Fußball-Rheinlandliga: SG Eintracht Mendig/Bell tritt zum Auftakt am Samstag, 28. Juli, um 16.30 Uhr beim TuS Mayen an
„Es wird für uns keine einfache Saison“
In den vier Testspielen gab es zwei Niederlagen gegen Oberligisten und zwei Siege gegen Bezirksligisten
Mendig. Was für ein Auftakt: Am ersten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga muss die SG Eintracht Mendig/Bell beim TuS Mayen antreten. Das brisante Derby wird am Samstag, 28. Juli, um 16.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Nettetal angepfiffen. „Das wird sicherlich ein Fest für die Zuschauer“, blickt SG-Trainer Cornel Hirt voraus. „Wir hatten in der vergangenen Saison 750 zahlende Besucher am zweiten Spieltag zu Hause gegen den TuS Mayen. Diesmal wird die Zahl ähnlich sein. Wir alle freuen uns auf diese Begegnung.“ Am Sonntag, 5. August, sind die Sportfreunde Eisbachtal, in der Spielzeit 2017/2018 nur denkbar knapp am Oberliga-Aufstieg gescheitert, um 15 Uhr an der Brauerstraße zu Gast. In der ersten Runde des Rheinlandpokals, die am Mittwoch, 1. August, auf dem Programm steht, hat die Eintracht ein Freilos erwischt.
Niederlagen provoziert
Bis zum Start bleibt allerdings noch viel Arbeit. In den vier Testspielen gab es bislang zwei Siege und zwei Niederlagen. Nach dem 1:4 (0:0) gegen den klassenhöheren FV Engers mussten sich die Vulkanstädter auch Oberliga-Aufsteiger TSV Emmelshausen mit 1:5 (0:2) geschlagen geben.
Dustin Vogt (16.), Fabian Nass (43.), zweimal Marcel Christ (55., 70.) und erneut Vogt (76.) hatten die Gäste mit 5:0 in Führung gebracht, ehe Marcel Berg (86.) noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben konnte. „Wir waren gegen die beiden Oberligisten vor allem körperlich unterlegen“, so Hirt, „aber nach einigen anstrengenden Trainingseinheiten habe ich diese beiden deutlichen Niederlagen in gewisser Weise auch provoziert.“
Den ersten Sieg feierte die SG Eintracht Mendig/Bell mit dem 4:0 (2:0) über den SV Vesalia 08 Oberwesel, die Treffer erzielten Lars Bohm (11.), Kapitän Florian Schlich (33., Foulelfmeter), Malte Wedemeyer (60.) und Moritz Pies (74.). „Wir haben ordentlich kombiniert und nur zwei Torchancen zugelassen.
Die Frage ist aber, wie wir den Gegner einordnen sollen“, relativierte Hirt. Am vergangenen Samstag taten sich die Vulkanstädter bei der SG Gönnersdorf-Brohl, wie Oberwesel in der Bezirksliga Mitte beheimatet, schwer. „Für die Zuschauer war es ein schönes Spiel“, meinte Hirt nach dem 5:4 (2:1)-Erfolg und Treffern von Malte Wedemeyer, Lars Bohm, Moritz Pies, Milan Rawert und Niklas Heinemann ein wenig süffisant. „Ich bewerte Freundschaftsspiele nicht nach Ergebnissen, aber ich habe viele Eindrücke gewonnen. Die Spieler aus der zweiten Reihe haben nicht überzeugt. Vielleicht habe ich ein wenig diese Bestätigung gesucht, das Spiel hat mir sicherlich nicht unrecht gegeben.“
Die Neuzugänge
In den bisherigen vier Spielen konnte vor allem Neuzugang Björn Gilles überzeugen. „Er bringt die nötige Einstellung mit, ihm ist kein Weg zu weit. Er läuft in der 90. Minute noch so wie in der ersten“, charakterisiert Hirt den offensiven Mittelfeldspieler, der von der SG Elztal an die Brauerstraße gewechselt war. Anh Tuan Pham vom FV Rübenach müsse körperlich noch etwas zulegen und am Ball ruhiger werden. Joachim Akwapay (Spvgg Wirges) habe sein Potenzial gegen Engers angedeutet, sei aber zuletzt durch eine Grippe zurückgeworfen worden. Niklas Heinemann, vom TuS Mayen zurück zur Eintracht gewechselt, habe keinerlei Anpassungsschwierigkeiten gehabt und gleich eine tragende Rolle eingenommen.
„Es wird für uns keine einfache Saison. Die Rheinlandliga ist sehr ausgeglichen, viele unterschätzen das. Unsere erste Elf ist absolut konkurrenzfähig, aber ab Kaderplatz 14 wird es eng. Da sind viele junge Spieler hinten dran, die wir erst noch entwickeln müssen.“
Neuzugang Björn Gilles konnte bislang absolut überzeugen.
Ein wenig nachdenklich: Cornel Hirt, Trainer der SG Eintracht Mendig/Bell.
