SG Hocheifel
Gute Leistung trotz Pokalniederlage
Adenau. In der ersten Runde des Rheinlandpokals hat sich der FC Germania Metternich als der erwartet schwere Gegner für die SG Hocheifel erwiesen, die im heimischen Eifelstadion gegen den Bezirksligisten mit Aufstiegsambitionen eine 0:3 (0:1)-Niederlage hinnehmen musste. Trotz des am Ende recht deutlichen Ergebnisses zeigte die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Weiler eine durchaus ansprechende Leistung, die auch von den Zuschauern nach dem Spiel mit wohlwollendem Applaus quittiert wurde.
Dass mit dem FC Metternich eine absolute Spitzenmannschaft der Bezirksliga in Adenau zu Gast war, bekamen die Hausherren bereits von der ersten Minute an deutlich zu spüren. Durch extrem hohes Pressing gelang es den Gästen sofort, jegliches Kombinationsspiel der SGH schon im Keim zu ersticken.
Es entwickelte sich daher relativ schnell eine sehr einseitige Partie, in der der Favorit aus Koblenz ein deutliches Plus an Ballbesitz verzeichnen konnte und permanenten Druck auf die SGH-Defensive ausübte. Die Weiler-Schützlinge agierten im Spiel gegen den Ball aus einer sehr tiefen Grundordnung und konzentrierten sich vollends darauf, die Räume eng zu machen und Kombinationen in den Strafraum zu unterbinden. Dies gelang den Hausherren trotz der deutlichen Unterlegenheit überraschend gut, sodass die meisten gefährlichen Abschlüsse der Gäste Fernschüsse waren. Allen voran das Zentrum konnten die beiden Sechser Tobias Weiler und Martin Hertel zusammen mit den Innenverteidigern Anh Nguyen und Christian Baur nahezu komplett geschlossen halten. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeitpause verlor die SGH dann kurzzeitig etwas ihre gute Ordnung und prompt schlugen die Metternicher in der 43. Minute zu: Ein Außenspieler konnte sich bis zur Grundlinie durchtanken und eine scharfe Hereingabe in die Mitte spielen, die von Fabian Merten bei seinem Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor gelenkt wurde. Merten war in dieser Situation aber keinerlei Vorwurf zu machen, denn er hatte einen Gegenspieler im Rücken und musste mit enorm hohem Tempo zum Ball gehen. Durch diesen Gegentreffer ging es dann mit dem 0:1-Rückstand in die Kabine.
Veränderte Partie nach Seitenwechsel
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern im Eifelstadion eine durchaus veränderte Partie. Der SG Hocheifel gelang es nun wesentlich häufiger, über mehrere Stationen nach vorne zu kombinieren und sich sogar Torabschlüsse und Standardsituationen am gegnerischen Sechzehner zu erarbeiten. Aus jenen Standards resultierten dann auch zwei Riesenmöglichkeiten zum Ausgleich für die Hausherren: Zunächst köpfte Weiler eine Freistoßflanke von Luca Dederichs denkbar knapp am Tor vorbei, kurz danach scheiterte Baur nach einem verlängerten Eckball aus kürzester Distanz am Gästekeeper. Auch im weiteren Verlauf des Spiels konnte die Weiler-Elf dem FCM Paroli bieten, ein Klassenunterschied wie noch in der ersten Hälfte war nun nicht mehr erkennbar. Zwar hatten die Gäste auch weiterhin etwas mehr vom Spiel und verzeichneten einige hochkarätige Tormöglichkeiten, doch auch die SGH konnte durch den eingewechselten Patrick Schneider und Niklas Pauly für weitere Akzente in der Offensive sorgen. Es dauerte dann bis zur 76. Spielminute, ehe die Gäste durch einen Kopfballtreffer nach einem Freistoß das 0:2 markierten und damit für eine kleine Vorentscheidung sorgten. Auch in der Schlussphase ließen sich die Kombinierten vom Nürburgring jedoch nicht hängen und spielten weiter munter mit. Der Schlusspunkt war dann allerdings wiederum den Gästen vorenthalten, die in der Nachspielzeit durch eine schöne und schnelle Kombination den 0:3-Endstand erzielten.
Respektvolle Leistung der SG
Alles in allem lässt sich festhalten, dass der Sieg des FC Metternich natürlich vollends in Ordnung geht, da die Gäste gerade in der ersten Halbzeit absolut dominant aufgetreten waren und wesentlich mehr Torchancen hatten. Nichts desto trotz muss auch der SG Hocheifel Respekt gezollt werden, denn sie hat über die gesamte Spieldauer gegen einen extrem starken Gegner Charakter gezeigt und sehr diszipliniert und leidenschaftlich verteidigt. Dabei agierte sie im Spiel mit Ball vor allem in der ersten Halbzeit noch zu hektisch und ließ sich vom hohen Druck der Gäste etwas beeindrucken. Dies änderte sich jedoch zu Beginn des zweiten Durchgangs und mit etwas mehr Glück hätte die SGH sogar den Ausgleich erzielen können.
Auch Tobias Weiler zeigte sich trotz des Pokalaus relativ zufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge: „Im Spiel gegen den Ball haben wir es durchweg sehr gut gemacht und die taktischen Vorgaben stark umgesetzt. Bei eigenem Ballbesitz müssen wir noch etwas ruhiger werden, aber auch das wurde in der zweiten Hälfte deutlich besser. Am Ende muss man aber auch einfach anerkennen, dass der Gegner eine Nummer zu groß für uns war. Auf der Leistung meines Teams lässt sich aber definitiv aufbauen.“
Für das Spiel stand Moritz Hoffmann urlaubsbedingt nicht zur Verfügung. Lukas Knelke und Luca Dederichs, die während der Partie verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, sollten spätestens beim nächsten Pflichtspiel in zwei Wochen wieder fit sein.
Für die SG Hocheifel spielten T. Schmitz-Merten (N. Jüngling/80.), Baur, Nguyen, S. Schmitz - Knelke (Schneider/46.), Weiler, Hertel, Dederichs (Prämaßing/67.) und Kötting - Pauly.
