Lokalsport | 26.04.2023, 13:14 Uhr

Schachfreunde Ochtendung

Erste Mannschaft ist Meister der A-Klasse

Nils Schuck, Armin Herrhaus, Niklas Roth, Friedl Schütz und Markus Höblich (v.l.)  Foto: privat
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Ochtendung. Der Matchball ist verwandelt. Was vor der Saison eigentlich keiner so richtig auf dem Zettel hatte, ist nun Realität: Die Schachfreunde Ochtendung sind mit 8 Siegen und einem Unentschieden Meister der A-Klasse des Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel und damit auch sportlich in der nächsten Saison für die Bezirksklasse qualifiziert.

Am letzten Spieltag nach der langen Osterpause ging es in Kalenborn gegen die SpVgg darum, mindestens ein Unentschieden zu holen, um von den zweitplatzierten Kettigern die zeitgleich ihr Spiel gegen Cochem gewinnen mussten, nicht mehr eingeholt werden zu können.

Markus Höblich führte an Brett 5 gegen Hilmar Kretzer die weißen Steine und kam bereits früh einen Bauern in Front. Durch konsequentes Einengen der schwarzen Leichtfiguren konnte Markus diesen Vorteil gar auf 3 Bauern ausweiten und als die Umwandlung für mindestens einen derer anstand, gab Hilmar Kretzer die Partie auf. Nach 2,5 Stunden war damit der erste Punkt eingefahren. Mannschaftsführer Niklas Roth hatte an Brett 4 in der letzten Saisonpartie einige ungewohnte Ungenauigkeiten im Spiel, so dass Erich Hupperich zwischenzeitlich doch sehr gute Chancen auf den Sieg, mindestens aber ein Remis hatte. Als er sich entschied, die letzten Leichtfiguren zu tauschen, konnte Niklas aber mit gutem Endspiel doch den zweiten Punkt souverän nach Hause bringen. Den notwendigen halben Punkt steuerte dann Vereinsmeister Nils Schuck an Brett 3 bei. Gerald Dittmann hatte zwar einen Freibauern aber beide eben auch noch je einen Springer auf dem Brett. Nach der Einigung auf Unentschieden folgten zwar noch lange Analysen der beiden aber die Punkteteilung war sicherlich nicht unverdient – die Meisterschaft war unter Dach und Fach.

Friedel Schütz war zu dieser Zeit an Brett 1 gegen Rainer Koss bereits eine Qualität in Front, hielt die Stellung aber noch in erster Linie sicher zusammen. Befreit von der Last des möglichst mannschaftsdienlichen Spiels konnte Friedel auf das sprichwörtliche Gaspedal treten und seinen Vorteil mit einem hübsch anzusehenden Opfer in einen Sieg ummünzen. Einzig Armin Herhaus – in dieser Saison etwas vom Pech verfolgt – gelang am zweiten Brett trotz großem Kampf kein persönlicher Befreiungsschlag mehr. Ein Endspiel mit Bauern und zwei Türmen kippte vom Vor- in einen Nachteil, den sein Gegner konsequent ausnutzen konnte. Allerdings war die Aufgabe gegen den Kalenborner Jürgen Mölders in dieser Saison zu spielen für alle seine Gegner eine Nummer zu groß, weswegen er völlig zurecht mit 8,5 Punkten aus 9 Spielen auf Platz 1 der Bestenwertung abschließt.

Weil Ligaspiele im Schach traditionell sonntags stattfinden, blieb das Siegerkaltgetränk noch aus – die Stimmung in der Mannschaft war aber mindestens so sonnig wie das Wetter beim Siegerfoto. Überhaupt war der stets gute Mannschaftsgeist aber auch die Breite im Kader, mitsamt der eingesetzten Ergänzungsspieler Leo von Elmpt und Patrick Bast ein Schlüssel zu diesem Erfolg. Auch die Gegner wurden auf Augenhöhe wahr- und ernstgenommen und letztlich war auch jeder einfach froh wieder eine normale Saison ohne Einschränkungen am Brett spielen zu können.

Nils Schuck, Armin Herrhaus, Niklas Roth, Friedl Schütz und Markus Höblich (v.l.) Foto: privat

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