Handballverband Rheinland
Erkenntnisse für den Länderpokal gesammelt
Rheinland-Pfalz. Die rheinland-pfälzischen Handballauswahlen haben sich beim Ländervergleich in Emmerthal in der Nähe von Hannover mit den Talenten starker anderer Verbände gemessen. Im Vordergrund stand das Sammeln von Spielpraxis für die Länderpokalturniere vom 14. bis 18. Dezember (Jungen) beziehungsweise vom 12. bis 15. Januar (Mädchen).
„Das Ergebnis stand im Hintergrund, das Turnier diente zur Vorbereitung. Wir haben den Fokus auf die Abwehrarbeit und erste Welle gelegt“, berichtete David Clemens, der die Mädchen-Mannschaft der Jahrgänge 2000 und 2001 gemeinsam mit Nicoletta Humm als Trainer betreute. Den Handballverband Rheinland vertraten Amelie Gilany, Fredericke Engel, Julie Jacobs, Paula Olbrich und Sophie Kleeschulte, die allesamt dem TV Arzheim angehören. Hinzu kam die ehemalige Wittlicherin Angelina Keil, die inzwischen für die FSG Mainz 05/Budenheim spielt. Das RLP-Team gewann eine seiner fünf Begegnungen (19:18 gegen den Bremer HV), wobei gegen den Badischen HV (18:19) und den HV Mittelrhein (21:23) mehr drin gewesen wäre. Deutlicher fielen die Niederlagen gegen den HV Schleswig-Holstein (22:28) und den HV Sachsen-Anhalt (14:25) aus. In der Endplatzierung bedeuteten diese Ergebnisse Platz zehn von zwölf Mannschaften. „Gegen Schleswig-Holstein erlitten wir nach ausgeglichenem Beginn einen spielerischen und moralischen Bruch, was zur Niederlage führte. Gegen Baden bekamen wir die körperlich überlegenen Rückraumspielerinnen nicht in den Griff“, erklärte Clemens. Gegen den Nachbarn vom Mittelrhein verlor die RLP-Auswahl nach der Pause den Anschluss, konnte den Rückstand zwar noch einmal reduzieren, die Partie jedoch nicht mehr drehen. Im abschließenden Spiel machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Viele technische Fehler und Fehlwürfe führten zum klaren Erfolg Schleswig-Holsteins. Den Sieg gegen Bremen führte der Landestrainer auf eine „großartige Mannschaftsleistung“ zurück.
Zwei Siege und ein Unentschieden bei drei Niederlagen brachten den Jungen des Jahrgangs 2000 einen Mittelfeldplatz (Rang sieben von elf) ein. Rudi Engel, der gemeinsam mit Foti Erifopoulos als Trainerduo auf der Bank saß, merkte an: „Weil es ein wichtiges Vorbereitungsturnier für den Länderpokal in Berlin war, haben wir nicht nur ergebnisorientiert gespielt, sondern auch alle 16 nominierten Spieler auf mehreren Positionen getestet. Daher ist die Platzierung vollkommen in Ordnung. Viel wichtiger sind die Erkenntnisse hinsichtlich der Nominierung für den Länderpokal.“ Die erfolgt nach einem Zwei-Tageslehrgang Anfang Dezember in Haßloch. Dann wollen sich auch einige hoffnungsvolle Nachwuchskräfte aus dem Handballverband Rheinland wieder von ihrer besten Seite zeigen. In Emmerthal teilten sich Niklas Waldgenbach (SF Puderbach) und Jakob Wallura (JH Mülheim/Urmitz) die Rechtsaußenposition. Simon Steinert war als Allrounder im Rückraum sowie auf dem linken Flügel im Einsatz. Dort sammelte sein Mülheimer Mannschaftskollege Moritz Körnert (Jahrgang 2002) erstmals Erfahrungen auf diesem hohen Niveau, um sich mit den Bedingungen auf diesem Level vertraut zu machen.
Erfolgreich spielten die Rheinland-Pfälzer gegen den Niederrhein (22:21) und das Saarland (24:16), ein Remis sprang zum Auftakt des anstrengenden Turniers gegen Schleswig-Holstein heraus (26:26), während Sachsen-Anhalt (18:22), Bremen (17:20) und Niedersachsen (17:20) zu stark waren.
Pressemitteilung
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Mit Platz zehn von zwölf musste sich die Mädchen-Mannschaft der Jahrgänge 2000 und 2001 zufrieden geben.
