fahrer der Startnummer 930 mit dem 27. Gesamtrang zugleich den Klassen Sieg für das Adenauer Team ein. Die VLN begibt sich nun in die Sommerpause, bevor am 7. September das RCM Grenzlandrennen das Finale mit vier Rennen in sieben Wochen einläutet. BURG
In der CUPX-Klasse fuhren die Fahrer der Startnummer 930 den Sieg für das Team von Teichmann Racing ein.
Der siegreiche Black Falcon Mercedes AMG GT3.
