Trainer Cornel Hirt bewahrt trotz drei Niederlagen die Ruhe
„Es gibt bei uns ein oberstes Gebot“
Mendig. „Wenn du drei Spiele nach Gang verlierst, dann ist es schon eine kleine Krise“, konnte Cornel Hirt, der Trainer des Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell, die 0:3 (0:1)-Niederlage beim Ahrweiler BC richtig einordnen. „Wir wussten allerdings, dass es eine schwierige Saison für uns wird, weil wir die Mannschaft etwas umkrempeln und vor allem verjüngen mussten. Der Verein hat klare Ziele und vertritt sie auch gemeinsam nach außen: Oberstes Gebot ist der Klassenverbleib.
Dafür arbeiten wir.“
Das tat am Samstag auch zum ersten Mal Niklas Heinemann, zumindest auf dem Platz. Der offensive Mittelfeldspieler, vom TuS Mayen zurück an die Brauerstraße gekommen, weilte zum Auftakt der Saison, als im Nettetal das Derby anstand, im Urlaub. In der vergangenen Woche im Heimspiel gegen die Sportfreunde Eisbachtal ließ Hirt seinen Königstransfer 90 Minuten lang auf der Bank schmoren. Im Apollinarisstadion blitzte sein Können ab und an auf, er brachte mehr Struktur in das Mendiger Spiel. In der Zukunft wird mit dem Linksfuß wieder zu rechnen sein.
Das kann Hirt schon seit Beginn mit Neuzugang Björn Gilles, der vom Bezirksligisten SG Elztal zur Eintracht gewechselt ist. Drei Mal stand der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler in der Anfangsformation und spielte jeweils 90 Minuten durch, davon zwei Mal auf der für ihn ungewohnten Linksverteidigerposition. Der gerade mal 1,75 Meter große und 70 Kilogramm schwere Gilles hat sich als echter Glücksgriff entpuppt.
Was ihm vielleicht noch fehlt, ist die Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Tor. Zwei Mal hatte er beim Ahrweiler BC den Führungstreffer auf dem Fuß, zwei Mal kochte ihn der routinierte Torhüter Alex Gorr regelrecht ab. Wenn Gilles in Zukunft auch noch trifft, dann dürfte die Eintracht die unteren Tabellenregionen schnell verlassen.
Björn Gilles (rechts) war beim ambitionierten Ahrweiler BC auch in der Defensive gefordert.
