Milan Rawert (SG Eintracht Mendig/Bell) im Interview
„Es war so, als sei ich nie weg gewesen“
Der 22-jährige Milan Rawert will an der Brauerstraße für die nötige Aufbruchsstimmung sorgen
Mendig. Beim Freundschaftsspiel in Leudersdorf gegen den FC Victoria Rosport schnürte neben Jörg Jenke und Sebastian Mintgen mit Milan Rawert ein weiterer Spieler, der früher schon für die SG Eintracht Mendig/Bell aktiv war, die Fußballschuhe. Der 22-Jährige, der in jüngster Vergangenheit viel Wirbel verursacht hatte, will an der Brauerstraße für die nötige Aufbruchsstimmung sorgen. In Leudersdorf war für die junge Offensivkraft, die den nötigen Stallgeruch versprüht, nach 80 Minuten Schluss. Im Interview äußerte er sich zu den Beweggründen, wieder zu seinem Ex-Verein zurückzukehren. Wie hat es Ihnen im Eintracht-Trikot gefallen?
Rawert: Es war schon ein cooles Gefühl, wieder mit einigen Spielern der alten Mannschaft aufzulaufen. In der ersten Halbzeit mussten wir uns noch finden, in den zweiten 45 Minuten lief es besser. Für mich persönlich war es so, als sei ich nie weg gewesen. Wie kam es zu dem Sinneswandel, von Mendig nach Plaidt und nun wieder von Plaidt nach Mendig zu wechseln?
Rawert: Ich habe meinen Heimatverein in der Winterpause der vergangenen Saison ablösefrei verlassen und wollte es erst mal ein halbes Jahr in Plaidt probieren. Danach hätte ich wieder ablösefrei zurückwechseln können, das war unter den Vereinen so abgesprochen. Im Januar 2017 habe ich dem Plaidter Trainer Thomas Esch eine mündliche Zusage für die Saison 2017/2018 gegeben. Als die Mendiger Verantwortlichen im Juni auf mich zugekommen sind, habe ich meine Entscheidung revidiert. Das Konzept und die Kaderplanung haben mich überzeugt. Wenn du die Wahl hast zwischen Rheinlandliga und A-Klasse, dann fällt die Entscheidung leicht. Und ich will die Herausforderung annehmen.
Der FC Plaidt war sicher nicht gerade begeistert…
Rawert: Klar, aber das waren die Mendiger damals auch nicht. Ich bin mit dem damaligen Trainer Florian Stein allerdings nie so richtig warm geworden, ich wollte einfach etwas anderes ausprobieren. Wie sehen Sie ihre Rolle in der Mannschaft? Sind Sie ein Hoffnungsträger?
Rawert: Ich bin ja noch ziemlich jung und kann mich entwickeln. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft den Klassenverbleib frühzeitig sichern. Persönlich möchte ich viel Spielzeit, da kommen die Tore von allein. Der Begriff Hoffnungsträger trifft es aber schon ganz gut.
