11 Vereine haben einen Aufnahmeantrag unterschrieben
Gemeindesportverband in Swisttal
Swisttal-Heimerzheim. Da klang schon eine gehörige Portion Stolz aus den Worten, mit denen die Vorstandsmitglieder jetzt in der Gaststätte „Zur Linde“ in Heimerzheim die Gründungsmodalitäten und Ziele des „Gemeindesportverbandes Swisttal 2015 e.V.“ der Presse vorstellten. „Im Frühjahr 2014 habe ich den Antrag im Ausschuss für Jugend, Senioren, Kultur und Soziales eingebracht, in Swisttal auch einen Gemeindesportverband zu installieren, wie es ihn auf Kreisebene und in vielen anderen Kommunen bereits gibt“, erläuterte Robert Datzer seine Initiative, „es war einfach an der Zeit, die Interessen des Sports, der ja nicht nur Freizeitvergnügen ist, sondern dem auch eine große gesellschaftspolitische Aufgabe zukommt, zu bündeln.“ Da der Ausschuss den Antrag am 28. August einstimmig annahm, lud die Gemeinde für den 4. Dezember über 30 Swisttaler Vereine zu einer Auftaktveranstaltung ein. 13 Vertreter Swisttaler Vereine nahmen an dieser Sitzung teil, die vom Fachbereichsleiter Armin Wallraff geleitet wurde. Auch der Kreissportbund sowie der Landessportbund hatten Vertreter entsandt, damit sie mit ihren Erfahrungen zur Verfügung stehen konnten.
Gemeindesportverband vertritt rund 2500 Sportler
Die Vorbereitungszeit hatte etwa zwei Monate betragen; mit einem Satzungsentwurf, den eine Arbeitsgruppe erarbeitet hatte, war man in die Gründungsversammlung gegangen. „Die Gemeindeverwaltung hat uns da hervorragend unterstützt, etwa bei der Unterrichtung aller Swisttaler Vereine“, lobte Datzer die Akteure im Rathaus. Die Auftaktsitzung dauerte rund 3 Stunden, dann hatte Swisttal einen Gemeindesportverband. „Es war zwar nicht ganz einfach, 28 Personen unter einen Hut zu bringen, aber alle waren sehr engagiert“, blickte Klaus Jansen auf die entscheidenden Stunden zurück. 17 Vereine hatten teilgenommen, 11 Vereine haben sofort den Aufnahmeantrag als Gründungsmitglieder unterschrieben. Weitere haben ihren Beitritt zugesagt, müssen ihn aber erst vereinsintern abstimmen. Schon jetzt vertritt der Gemeindesportverband rund 2.500 Sportlerinnen und Sportler. Die Gründungsvereine sind der Aikibudo Odendorf, der Judoclub Swisttal, der Modellfliegerclub MFC Rheinbach-Swisttal, der Schachclub Heimerzheim, der Sportclub 1949 Straßfeld, der SSV Heimerzheim 1925, SV Hertha Buschhoven, Taekwondo Verein Swisttal, Tennisclub Odendorf, TC Schwarz-Weiß Heimerzheim sowie der Turnverein Ollheim 1912.
Sportler engagieren sich für Sportler
Klaus Jansen wurde zum ersten Vorsitzenden der neuen Swisttaler „Sportlervertretung“ gewählt. Er ist 59 Jahre alt, Kriminalbeamter im Ruhestand und Vorsitzender des Tennis-Club Odendorf. Weitere Vorstandsmitglieder sind sein Stellvertreter Dimitrios Lautenschläger, Trainer und Vorsitzender des Taekwondo Swisttal, Schatzmeister Dr. Robert Datzer, der diese Funktion auch beim TC Schwarz Weiß Heimerzheim innehat, und Schriftführer Thomas Trimborn, Trainer Judo Club Swisttal e.V.. Zu Beisitzern wurden gewählt Friedrich Schmitz, Schatzmeister/Jugendwart/Handballobmann der SG Ollheim/Straßfeld, René Seniuk, Schatzmeister der Badmintonabteilung im SSV Heimerzheim sowie Angelika Hansen, Fachbereichsleiterin für Reha- und Behindertensport beim SV Hertha Buschhoven.
Ziele und Aufgaben
„Der Vorstand des Gemeindesportverbandes ist sehr breit aufgestellt, er repräsentiert sowohl den Breiten- als auch den Spitzensport“, sieht Jansen eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit, „wir sind ein Team, das von Anfang an arbeitsfähig ist, wir wollen ein Portal für die sportlichen Belange unserer Bürger in Swisttal sein.“ Dabei verkennen die Akteure nicht, dass es in einer Flächengemeinde wie Swisttal schwieriger ist als etwa in einer homogenen Stadtlandschaft. „Uns sind aber alle Ortsteile gleich wichtig“, ist einhellig die Vorstandsmeinung. Kernaufgabe des Gemeindesportverbandes soll die Interessenvertretung der Mitgliedsvereine in der Gemeinde sein, insbesondere auch gegenüber Politik und Verwaltung. „Ein breites Sportangebot leistet einen wichtigen Beitrag, um eine Gemeinde wie Swisttal zu einem attraktiven Wohnort zu machen. Gemeinsam mit den Mitgliedsvereinen wollen wir dabei mitwirken, dass Swisttal mit seinen Ortsteilen für Familien und für ältere Mitbürger ein lebenswertes Wohnumfeld bieten kann“, so der Vorstand. Im ersten Schritt soll es darum gehen, zusätzliche Vereine für die Mitgliedschaft zu gewinnen, das Ziel sind mindestens 20 Mitglieder. Ein Mitgliedsbeitrag der Vereine ist aktuell nicht erforderlich, da der Kreissportbund eine finanzielle Unterstützung gewährt, mit der die zu erwartenden Kosten gedeckt werden können. „Wir laden alle Swisttaler Sportvereine noch einmal ein, im Gemeindesportverband mitzuwirken, hier hat jeder Verein eine Stimme, ob groß oder klein“, wirbt Klaus Jansen um alle Swisttaler Sportlerinnen und Sportler.
Forderungen an die Politik
Auch Swisttal Beigeordnete Petra Kalkbrenner sieht die Gründung positiv: „Jetzt können wir den Vereinen ein Dach anbieten und ein Sprachrohr.“ Jansen deutete auch gleich an, dass der Sport künftig mehr an die Gemeinde herantreten wird. „Wir wollen ein Sportentwicklungskonzept erarbeiten und mit der Politik und den Bürgermeisterkandidaten sachgerechte Diskussionen führen, die durchaus auch mit Forderungen garniert sein werden.“ So will sich der Gemeindesportverband künftig an der Durchführung der Sportlerehrung beteiligen und diese etwas „aufpeppen“, meine Dimitrios Lautenschläger. Unternehmen sollen eingebunden, die Burgen etwa als Veranstaltungsorte gewonnen werden. Auch ein „Tag des Sports“ könne man sich vorstellen, bei dem gezeigt wird, welche tollen Sportangebote es in der Gemeinde gibt.
Weitere Informationen sind demnächst auf der Webseite www.gsv-swisttal.de zu erfahren.
1. Spatenstich - neue Sportanlage Buschhoven-Morenhoven - hier will der Gemeindesportverband künftig mitreden.
