SV Hertha 1911 Buschhoven e.V. ehrt Mitglieder
Fotos und Anekdoten machten die Vereinsgeschichte lebendig
Buschhoven. Hunderte Jahre Vereinszugehörigkeit kamen unlängst in der Vereinsgaststätte „Zum Römerkanal“ auf Einladung des Vorstands des SV Hertha Buschhoven zusammen. Wie jedes Jahr lud die Hertha ihre runden Jubilare zu einem gemütlichen Abend mit Ehrungen, Essen und Getränken sowie alten Geschichten ein.
Für „50 Jahre Hertha“ wurde Fried Weniger geehrt, der ab der E-Jugend im Verein auf der Torwart-Position spielte. Auch im Seniorenbereich stand er in allen Mannschaften zwischen den Pfosten, bis hin zu den Alten Herren. Der glühende Anhänger von Borussia Mönchengladbach steht auch heute noch regelmäßig als kritischer Zuschauer am Rand der Seniorenspiele. Vom ersten Vorsitzenden Werner Neffgen bekam er eine Uhr mit Hertha-Logo sowie eine gerahmte Urkunde überreicht, seine Ehefrau Dorothea erhielt einen Blumenstrauß.
Ebenfalls 50 Jahre lang in der Hertha-Familie ist Hans-Jürgen Caspers. Auch er startete seine fußballerische Laufbahn im Verein in der E-Jugend und spielte bis in die Herrenmannschaften. Dort war er unter anderem Gründungsmitglied der 1980 ins Leben gerufenen dritten Mannschaft, in der er auch unter der Betreuung des heutigen Vorsitzenden noch einige Jahre spielte. Auch er wurde unter dem Applaus der Gäste mit Urkunde und Uhr geehrt.
Der Ehrenvorsitzende der Herbert Buhl wurde gar für „60 Jahre Hertha“ mit Uhr und Urkunde ausgezeichnet. Mit 18 Jahren begann für den 1957 nach Buschhoven zugezogenen Buhl die Zeit bei der Hertha, wo er aktiv spielte sowie Junioren- und Seniorenmannschaften trainierte. Seit dem Jahr 1962 ist er ununterbrochen im Vorstand tätig, war gar 20 Jahre lang 1. Vorsitzender, sowie Beisitzer, Jugendleiter und Betreuer, auch im Zeltlager. Im letzten Jahr erhielt Buhl mit dem Ehrenamtspreis des Fußballverbands Mittelrhein für sein Lebenswerk eine der höchstmöglichen Auszeichnungen. Neben Urkunde und Uhr für Buhl selbst bekam auch dessen Frau Eveliese von Neffgen einen großen Strauß Blumen überreicht.
Im Anschluss an die Ehrungen wurde in alten Hertha-Chroniken und Fotoalben geschmökert und sich dazu an Geschichten erinnert. So erzählte Herbert Buhl, dass er zusammen mit Werner Volkmer 1962 ein Jahr lang jeden Montag für zwei Stunden nach Bonn fahren musste, um den Trainerschein zu machen. Er war damit der erste Trainer bei der Hertha mit einer offiziellen Trainerlizenz. Vom Verband erhielten er und Volkmer 642 D-Mark Gehalt pro Jahr, das in die Renovierung der alten Umkleidekabinen am Kriegerdenkmal floß. Vom Verein wurde Buhl mit einer Flasche Mariakron entlohnt. Neffgen bezeichnete ihn in seiner Ansprache als einen, „der das Ehrenamt lebt, von dem viele nur reden“. Buhl selbst bedankte sich auch bei seiner Frau, die er 1964 kennenlernte, da „Ehrenamt nur durch Überzeugung zu schaffen“ sei, „ohne dabei viel Geld zu verdienen“.
Die weiteren Jubilare F– ranz Lehnhard für 60 Jahre und Heinrich Schlösser für 70 Jahre Mitgliedschaft – wurden bereits an anderer Stelle geehrt, ebenso wie Willi Kochems, ebenfalls bereits seit 1945 im Verein.
