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Gefäßsportgruppe
Cochem. In Zusammenarbeit mit Dr. Maurizio Guercio vom Marienkrankenhaus Cochem eröffnet der Turnverein Cochem am 23. Mai eine Gefäßsportgruppe. Es wird eine von nur sechs Gefäßsportgruppen sein, die es bundesweit gibt. Die Vorbereitungen dazu laufen nun schon fünf Jahre.
130 Menschen wurden in den vergangenen Jahren im Marienkrankenhaus Cochem wegen der peripheriellen arteriellen Verschlusskrankheit behandelt. Neben operativen und manuellen Therapien, die der Arzt durchführen kann, wird der Krankheitsverlauf durch eine spezielle sportliche Aktivität des Patienten positiv beeinflusst. Oft reicht ein regelmäßiges Gehtraining aus, um kleine Arterien - sogenannte Umgehungsgefäße - um den verengten Gefäßabschnitt herum zu öffnen und so eine Linderung der Beschwerden zu erreichen. Neben einer gesunden Ernährung kann der Patient so seine Lebensqualität auch nach einer Operation oder Katheterbehandlung verbessern. Der Turnverein Cochem musste einige Hürden nehmen um dieses Angebot einrichten zu können: So dauerte alleine die Zusatzausbildung der Podologin Petra Schneider über ein Jahr. Petra Schneider hat die Qualifikation als Übungsleiterin im Rehabilitationssport für innere Medizin und wird nun die Gruppe leiten. Der geschäftsführenden Vorsitzende Wilfried Gerdes bereitete die Gründung der Gruppe in Zusammenarbeit mit den Ärzten so vor, dass nun alle Vorrausetzungen für eine Förderung der Maßnahme durch die Krankenkassen erfüllt sind. Der Landkreis Cochem-Zell wird in Zukunft einer der wenigen Orte in Deutschland sein, wo Gefäßpatienten wohnortnah eine umfassende Behandlung durch Krankenhaus und Arzt als auch eine Nachbehandlung und Rehabilitation erhalten können. Die Informationsveranstaltung dazu stieß schon mal auf ein großes Interesse. Informationen dazu gibt es bei Wilfried Gerdes: Tel.: 02671/4895.
