Rot-Weiß Queckenberg verbucht höchsten Saisonsieg
Es war nicht alles Gold, was glänzt
Der TuS Dransdorf wird dank toller zweiter Halbzeit mit 6:1 nach Hause geschickt
Queckenberg. Egal wie, Hauptsache drei Punkte müssen her. Das war die Vorgabe von Kurek an seine Jungs im Duell zweier Tabellenkinder. Damit war auch klar: Blumentöpfe oder gar ein Schönheitspreis mussten nicht gewonnen werden im letzten Heimspiel der Hinrunde gegen TuS Dransdorf. Zu Beginn befanden sich die Einheimischen einmal mehr im Tiefstschlaf. So musste Schmieder bereits nach sechs Minuten den Ball aus dem Kasten holen. Danach hielt er mit teilweise prächtigen Paraden und souveräner Strafraumbeherrschung seine Mannschaft im Spiel. Und ganz allmählich erwachte die Fußballseele. Man beteiligte sich mehr und mehr aktiv am Geschehen und hielt die Gäste so immer öfter fern vom eigenen Strafraum. Nach einer Mundorf-Ecke nutzte Becker die Unordnung in der TuS-Defensive aus und traf zum, zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen, Ausgleich (36.). Damit setzte er die Marschroute seines Chefs eindrucksvoll in die Tat um. Dransdorf blieb weiter das gefährlichere Team. Aber der RWQ erhöhte nun deutlich die Schlagzahl und wusste zu jederzeit einen großartigen Keeper zwischen den Pfosten. So durften die Männer von der Madbach nach fünf Spielrunden endlich einmal wieder ohne Rückstand in die Pause gehen. Gleich nach Wiederanpfiff legten die Rot Weißen los wie die Feuerwehr. Die leidgeprüften Fans durften drangvollen, kombinationssicheren Einbahnstraßenfußball bestaunen. Und ehe Dransdorf sich besann, lag der Gast nach traumhaft heraus gespielten Toren 3:1 zurück. Einmal mehr überzeugte dabei Gümüs, der mit einem Doppelpack für klare Verhältnisse sorgte (46./52.). Obwohl sich Dransdorf davon nur kurz beeindruckt zeigte und wieder sein Heil in der Offensive suchte, gehörte doch der zweite Durchgang ganz allein den Hausherren. So schraubten Mundorf (65.) und Geimer mit dem zweiten Doppelpack des Tages (71./87.) das Ergebnis kontinuierlich in die Höhe, sodass am Ende mit 6:1 der höchste Saisonsieg zu Buche stand. Neben den Torschützen und dem Keeper verdienten sich vor allem der seit Wochen bärenstarke Declair und Abräumer Klemm Bestnoten. Auch Rückkehrer Uygur konnte schon wieder seine gefährlichen Fäden im offensiven Mittelfeld spinnen. Wichtig ist nach diesem Erfolgserlebnis, den zwar verdienten aber zu hoch ausgefallenen Sieg richtig einzuordnen. Kurek nach dem Spiel: „Es ist noch nicht alles Gold, was heute glänzte…“ Im Übrigen stand das Spiel unter der hervorragenden Leitung des immer auf Ballhöhe stehenden Schiedsrichters Michael Herschung.
Aufstellung RW Queckenberg
Schmieder - Wyrzykowsky, Rücker, Klemm - Declair - Schorn, Raffino, Uygur, Becker - Gümüs, Mundorf. Verstärkung: Geimer, Abeling, Pesch.
