Lokalsport | 12.07.2016

Der Bundesligist TTC Zugbrücke Grenzau stellt die Weichen für die Zukunft

Frank Knopf ist Nachfolger von Manfred Gstettner

V.li. vordere Reihe: Beisitzer Manfred Gstettner, 1. Vorsitzender Frank Knopf, Geschäftsführerin Annette Hartmann, Sportwartin Amateurabteilung Alexandra Konopka und Kassenwartin Mary Rausch. Hintere Reihe: Sportwart Profiabteilung Jörg Schlichter, Beisitzer Olaf Gstettner, 2. Vorsitzender Christoph Remy und Jugendwart Karl-Werner Burger.privat

Grenzau. Für den Verein hat dieser Wechsel durchaus historische Dimensionen: Manfred Gstettner, im Jahr 1952 als damals 16-jähriger Mitbegründer des TTC Zugbrücke Grenzau, ist nicht mehr erster Vorsitzender des Tischtennis-Bundesligisten, nachdem er diese Funktion weit mehr als 50 Jahre lang innehatte.

Allzu große Sorgen muss sich allerdings weder um den kleinen, aber um so erfolgreicheren Verein, der in Europa alles gewann, was es zu gewinnen gibt, noch um Manfred Gstettner gemacht werden. Er bleibt als Beisitzer im Vorstand und wird zudem ein weiteres Jahr die Bundesliga-Mannschaft managen. „So lange macht das ja normalerweise kein Mensch, und ich will ja noch Mensch bleiben“, so Gstettner, der im Januar seinen 80. Geburtstag feierte.

Mit „ein bisschen Erleichterung“ sei er am Freitagmorgen aufgewacht.

Das liegt daran, dass er zumindest einen Teil seiner Verantwortung und Bürde losgeworden ist und dass bei der Jahreshauptversammlung vor Kurzem mit Frank Knopf ein Mann zu seinem Nachfolger gewählt wurde, der sich im Tischtennissport bestens auskennt und für den TTC Grenzau schon seit vielen Jahren tätig ist, zuletzt als zweiter Vorsitzender und Sportlicher Leiter.

Der Hilgerter hat in den vergangenen Jahren andere ehrenamtliche Posten nach und nach aufgegeben, um sich verstärkt auf den TTC Grenzau konzentrieren zu können.

Verein wird breiter aufgestellt

Knopf sieht den Verein gut aufgestellt. Einerseits bleibt Manfred Gstettners riesige Erfahrung und Tatkraft zunächst erhalten, zudem wurden mit dem 2. Vorsitzenden Christoph Remy, dem Sportwart Jörg Schlichter und dem verstärkten Engagement von Olaf Gstettner neue Kräfte dazugewonnen. „Wir sind insgesamt jetzt breiter aufgestellt“, sagt Knopf.

Sowohl er als auch Manfred Gstettner sehen den TTC Grenzau in einer Übergangsphase, denn in einem Jahr soll die Profi-Abteilung aus dem dadurch entlasteten Hauptverein ausgegliedert und in eine selbstständige Gesellschaft umgewandelt werden.

„Es soll dann mehrere Gesellschafter geben, die das Risiko übernehmen, das ich bisher allein getragen habe“, sagt Manfred Gstettner, der aus eigener Erfahrung weiß, dass hart gekämpft werden muss, um mittelfristig weiter auf hohem Niveau bestehen zu können. „Es wird nicht leichter. Im Spitzensport in Rheinland-Pfalz gehen nach und nach die Lichter aus, weil sich die Wirtschaft nicht mehr in dem Maße engagiert wie früher.“

Für die neue Saison sehen sich die Grenzauer sportlich recht gut aufgestellt. Die zweite Mannschaft ist in die eingleisige zweite Bundesliga aufgestiegen. Und Frank Knopf ist überzeugt, dass sich der neue Trainer Dirk Wagner, der derzeit sein neues Domizil in Dernbach bei Dierdorf bezieht, als Glücksgriff erweisen wird.

Von Richard Prause empfohlen

„Ich kenne Dirk Wagner schon aus der Zeit, als er noch Verbandstrainer in Thüringen war“, so Knopf. „Er hat ein schlüssiges Konzept vorgelegt, ist weltweit vernetzt und wurde uns von DTTB-Sportdirektor Richard Prause empfohlen.“ Und der ist den Grenzauern als langjähriger TTC-Spieler sicherlich wohl gesonnen. Wagner war sechs Jahre lang Trainer bei Borussia Düsseldorf, wo Timo Boll zu seinen Schützlingen gehörte, und arbeitete zuletzt in Wien.

Von der jüngsten Sitzung der Deutschen Tischtennis-Liga in Fulda brachte Frank Knopf eine wichtige sportliche Neuigkeit mit: In der Bundesliga wird es am Ende der Saison 2016/17 keinen Absteiger geben, die Liga soll danach auf zwölf Vereine aufgestockt werden. „Es hat Zugeständnisse an die 2. Bundesliga gegeben, um dies zu ermöglichen“, sagt der neue erste Vorsitzende des TTC Grenzau in der Hoffnung, dass sich dann 2017/18 Vereine finden, die den Sprung ins Oberhaus wagen.

Frank Knopf: Der neue 1. Vorsitzende des TTC Zugbrücke Grenzau

Der 59-jährige Frank Knopf arbeitet als technischer Sachbearbeiter in Koblenz. Der Familienvater hat zwei Kinder und wohnt in Hilgert. Knopf war bereits in den 80er-Jahren Geschäftsführer beim TTC Grenzau, danach war er unter anderem für den Deutschen Tischtennis-Bund und den Tischtennis-Verband Rheinland tätig und war Jugendwart im Sportkreis Westerwald.

Seit 2010 engagiert er sich wieder für den TTC Grenzau, war zuletzt dort Sportlicher Leiter und zweiter Vorsitzender, bevor er nun am Donnerstagabend die Vereinsführung übernahm.

V.li. vordere Reihe: Beisitzer Manfred Gstettner, 1. Vorsitzender Frank Knopf, Geschäftsführerin Annette Hartmann, Sportwartin Amateurabteilung Alexandra Konopka und Kassenwartin Mary Rausch. Hintere Reihe: Sportwart Profiabteilung Jörg Schlichter, Beisitzer Olaf Gstettner, 2. Vorsitzender Christoph Remy und Jugendwart Karl-Werner Burger.Foto: privat

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