Sechster Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Erster Hattrick nach über zehn Jahren
Manuel Metzger und Patrick Assenheimer vom Meuspather Team Black Falcon feierten dritten Sieg in Folge
Nürburg. Manuel Metzger (Schweiz) und Patrick Assenheimer (Heilbronn) hießen die Sieger beim 42. RCM DMV Grenzlandrennen. Das Black-Falcon-Duo siegte mit dem Mercedes AMG GT3 vor einem Audi R8 von Car Collection Motorsport und einem weiteren Mercedes AMG GT3 vom Teams GetSpeed Performance. Mit diesem Erfolg konnte die Meupather Black-Falcon-Mannschaft ebenso wie Patrick Assenheimer erstmals nach über zehn Jahren wieder drei Rennen in Folge gewinnen. 2008 war dies zum letzten Mal Christian Mamerow und Dirk Werner mit dem Porsche 911 CupS von Mamerow Racing gelungen.
Bei einem überwiegend von Regen geprägten Rennverlauf sah es in dessen Anfangsphase nicht nach einem erneuten Triumph des Falcon-Boliden aus. Nach dem Start bestimmten zunächst der Manthey-Porsche von Kevin Estre (Frankreich), Lars Kern (Weissach) und Otto Klos (Ludwigshafen) sowie der Phoenix-Audi R8 von Vincent Kolb (Frankfurt), Steve Jans (Luxemburg) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) das Geschehen an der Spitze des Feldes. Zur Halbzeit des Rennens flog jedoch der Manthey-Porsche im Bereich Klostertal von der Strecke. Auch für den Audi kam mit einem technischen Defekt kurz vor Ablauf der dritten Rennstunde das vorzeitige Ende. Damit war der Weg frei für den erneuten Erfolg von Assenheimer und Metzger. „Manchmal braucht man ein bisschen Glück. Patrick hat einen Riesenvorsprung rausgefahren. Ich musste nur noch verwalten. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Es war am Ende gewaltig viel Wasser auf der Strecke“, kommentierte Metzger den Rennverlauf. Als Zweite sahen Pierre Kaffer (Schweiz) und Frank Stippler im Audi R8 von Car-Collection, mit einem Rückstand von 2:15.779 Minuten, die Zielflagge. Das Podium komplettierten Philip Ellis (Schweiz) und Dominik Baumann (Österreich) mit einem weiteren Mercedes-AMG GT3, von dem ebenfalls in Meuspath beheimateten GetSpeed Performance Team. Als Vierte sahen Klaus Bachler und Martin Ragginger (beide Österreich) mit dem Falken-Porsche die Zielflagge. Das Duo konnte somit seine Teamkollegen Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) im BMW M6 GT3 hinter sich lassen. Es folgt ein weiterer Audi R8 vom Team WTR vor den beiden Walkenhorst-BMW. Was mit fahrerischem Können unter solchen extremen Witterungsbedingungen möglich ist, demonstrierten eindrucksvoll Thorsten Jung (Niederzissen), Moritz Kranz (Nürburg) und Nico Menzel (Kelberg). Das Fahrertrio positionierte den rund 150 PS schwächeren Porsche Cayman auf den neunten Gesamtrang.
Unter den regnerischen Bedingungen stellten auch einige weitere Fahrer und Teams aus der Region in den Klassenwertungen ihre Qualitäten unter Beweis. Bei den seriennahen Fahrzeugen der Klasse VT2 sicherten sich mit einem BMW 328i Carsten Knechtges (Mayen) und Marcel Manheller (Döttingen) den Sieg. In der CUP X Klasse konnten die Piloten Georg Griesemann (Bornheim) und Florian Bodin (Heuchelheim) erneut einen Sieg für das Adenauer Team von Teichmann Racing einfahren. Der Porsche Cayman des Teams verpasste in der Klasse CUP3 mit einem vierten Rang ebenso wie der BMW M240i Racing Cup von Team Scheid-Honert Motorsport in der Klasse CUP5 nur knapp das Podium.
Erfolg bei den TCR Fahrzeugen auch für Andy Gülden (Reifferscheid) und Benny Leuchter (Duisburg) die einen VW Golf TCR von Max Kruse Racing pilotierten. In seinem Stint wurde Gülden aber nicht nur vom Wetter, das immer wieder mit schlechter Sicht und Starkregen überraschte gefordert, sondern auch von der mangelnden Sicht, die durch einen defekten Scheibenwischer hervorgerufen wurde. „Lord Schleife“ wie Gülden auch genannt wird, soll gerüchteweise die Nordschleife aber auch mit verbundenen Augen bewältigen könnte, und so ließ sich der Chefinstruktor der Nürburgring Driving Academy davon nicht beeindrucken und fuhr den Sieg sicher nach Hause.
Der siebte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 28. September statt. Das 59. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen läutet das letzte Saisondrittel ein und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. BURG
Der siegreiche Teichmann KTM. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Unter den wachsamen Augen von Teamchef Johannes Scheid (l.) erfolgte der routinierte Boxenstopp des „Eifelblitz“ beim Team. Scheid-Honert Motorsport. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Wegen eines defekten Scheibenwischers am VW Golf TCR von Max Kruse Racing musste Andy Gülden das Rennen fast im Blindflug beenden. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
